Austrian Airlines, Bombendrohung

Austrian Airlines leitet Flug mit 57 Menschen nach Sofia um

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 11:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Eine Maschine von Austrian Airlines ist auf dem Weg von Tel Aviv nach Wien wegen einer Bombendrohung nach Sofia umgeleitet worden. Nach der Durchsuchung konnten Passagiere und Crew ihre Reise fortsetzen.

Flug OS82 erreicht Wien nach Sofia-Stopp

  • Die Maschine kehrte nahe der bulgarisch-rumänischen Grenze um und steuerte Sofia an.
  • Bulgarische Kampfjets begleiteten den Flug bis zur sicheren Landung.
  • An Bord waren 51 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder.
  • Nach der Untersuchung setzte das Flugzeug den Flug in der Nacht auf Montag fort.
Die Maschine der Austrian Airlines war eigentlich auf dem Weg nach Wien. (Archivbild) - Bild: Georg Hochmuth/APA/dpa

Austrian-Airlines-Flug landet nach Drohung in Sofia

Eine Austrian-Airlines-Maschine ist auf dem Weg von Tel Aviv nach Wien wegen einer Bombendrohung nach Sofia umgeleitet worden. Nach der Durchsuchung von Flugzeug, Besatzung und Passagieren wurde keine Gefährdung festgestellt.

Flugzeug kehrt nahe Grenze um

Der Flug mit 51 Passagieren und sechs Crewmitgliedern war am Sonntag in Tel Aviv gestartet. Als die Maschine das Gebiet der bulgarisch-rumänischen Grenze erreicht hatte, kehrte sie um und nahm Kurs auf die bulgarische Hauptstadt.

Nach Angaben des bulgarischen Verkehrsministeriums gab die Maschine ein Signal wegen einer Bombenbedrohung ab. Bulgarische Kampfjets begleiteten den Flug anschließend bis zur Landung in Sofia.

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Entwarnung nach der Kontrolle

Das Flugzeug konnte sicher in Sofia landen und wurde dort zusammen mit der Besatzung und den Passagieren untersucht. Nach der Entwarnung setzten die Passagiere in der Nacht auf Montag den Flug nach Wien fort.

Weiterer Vorfall mit Ziel Tel Aviv

Bereits am 30. September hatte es auf einem Flug von Dubai nach Tel Aviv einen schweren Zwischenfall gegeben. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen soll der Copilot den Piloten mit einer Axt angegriffen und einen Selbstmordanschlag geplant haben.

Der indische Kapitän konnte trotz schwerer Verletzungen die Cockpittür öffnen. Passagiere überwältigten den Angreifer, anschließend brachte eine zweite Besatzung die stark abgesackte Maschine im saudi-arabischen Tabuk zur Landung.

Der Vorfall zeigt, wie schnell eine Drohung gegen einen Linienflug internationale Sicherheitsabläufe auslösen kann. Die Maschine war auf einer Verbindung zwischen Israel und Österreich unterwegs und befand sich bereits nahe der bulgarisch-rumänischen Grenze, als sie den Kurs änderte. Mit der Landung in Sofia übernahm Bulgarien die unmittelbare Kontrolle über die Sicherheitsmaßnahmen.

Für die Passagiere bedeutete das zunächst eine Unterbrechung der Reise, eine Untersuchung der Maschine und zusätzliche Kontrollen. Dass der Flug nach der Durchsuchung mit allen Passagieren und Besatzungsmitgliedern fortgesetzt werden konnte, begrenzte die unmittelbaren Folgen. Zugleich verdeutlicht der Einsatz bulgarischer Kampfjets, dass eine Bombendrohung im Luftverkehr nicht nur als Angelegenheit der Fluggesellschaft behandelt wird.

Sicherheitslage auf Israel-Verbindungen

Flüge mit Bezug zu Israel stehen seit längerem unter erhöhter Aufmerksamkeit. Die Route verbindet Tel Aviv mit einem europäischen Drehkreuz und führt durch den Luftraum mehrerer Staaten. Dadurch müssen Airline, Flugsicherung, Militär und Sicherheitsbehörden eng zusammenarbeiten, sobald ein Notsignal oder eine konkrete Drohung eingeht.

Für den Luftverkehr sind solche Fälle auch dann relevant, wenn sich eine Drohung nicht bestätigt. Sie können Umleitungen, Verspätungen, zusätzliche Abfertigung und eine Neubewertung von Abläufen zur Folge haben. Der im dpa-Bericht erwähnte schwere Vorfall auf einem anderen Flug nach Tel Aviv unterstreicht zusätzlich, dass Sicherheitsereignisse auf dieser Strecke derzeit besondere Aufmerksamkeit erhalten.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ZDFheute: „Austrian Airlines: Entwarnung nach Drohung auf Flug nach Wien“ (19.10.2026)

Der Beitrag bestätigte die Umleitung nach Sofia, die Zahl der Menschen an Bord und die spätere Entwarnung. Er hob zusätzlich hervor, dass der Flug mit allen Passagieren und Besatzungsmitgliedern noch in der Nacht Wien erreicht habe.

tagesschau: „Flugzeug wegen Bombendrohung in Bulgarien notgelandet“ (19.10.2026)

Der Bericht bestätigte die Notlandung und die Durchsuchung der Maschine. Anders als der spätere Bericht über die Entwarnung stellte er zunächst die noch offenen Hintergründe und die Einrichtung eines Krisenstabs in den Mittelpunkt.

Beide Beiträge stimmten beim Ablauf und bei den Passagierzahlen überein. Unterschiede ergaben sich vor allem aus dem Zeitpunkt der Veröffentlichung: Während der frühe Bericht offene Fragen betonte, stellte der spätere Beitrag die sichere Fortsetzung des Fluges heraus.

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