Berufungsprozess gegen Marius Borg Høiby startet im Februar
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 10:09 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Berufungsprozess gegen Marius Borg Høiby beginnt am 9. Februar kommenden Jahres.
Neuer Termin für das Verfahren
Das Berufungsgericht teilte am Donnerstag mit, vorläufig seien 16 Verhandlungstage vorgesehen. Läuft alles nach Plan, soll der letzte Prozesstag am 5. März sein.
Hintergrund zum Fall
Høiby, der älteste Sohn der norwegischen Königin Mette-Marit, war im Juni wegen zahlreicher Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie häusliche Gewalt gegen eine Ex-Freundin, zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Gegen das Urteil in Bezug auf diese Punkte legte er Berufung ein.
Haft und Anrechnung
Seit Anfang Februar sitzt der 29-Jährige in Untersuchungshaft. Diese verbringt er seit einiger Zeit mit elektronischer Fußfessel im Zuhause der norwegischen Königsfamilie, Gut Skaugum. Die Zeit in Untersuchungshaft soll von seiner Haftstrafe abgezogen werden.
Rechtlich und politisch heikel
Der angekündigte Berufungsprozess gegen Marius Borg Høiby rückt einen Fall erneut in den Mittelpunkt, der weit über eine private Angelegenheit hinausreicht. Weil der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit betroffen ist, steht nicht nur ein Strafverfahren im Fokus, sondern auch die Frage, wie die norwegische Monarchie mit einem Verfahren umgeht, das die Öffentlichkeit seit Monaten beschäftigt.
Belastung für das Königshaus
Für das Königshaus ist die neue Verhandlungsrunde vor allem eine Fortsetzung einer langen Belastungsprobe. Der Fall verbindet schwere Vorwürfe, einen bereits ergangenen Schuldspruch und die besondere Nähe des Angeklagten zur Königsfamilie. Das erhöht die Aufmerksamkeit in Norwegen und darüber hinaus und macht den Prozess auch zu einem Thema für Leser, die die Stabilität und Glaubwürdigkeit monarchischer Institutionen verfolgen.
Was der Termin bedeutet
Mit dem nun feststehenden Starttermin im Februar wird der Ablauf des Verfahrens greifbar. Zugleich zeigt die vorgesehene Dauer, dass das Berufungsverfahren erneut umfangreich werden dürfte. Für die Öffentlichkeit bleibt damit wichtig, dass der Fall nicht abgeschlossen ist, sondern in einer entscheidenden zweiten Runde juristisch neu verhandelt wird.
