A96 bei Buchloe: Zwei Tote nach Reisebus-Unfall auf dem Weg zum Oktoberfest
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 12:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei Buchloe im Ostallgäu sind zwei Menschen gestorben, als ein Reisebus auf dem Weg zum Münchner Oktoberfest von der A96 abkam und umkippte.
Viele Verletzte nach Unfall am Morgen
Der Bus war gegen 6.00 Uhr in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Er kippte am Fahrbahnrand um und blieb am Waldrand liegen; weitere Fahrzeuge waren nicht beteiligt.
Sechs Menschen wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht, einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr. Zwei weitere Verletzte kamen mit Rettungswagen in Kliniken. In einer Sammelstelle versorgten die Einsatzkräfte zunächst 22 Menschen, von denen mehrere anschließend ebenfalls in Krankenhäuser gebracht wurden.
Rund 35 Passagiere an Bord
Bei der Reisegruppe handelte es sich nach Angaben der Polizei um philippinische Staatsangehörige, die von Mailand nach München unterwegs war. Zwei Busfahrer begleiteten die Gruppe und blieben unverletzt; der Fahrer zur Unfallzeit hatte die italienische Staatsangehörigkeit.
Zunächst war von einer Fahrt von Zürich nach Mailand und von mehr Passagieren die Rede gewesen. Nach aktuellem Stand saßen rund 35 Menschen im Bus, die endgültige Zahl muss noch ermittelt werden.
A96 in beide Richtungen gesperrt
Für Rettung und Bergungsarbeiten wurde die Autobahn in beiden Richtungen voll gesperrt. Rund 130 Feuerwehrleute, 130 Sanitäter und etwa 20 Polizisten waren im Einsatz.
Die Unfallursache ist offen. Die Staatsanwaltschaft ließ ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag geben; konkrete Angaben zur Ursache und zur Identität der Opfer lagen zunächst nicht vor.
Weitere schwere Busunfälle
Unfälle mit Reisebussen können wegen der Zahl der Insassen besonders viele Verletzte zur Folge haben. Bei einem Busunfall in der Schweiz starben im September fünf Menschen; bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau wurden 30 Menschen verletzt, darunter 15 Businsassen.
Schwerer Einsatz auf wichtiger Verkehrsroute
Der Unfall ereignete sich auf der A96, einer zentralen Verbindung zwischen dem Bodenseeraum, dem Allgäu und München. Dass der Bus ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge von der Fahrbahn abkam, macht die Klärung der technischen und fahrerischen Ursachen besonders wichtig. Das von der Staatsanwaltschaft beauftragte unfallanalytische Gutachten soll dazu belastbare Erkenntnisse liefern.
Die Größenordnung des Einsatzes zeigt die besonderen Anforderungen bei einem Reisebusunglück: Viele Menschen können gleichzeitig verletzt werden, während die Rettungskräfte zunächst den Bus sichern, die Insassen erfassen und die Verletzten nach Dringlichkeit versorgen müssen. Die Vollsperrung in beide Richtungen ist deshalb neben der Rettung auch für die Bergung und Unfallaufnahme erforderlich.
Bedeutung für internationale Reisegruppen
Die betroffene Gruppe war international unterwegs und wollte von Mailand zum Oktoberfest nach München reisen. Für Angehörige und Reiseveranstalter stehen nun die Identifizierung der Opfer, die Information der Familien und die Betreuung der Verletzten im Mittelpunkt. Bei ausländischen Reisenden kommen dabei sprachliche, konsularische und organisatorische Aufgaben hinzu.
Für den Verkehr auf der A96 können die Sperrung und die Bergungsarbeiten erhebliche Verzögerungen verursachen. Unabhängig von der späteren Unfallursache verdeutlicht der Fall, wie schnell eine einzelne Abweichung von der Fahrbahn bei einem voll besetzten Reisebus weitreichende Folgen für Passagiere, Rettungsdienste und den überregionalen Verkehr haben kann.
n-tv: „Zwei Tote und mehrere Verletzte bei Reisebusunfall auf A96“ (27.09.2026)
Der Bericht bestätige den Unfall am frühen Morgen auf der A96 bei Buchloe sowie zwei Todesfälle und mehrere Verletzte. Er setze den Schwerpunkt auf den zunächst bekannten Stand und nenne eine abweichende vorläufige Passagierzahl; die späteren Angaben zur Reisegruppe, zum Fahrtziel und zum Rettungseinsatz konkretisiere der dpa-Bericht.
