Bombendrohung: LOT-Flug mit 181 Menschen landet in Modlin
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 13:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie beiden Flüge und ihre Umleitungen
- Die LOT-Maschine startete am frühen Morgen in London und sollte in Warschau-Chopin landen.
- Nach dem Alarm wurde das Flugzeug mit 181 Menschen an Bord nach Modlin umgeleitet.
- Der SAS-Flug SK751 aus Kopenhagen landete planmäßig und wurde anschließend sicherheitsüberprüft.
Bombendrohungen lösen Sicherheitsprüfungen in Warschau aus
In Warschau ist ein Flugzeug der polnischen Fluggesellschaft LOT aus London wegen einer Bombendrohung außerplanmäßig auf dem kleineren Flughafen Modlin gelandet. Der Flughafen wurde vorübergehend geschlossen, der Betrieb inzwischen aber wieder aufgenommen.
LOT-Maschine wird auf Außenposition untersucht
Die Maschine war am frühen Morgen mit 181 Menschen an Bord in London gestartet und sollte auf dem größeren Chopin-Flughafen landen. Während des Fluges ging ein Alarm ein, wonach sich an Bord eine Bombe befinden soll.
Nach der Umleitung wurde das Flugzeug auf eine Außenposition gebracht. Spezialisten untersuchen die Maschine; Passagiere und Besatzung warten nach Angaben des Flughafens im Terminal.
Auch SAS-Flug betroffen
Eine weitere Drohung betraf den SAS-Flug SK751 von Kopenhagen nach Warschau. Das Flugzeug landete planmäßig, anschließend verließen die Passagiere die Maschine.
Am Chopin-Flughafen lief danach eine Sicherheitsüberprüfung des Flugzeugs. Angaben zu möglichen Verantwortlichen oder zu einem Fund an Bord lagen zunächst nicht vor.
Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge gehören zu den schwerwiegendsten Störungen im zivilen Luftverkehr. Auch wenn sich ein Alarm später als unbegründet erweisen sollte, müssen Besatzungen, Flughäfen und Sicherheitsbehörden zunächst von einer realen Gefahr ausgehen und festgelegte Notfallverfahren einleiten.
Im vorliegenden Fall betraf der erste Alarm eine LOT-Maschine aus London mit 181 Menschen an Bord. Die Umleitung auf den kleineren Flughafen Modlin schützte den regulären Betrieb am Chopin-Flughafen vor einer möglichen Gefährdung und ermöglichte die Untersuchung der Maschine auf einer Außenposition. Für die Passagiere bedeutet ein solcher Ablauf meist längere Wartezeiten, zusätzliche Kontrollen und eine verzögerte Weiterreise.
Zwei Drohungen, unterschiedliche Abläufe
Beim SAS-Flug aus Kopenhagen verlief das Verfahren anders: Das Flugzeug landete planmäßig in Warschau, anschließend wurde die Maschine überprüft. Damit zeigen die beiden Fälle, dass Sicherheitsmaßnahmen von der konkreten Gefahreneinschätzung, dem Zeitpunkt des Alarms und der Position des Flugzeugs abhängen.
Die vorübergehende Schließung des Flughafens und die Wiederaufnahme des Betriebs markieren zugleich die unmittelbare Bedeutung für den Reiseverkehr in der polnischen Hauptstadt. Für Fluggäste können daraus kurzfristige Verspätungen, Umleitungen oder zusätzliche Sicherheitskontrollen entstehen. Über die Urheber der Drohungen und mögliche strafrechtliche Folgen enthält die Meldung keine Angaben.
