Kanaltunnel, Calais

Kanaltunnel: Kleinbus rammt Güterzug in Calais – 19 Verletzte

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 22:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bei dem Unfall am Tunneleingang in Calais wurden 19 Insassen verletzt, darunter fünf schwer. Die Sperrung legte den Verkehr durch den Eurotunnel vorübergehend in beide Richtungen lahm.

Rettungseinsatz in Calais

  • Der Kleinbus prallte am Tunneleingang in Calais gegen einen stehenden Güterzug.
  • Fünf der 19 Verletzten wurden als schwer verletzt beschrieben.
  • Die letzten Eurostar-Züge des Tages zwischen London und Paris konnten nicht starten.
Beim Zusammenstoß eines Kleinbusses mit einem Güterzug am Kanaltunnel in Calais sind 19 Menschen verletzt worden. (Illustration) - Bild: picture alliance / dpa

Kleinbus prallt in Calais auf Güterzug

Beim Zusammenstoß eines Kleinbusses mit einem Güterzug am Kanaltunnel im französischen Calais sind 19 Menschen verletzt worden. Der Bus transportierte Lkw-Fahrer, deren Lastzüge per Bahn nach Großbritannien gebracht werden.

Fünf Menschen schwer verletzt

Nach Angaben der Präfektur gab es keine Todesopfer und niemand schwebte in Lebensgefahr. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz.

Der Bus rammte am Tunneleingang auf Höhe des Bahnsteigs einen stehenden Güterzug. Die Insassen erlitten Verletzungen an Beinen und Kopf; fünf Menschen wurden schwer verletzt.

Bahnverkehr in beide Richtungen unterbrochen

Der Verkehr durch den Kanaltunnel wurde in beiden Richtungen unterbrochen. Auch die letzten Eurostar-Züge des Tages zwischen London und Paris konnten ihre Fahrt durch den Eurotunnel nicht beginnen.

Der Kanaltunnel verbindet Frankreich und Großbritannien unter dem Ärmelkanal. Über die Verbindung werden sowohl Personenzüge als auch Lastzüge transportiert.

Der Unfall ereignete sich an einem besonders sensiblen Verkehrsknotenpunkt: Am Kanaltunnel werden Lastzüge auf Eisenbahnwaggons verladen und durch den Tunnel zwischen Frankreich und Großbritannien transportiert. Die Lkw-Fahrer reisen dabei in einem separaten Shuttlebus mit.

Der Vorfall betrifft deshalb nicht nur die Rettungsarbeiten, sondern auch den grenzüberschreitenden Güter- und Personenverkehr. Eine Unterbrechung an den Zufahrten kann die Abfertigung der Lastzüge ebenso verzögern wie Eurostar-Verbindungen zwischen London und dem europäischen Festland. Für Reisende und Speditionen können daraus Wartezeiten, verpasste Anschlüsse und Ausweichverkehre entstehen.

Verkehrsknoten mit großer Bedeutung

Der Kanaltunnel verbindet Folkestone und Calais auf einer zentralen Verbindung zwischen dem Vereinigten Königreich und Kontinentaleuropa. Anders als bei einem gewöhnlichen Bahnübergang treffen dort Straßenverkehr, Verladeanlagen, Zugbetrieb und umfangreiche Sicherheitsabläufe unmittelbar aufeinander.

Die Zahl der Verletzten und die gemeldeten schweren Verletzungen erklären den Einsatz zahlreicher Rettungskräfte. Zugleich steht nach einem solchen Zusammenstoß zunächst die medizinische Versorgung im Vordergrund; die Wiederaufnahme des Verkehrs hängt von der Unfallaufnahme, der Prüfung der Infrastruktur und der Freigabe der betroffenen Anlagen ab.

Folgen für Reisende und Logistik

Die Unterbrechung in beiden Richtungen kann sich auf mehrere Verkehrsarten auswirken. Besonders betroffen sind Lastwagen, deren Fahrer den Zugtransport nutzen, sowie Eurostar-Passagiere auf der Verbindung zwischen London und Paris.

Für die weitere Abwicklung sind vor allem die Dauer der Sperrung und die technische Prüfung des Güterzugs und der Tunnelzufahrt entscheidend. Eine konkrete Ursache des Zusammenstoßes und ein Zeitpunkt für die vollständige Rückkehr zum regulären Betrieb werden in der Meldung nicht genannt.

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