Berlin-Marzahn, Vermisstensuche

Berlin-Marzahn: Polizei sucht Lisa T. seit fünf Tagen

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 16:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die 13-Jährige kam am Dienstag nicht in ihrer Schule an. Polizei, Mordkommission und Hilfskräfte suchen im Berliner Nordosten und im angrenzenden Brandenburg nach ihr.

Hinweise führen zu weiterer Suche

  • Lisa T. verließ am 3. November gegen 7.15 Uhr ihr Zuhause und wollte vom Barnimplatz zur Schule fahren.
  • Am Sonntag waren mehr als 100 Einsatzkräfte im Bezirk Marzahn-Hellersdorf im Einsatz.
  • Die Polizei erhielt bereits Hinweise im dreistelligen Bereich und bittet weiterhin um Beobachtungen.
  • Insgesamt sind mehrere hundert Beamtinnen und Beamte an den Ermittlungen beteiligt. - Bild: Marco Porzig/dpa
  • In dem Wohngebiet stehen viele Hochhäuser, das erschwerte die Suche auch schon am Freitag. - Bild: Manuel Genolet/dpa
  • Hunde sollen die 13-Jährige aufspüren. - Bild: Andreas Rabenstein/dpa
  • Überall im Viertel sind Ermittler unterwegs. - Bild: Manuel Genolet/dpa
  • Auch angrenzende Parks und Grünflächen werden abgesucht. - Bild: Fabian Sommer/dpa
  • Auch eine Unterwasserdrohne kam zum Einsatz. - Bild: Marco Porzig/dpa
  • Rettungskräfte versammeln sich vor einem Einkaufszentrum, das kurz hinter der Grenze in Brandenburg liegt. - Bild: Marco Porzig/dpa
Insgesamt sind mehrere hundert Beamtinnen und Beamte an den Ermittlungen beteiligt. - Bild: Marco Porzig/dpa In dem Wohngebiet stehen viele Hochhäuser, das erschwerte die Suche auch schon am Freitag.  - Bild: Manuel Genolet/dpa Hunde sollen die 13-Jährige aufspüren. - Bild: Andreas Rabenstein/dpa Überall im Viertel sind Ermittler unterwegs.  - Bild: Manuel Genolet/dpa Auch angrenzende Parks und Grünflächen werden abgesucht.  - Bild: Fabian Sommer/dpa Auch eine Unterwasserdrohne kam zum Einsatz. - Bild: Marco Porzig/dpa Rettungskräfte versammeln sich vor einem Einkaufszentrum, das kurz hinter der Grenze in Brandenburg liegt. - Bild: Marco Porzig/dpa

Suche nach Lisa T. erstreckt sich bis nach Brandenburg

Seit Dienstag wird die 13-jährige Lisa T. in Berlin vermisst, nachdem sie auf dem Weg zur Schule nicht angekommen ist. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Kapitalverbrechen aus, während mehr als 100 Einsatzkräfte im Bezirk Marzahn-Hellersdorf nach dem Mädchen und möglichen Zeugen suchen.

Ermittler durchsuchen Wohnumfeld

Lisa T. verließ ihr Zuhause am 3. November gegen 7.15 Uhr, um etwa 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße zu fahren. Dort kam sie nicht an; die Polizei veröffentlichte noch am selben Tag eine Vermisstenmeldung mit einem Foto.

Seit Freitag läuft ein Großeinsatz. Polizistinnen und Polizisten gehen von Tür zu Tür, verteilen Zeugenaufrufe und durchsuchen die Umgebung mit Spürhunden, einem Hubschrauber und einer Unterwasserdrohne.

Suche in Parks und an Gewässern

Die Maßnahmen erstrecken sich auch auf Grünflächen und kleinere Waldgebiete nahe der Grenze zu Brandenburg. Im Bereich Hönow suchten Helfer zudem an Teichen und Seen. Am Sonntag standen Einsatzkräfte des Roten Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes mit Suchhunden am Einkaufszentrum Kaufpark Eiche bereit.

