Hamburg, Deutschland

Kripobeamtin: Hielten Gefahr für Christina Block für möglich

12.03.2026 - 12:35:58 | dpa.de

An Silvester 2023/24 wurden die Block-Kinder vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark entführt. Was geschah danach? Eine Kripobeamtin schildert das Vorgehen der Hamburger Polizei.

Nach der Entführung der Kinder von Christina Block sah die Hamburger Polizei nach Angaben einer Zeugin zunächst eine Gefährdungslage für die Mutter. - Foto: Marcus Brandt/Pool dpa/dpa
Nach der Entführung der Kinder von Christina Block sah die Hamburger Polizei nach Angaben einer Zeugin zunächst eine Gefährdungslage für die Mutter. - Foto: Marcus Brandt/Pool dpa/dpa

In den ersten Stunden nach der Entführung der Block-Kinder vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark hielt die Hamburger Polizei zunächst auch eine Gefahr für Christina Block für möglich. Sie habe am 1. Januar 2024 gegen Mittag von der dänischen Polizei den Auftrag erhalten, die Mutter über die Entführung zu informieren, sagte eine Kriminalbeamtin als Zeugin im Prozess vor dem Hamburger Landgericht. Man habe Christina Block aber weder an ihrer Anschrift noch im zur Block-Familie gehörenden Hotel «Grand Elysée» angetroffen. 

«Da es sich um eine vermögende Familie handelt, haben wir eine Gefährdungslage gesehen», erklärte die 33-jährige Beamtin. Ein Tatverdacht habe sich erst ergeben, als in den Navigationsgeräten von zwei Mietfahrzeugen, die die mutmaßlichen Entführer am Flughafen zurückgegeben hatten, die Adresse des Elysées entdeckt worden war. 

An jenem Neujahrstag waren die beiden Block-Kinder, damals 10 und 13 Jahre alt, von den Entführern zu einem Bauernhof in Baden-Württemberg gebracht worden. Von dort holte Christina Block sie nach eigenen Angaben nach Hamburg. Der Unternehmerin wird vorgeworfen, einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur Entführung gegeben zu haben. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet dies.

Die 52-Jährige führt seit Jahren einen erbitterten Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel um die beiden jüngsten der vier gemeinsamen Kinder. Die Kinder waren im Sommer 2021 nicht wie vereinbart nach einem Wochenendbesuch bei ihrem Vater in Dänemark nach Hamburg zurückgekehrt.

Verteidiger: Christina Block handelte ohne Vorsatz

Blocks Verteidiger, Ingo Bott, wertete die Aussage der Kripo-Beamtin als Bestätigung, dass seine Mandantin ohne Vorsatz gehandelt und damit auch keine Straftat begangen habe. Sie habe die Silvesternacht im Hotel gefeiert und danach zu Hause ausgeschlafen. «Das widerspricht einem Tatplan», sagte Bott. Die Polizei hätte sie am Morgen des 1. Januar finden können. «Es hätte all das nicht funktionieren können, wenn die Polizei ihren Job gemacht hätte», erklärte der Verteidiger mit Blick auf den Vorwurf, Christina Block habe den Auftrag zur Entführung erteilt.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
de | unterhaltung | 68662655 |

Weitere Meldungen

Paul Janke wird noch einmal zum Bachelor. Interessierte Frauen können sich bereits bewerben – der alte und neue Bachelor zeigt sich «komplett offen». Comeback mit 44: Der Ur-Bachelor Paul Janke sucht im TV erneut die große Liebe. (Unterhaltung, 29.04.2026 - 22:08) weiterlesen...

Jan Fedders Witwe findet wertvollen Oldtimer aus «Das Boot» Über sieben Jahre nach dem Tod Hamburger Schauspielers Jan Fedder ist ein berühmter Oldtimer aufgetaucht, der 46 Jahre lang unberührt in einer Garage stand - weil der Schlüssel für den Raum weg war. (Unterhaltung, 29.04.2026 - 14:41) weiterlesen...

Was Sie zur Bahn-Baustelle Hamburg–Hannover wissen sollten. Was genau auf sie zukommt. Ab Freitag Bus statt Bahn, Umwege und Geduld: Die Bauarbeiten auf einer der meistbefahrenen Strecken Deutschlands stellen Pendler und Reisende vor echte Herausforderungen. (Wirtschaft, 29.04.2026 - 04:30) weiterlesen...

Mutmaßlicher Block-Entführer: «Das war schon eine Drohung». Der 35-Jährige sagt den zweiten Tag vor dem Landgericht aus. Die Verteidiger wollen viele Details wissen. Der Zeuge soll bei der Entführung der Block-Kinder eines der Tatfahrzeuge gesteuert haben. (Unterhaltung, 28.04.2026 - 13:39) weiterlesen...

Mutmaßlicher Entführer: Block gab uns Schal und Spielzeug. Der 35-Jährige sagt zum zweiten Mal als Zeuge im Prozess aus. Die Verteidiger haben viele Fragen. Er soll bei der Entführung der Block-Kinder Fahrer eines Autos gewesen sein. (Unterhaltung, 28.04.2026 - 11:42) weiterlesen...

Mutmaßlicher Block-Entführer: «Wir waren enttäuscht». Vor dem Landgericht Hamburg erzählt er als Zeuge seine Version der Tat. Der 35-Jährige ist Bauingenieur in Israel – doch er soll in die Entführung der Block-Kinder aus Dänemark verwickelt sein. (Unterhaltung, 27.04.2026 - 17:16) weiterlesen...