Athen: Zwei Tote nach mutmaßlicher Gasexplosion in Plaka geborgen
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 11:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNach einer schweren Explosion in einem Haus in der Athener Altstadt Plaka sind zwei Leichen geborgen worden; vier Menschen werden noch vermisst.
Älteres Ehepaar und US-Amerikaner vermisst
Bei den Toten handelt es sich um einen Mann und eine Frau, die zunächst noch nicht offiziell identifiziert waren. In dem dreistöckigen Gebäude soll ein älteres Ehepaar gelebt haben; außerdem waren in einer Ferienwohnung im ersten Stock vier US-amerikanische Staatsbürger untergebracht, zwei Männer und zwei Frauen.
Das Haus war am Freitagmorgen gegen 7.30 Uhr nach einer heftigen Explosion eingestürzt. Ein Feuer brach ebenfalls aus. Ein Passant wurde durch herumfliegende Trümmer leicht verletzt, zwei Frauen aus einem Nachbarhaus gerettet und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Bergung wegen Einsturzgefahr erschwert
Die Rettungskräfte kommen bei der Suche nur langsam voran. Nach wie vor stehen Mauern, die einstürzen könnten; zudem sind benachbarte Gebäude gefährdet.
Bei der Suche nach der Ursache konzentrieren sich die Experten auf ein mögliches Gasleck. Anwohner wollen bereits vor der Explosion Gasgeruch wahrgenommen haben. Die Ermittlungen dauern an.
Historisches Viertel mit hoher Besucherzahl
Plaka liegt im Zentrum Athens unterhalb der Akropolis und gehört zu den meistbesuchten Bereichen der griechischen Hauptstadt. Die engen, historischen Straßen verbinden Wohnhäuser, Geschäfte und Unterkünfte für Kurzzeitgäste. Nach der Explosion wurden angrenzende Gebäude ebenfalls kontrolliert, weil ihre Stabilität nicht sicher war.
Der Einsatz konzentriert sich deshalb nicht nur auf die Suche nach Vermissten. Feuerwehr und Spezialeinheiten müssen zugleich verhindern, dass weitere Gebäudeteile einstürzen und Einsatzkräfte, Anwohner oder Passanten gefährdet werden. Das erklärt, warum die Bergung in einem dicht bebauten Altstadtviertel langsam vorankommt.
Ursache und Folgen bleiben offen
Ein mögliches Gasleck steht im Mittelpunkt der Ermittlungen. Eine abschließende Ursache ist damit noch nicht festgestellt. Für die betroffenen Familien und die Sicherheitsbehörden ist zunächst entscheidend, ob sich weitere Menschen unter den Trümmern befinden und ob benachbarte Häuser geräumt oder gesperrt werden müssen.
Die Explosion ereignete sich am frühen Morgen, als die schmalen Gassen vergleichsweise wenig belebt waren. Dennoch können Schäden an Fenstern, Fahrzeugen und Nachbargebäuden die Bewegungsfreiheit in dem touristisch stark frequentierten Viertel beeinträchtigen. Die weiteren Ermittlungen dürften neben der Explosionsursache auch den baulichen Zustand des Hauses und mögliche Sicherheitsmängel in den Blick nehmen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: „Explosion im Herzen Athens: Wohngebäude stürzt ein, mehrere Menschen vermisst“ (25.09.2026)
Der Bericht beschreibe die Lage am Hadrianstor und hebe hervor, dass Einsatzkräfte neben dem eingestürzten Gebäude auch die angrenzenden Bauten kontrollierten. Er nenne zunächst drei gesuchte ausländische Touristen und ein älteres Ehepaar sowie drei Leichtverletzte; damit bestätige er den Großeinsatz, während die spätere Zahl der Vermissten und die geborgenen Toten in dem dpa-Bericht den weiteren Verlauf prägten.
DER SPIEGEL: „Griechenland: Heftige Explosion in Athen – Haus teilweise eingestürzt“ (25.09.2026)
Der Artikel stelle die Schäden im touristischen Altstadtviertel in den Mittelpunkt und berichte von einem verletzten Passanten, zwei geretteten Frauen sowie beschädigten Fenstern und Autos. Als Ursache werde ebenfalls ein mögliches Gasleck genannt; offen bleibe auch dort die endgültige Klärung der Explosionsursache.
Beide Berichte bestätigten Explosion, Einsturz, Rettungseinsatz und den Gasleck-Verdacht. Euronews betone stärker die Suche und die Gefährdung benachbarter Gebäude, während der SPIEGEL die Auswirkungen auf das Umfeld und die frühe Einsatzlage hervorhebe.
