Angela Merkel, Bode-Museum

Angela Merkel signiert Porträt-Postkarten im Bode-Museum – lange Schlange auf der Museumsinsel

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 16:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Drei Monate nach der Enthüllung ihres Porträts hat Angela Merkel im Berliner Bode-Museum Kunstpostkarten mit dem Gemälde signiert. Rund 450 Tickets waren für die Aktion vergeben worden, die Ausstellung bleibt bis Januar 2027 geöffnet.

  • Merkel signiert Kunstpostkarten im Bode-Museum neben dem Maler ihres dort ausgestellten Porträts, Jérémie Queyras.  - Bild: Carsten Koall/dpa
    Merkel signiert Kunstpostkarten im Bode-Museum neben dem Maler ihres dort ausgestellten Porträts, Jérémie Queyras. - Bild: Carsten Koall/dpa
  • 450 Tickets waren für die Signieraktion verkauft worden. - Bild: Carsten Koall/dpa
    450 Tickets waren für die Signieraktion verkauft worden. - Bild: Carsten Koall/dpa
Merkel signiert Kunstpostkarten im Bode-Museum neben dem Maler ihres dort ausgestellten Porträts, Jérémie Queyras.  - Bild: Carsten Koall/dpa 450 Tickets waren für die Signieraktion verkauft worden. - Bild: Carsten Koall/dpa

Drei Monate nach der Enthüllung ihres Porträts hat die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel im Berliner Bode-Museum Kunstpostkarten mit dem Gemälde signiert.

Lange Schlange vor dem Museum

Vor dem Signiertisch bildete sich eine Schlange, die bis zum Eingang des Museums reichte. Einige Besucherinnen und Besucher warteten nach eigenen Angaben ausschließlich auf den Besuch der Ausstellung.

Nach Angaben eines Museumssprechers standen insgesamt rund 450 Tickets für die Signierstunde zur Verfügung. Etwa 300 Karten konnten vorab gebucht werden und waren innerhalb weniger Stunden vergeben.

Porträt mit Künstler im Hintergrund

Merkel signierte an einem Tisch, hinter dem das Porträt zu sehen war. Neben ihr saß der Maler Jérémie Queyras.

Ausstellung bis Januar verlängert

Seit der Enthüllung des Gemäldes Ende Juni haben sich die Besucherzahlen des Museums nach Angaben der Einrichtung nahezu verdoppelt. Ursprünglich sollte das Porträt nur bis Anfang Oktober gezeigt und anschließend als Leihgabe an das Bundeskanzleramt gegeben werden.

Die Ausstellung wurde inzwischen bis zum 3. Januar 2027 verlängert. Queyras stammt aus einer Freiburger Musikerfamilie und hatte sich 2022 handschriftlich bei Merkel beworben.

Merkel wollte Abstand gewinnen

Das Bild zeigt die frühere Kanzlerin in einem leuchtend blauen Blazer vor einem goldbraunen Hintergrund. Sie ist stehend bis zu den Knien dargestellt und legt eine Hand auf die Lehne eines Stuhls.

Bei der Enthüllung hatte Merkel erklärt, sie habe sich mit dem Porträt Zeit lassen wollen. Sie habe Abstand gebraucht; das Bild habe kein Punkt auf einer abzuarbeitenden To-do-Liste sein sollen, sondern ein Vorgang, an dem sie Freude habe. Merkel war von 2005 bis 2021 Bundeskanzlerin.

Ein Porträt mit politischer Nachgeschichte

Das Gemälde steht nicht nur für eine persönliche Würdigung Angela Merkels, sondern auch für den Umgang mit politischer Geschichte. Als Bundeskanzlerin prägte sie Deutschland von 2005 bis 2021 und wurde damit zu einer der am längsten amtierenden Regierungschefinnen des Landes. Ein offizielles Porträt macht diese Amtszeit dauerhaft sichtbar und ordnet sie zugleich in die Erinnerungskultur staatlicher Institutionen ein.

Die ungewöhnlich lange Suche nach einem Künstler verweist auf den besonderen Charakter des Vorhabens. Merkel hatte erklärt, sie habe Abstand gebraucht und das Bild nicht als bloßen Verwaltungsvorgang behandeln wollen. Das Ergebnis unterscheidet sich von einer klassischen Darstellung im Amt: Die frühere Kanzlerin trägt einen leuchtend blauen Blazer, steht vor einem goldbraunen Hintergrund und ist bis zu den Knien dargestellt.

Mehr Aufmerksamkeit für das Museum

Die verlängerte Ausstellung bis zum 3. Januar 2027 erhöht die öffentliche Zugänglichkeit des Porträts. Dass sich die Besucherzahlen nach der Enthüllung nahezu verdoppelt haben, zeigt die Verbindung von politischer Prominenz und kultureller Vermittlung. Für Besucherinnen und Besucher bietet die Präsentation damit weiterhin die Möglichkeit, das Bild im Original zu sehen und zugleich das Bode-Museum auf der Museumsinsel zu besuchen.

Die Signierstunde macht außerdem sichtbar, dass das Interesse über die reine Ausstellung hinausreicht. Rund 450 Tickets und eine innerhalb weniger Stunden ausverkaufte Vorab-Buchung belegen die starke Nachfrage nach einer persönlichen Begegnung. Die Aktion verbindet damit ein öffentliches Kunstereignis mit einem Moment politischer Erinnerung.

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