Staatsanwaltschaft bittet um Hinweise

Nach Angaben des Sprechers der Berliner Staatsanwaltschaft, Michael Petzold, gehen die Ermittler davon aus, dass Lisa ihr familiäres Umfeld nicht freiwillig verlassen hat. Hinweise seien bereits im dreistelligen Bereich eingegangen; konkrete Angaben zu den laufenden Maßnahmen machten die Behörden nicht.

Die Polizei bittet Menschen, die am Dienstagmorgen etwas gesehen oder gehört haben, sich über das Hinweistelefon oder die Hinweis-Mailadresse des Landeskriminalamts zu melden. Lisa wird als 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank beschrieben; zuletzt trug sie eine schwarze Winterjacke, ein graues Oberteil, eine blaue Jeans, weiße Sneaker und einen schwarzen Rucksack.

Das Verschwinden der 13-Jährigen löst in Marzahn-Hellersdorf eine umfangreiche Suchaktion aus. Die Ermittler konzentrieren sich auf das Wohnumfeld, den Schulweg und angrenzende Grünflächen bis ins brandenburgische Umland. Der Einsatz verbindet klassische Fahndungsarbeit mit einer Suche nach möglichen Spuren: Beamtinnen und Beamte befragen Anwohner, sichern Hinweise und setzen Spürhunde, Hubschrauber sowie eine Unterwasserdrohne ein.

Die Einstufung als mögliches Kapitalverbrechen verändert den Charakter des Einsatzes. Neben der Suche nach dem Mädchen geht es für Mordkommission und Landeskriminalamt darum, den Ablauf ihres Verschwindens möglichst genau zu rekonstruieren und mögliche Beweismittel zu sichern. Die dreistellige Zahl eingegangener Hinweise zeigt, dass die Bevölkerung eine wichtige Rolle bei der Rekonstruktion der letzten bekannten Wege spielen kann.

Schulweg als zentraler Ermittlungsansatz

Lisa T. habe ihr Zuhause am Dienstagmorgen verlassen, sei aber nicht an ihrer Schule angekommen. Für die Ermittlungen sind deshalb Beobachtungen zwischen dem Wohnort, dem Barnimplatz und der Sella-Hasse-Straße besonders bedeutsam. Auch angrenzende Parks, Gewässer und Wege im Übergang nach Brandenburg werden einbezogen.

Für Anwohner bedeutet der Fall eine hohe Belastung, insbesondere für Familien mit schulpflichtigen Kindern. Zugleich bitten die Behörden darum, Hinweise direkt an Polizei oder Landeskriminalamt zu geben und Gerüchte nicht weiterzuverbreiten. Der weitere Fortgang hängt vor allem davon ab, ob Zeugen eine konkrete Beobachtung melden oder die Suche verwertbare Spuren ergibt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Stern: „Schweres Verbrechen vermutet: Suche nach 13-Jähriger läuft“ (08.11.2026)

Der Beitrag bestätige die Ermittlungen wegen eines möglichen Kapitalverbrechens und berichte über die Fortsetzung der Suche. Einen Schwerpunkt lege er auf den bislang fehlenden Durchbruch sowie die Zahl der eingesetzten Kräfte und die Bitte um Hinweise.

tagesschau: „13 Jahre altes Mädchen aus Marzahn vermisst – Polizei setzt Suche fort“ (07.11.2026)

Der Artikel schildere ebenfalls das Verschwinden auf dem Schulweg und den Verdacht auf ein Verbrechen. Anders als der Stern-Bericht betone er besonders den Umfang der Suchaktion mit mehr als 220 beteiligten Kräften und die geplante Fortsetzung in der Nacht.

Beide Beiträge stimmten beim Ermittlungsansatz und bei der fortgesetzten Suche überein. Unterschiede gebe es vor allem bei den hervorgehobenen Einsatzdetails; offen bleibe, wo sich Lisa befindet und welche konkreten Spuren die Ermittler auswerten können.

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