Amelia Earhart, Nikumaroro

Amelia Earhart: Expedition findet statt Flugzeugwrack Baumstämme

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 07:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Eine Expedition der Purdue University und des Archaeological Legacy Institute hat auf Nikumaroro keinen direkten Nachweis für Amelia Earhart gefunden. Das Taraia-Objekt erwies sich als Ansammlung angespülter Bäume, neue Artefakte werden nun untersucht.

Funde auf Nikumaroro bleiben offen

  • Die Expedition untersuchte Anfang Oktober das Taraia-Objekt auf dem Nikumaroro-Atoll in Kiribati.
  • Das rund 76 Zentimeter lange Stahlrohr gehört zu den neu entdeckten Artefakten in der Lagune.
  • Historische Funkpeilungen und Funde aus den 1930er Jahren stützen weiterhin die Schiffbrüchigen-Hypothese.
  • Die Purdue University will die Suche nach Earharts Flugzeugwrack fortsetzen.
  • Das Rätsel um den Verbleib von Amelia Earhart und ihrer Lockheed Electra 10E bleibt weiter ungelöst.(Archivbild) - Bild: Uncredited/AP/dpa
  • Amelia Earhart war eine der bekanntesten Flugpionierinnen überhaupt. (Archivbild) - Bild: Zuma Press/dpa
Das Rätsel um den Verbleib von Amelia Earhart und ihrer Lockheed Electra 10E bleibt weiter ungelöst.(Archivbild) - Bild: Uncredited/AP/dpa Amelia Earhart war eine der bekanntesten Flugpionierinnen überhaupt. (Archivbild) - Bild: Zuma Press/dpa

Amelia Earharts Spur endet vorerst bei Baumstämmen

Eine Expedition zur Suche nach Amelia Earharts verschollenem Flugzeug ist ohne den erhofften Durchbruch geblieben. Das auf Satellitenbildern auffällige Taraia-Objekt auf dem Nikumaroro-Atoll in Kiribati erwies sich als Ansammlung angespülter Baumstämme.

Expedition untersucht Satellitenbild

Wissenschaftler der Purdue University und ein Team des Archaeological Legacy Institute waren Anfang Oktober zu dem abgelegenen Atoll aufgebrochen. Sie wollten eine Struktur in der Lagune untersuchen, deren Form und Maße lange als möglicher Hinweis auf Earharts Flugzeug gegolten hatten.

Die Forscher verbrachten sieben Tage in der Nähe des Atolls, davon vier Tage mit Untersuchungen an Land. Die vermeintlich metallisch glänzende Oberfläche des Objekts bestand demnach aus verfestigtem Korallensand.

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Neue Artefakte in der Lagune

Bei den Untersuchungen entdeckten die Teams verschiedene Artefakte. Dazu gehört ein rund 76 Zentimeter langes Stahlrohr in der Lagune, dessen Bedeutung ebenso wie die der weiteren Funde noch analysiert werden soll.

Earhart war am 2. Juli 1937 bei dem Versuch verschwunden, als erste Frau die Erde zu umrunden. Sie flog mit dem Navigator Fred Noonan in einem silbernen zweimotorigen Flugzeug über dem Pazifik.

Schiffbrüchigen-Hypothese bleibt bestehen

Die Expedition lieferte keinen direkten Beleg für Earharts Anwesenheit auf Nikumaroro. Nach Einschätzung der Forscher bekräftigt sie jedoch die Schiffbrüchigen-Hypothese, wonach Earhart und Noonan auf dem Riff des Atolls landeten und dort strandeten.

Für diese Theorie werden historische Funkpeilungen, Fotos, Satellitenbilder und Gegenstände angeführt, die auf der Insel gefunden wurden. Dazu zählen ein Damenschuh, ein Etui, ein Gefäß für Sommersprossencreme und eine Arzneiflasche aus den 1930er Jahren.

Suche soll fortgesetzt werden

Auch menschliche Knochen, die 1940 auf Nikumaroro entdeckt wurden, werden in diesem Zusammenhang diskutiert. Eine Analyse aus dem Jahr 2018 kam zu dem Schluss, dass sie wahrscheinlich von einer Frau mit Earharts Körpergröße stammen könnten.

Die Purdue University kündigte an, die Suche fortzusetzen. Das Flugzeugwrack wurde bei der Expedition nicht gefunden, die neuen Artefakte sollen jedoch weitere Hinweise liefern.

Amelia Earharts Verschwinden gehört zu den bekanntesten ungelösten Rätseln der Luftfahrtgeschichte. Die US-Pilotin war am 2. Juli 1937 gemeinsam mit ihrem Navigator Fred Noonan über dem Pazifik verschwunden, als sie die Erde umrunden wollte.

Nikumaroro, ein abgelegenes Atoll im heutigen Kiribati, steht seit Jahrzehnten im Mittelpunkt der sogenannten Schiffbrüchigen-Hypothese. Sie besagt, dass Earhart und Noonan nicht sofort ins Meer stürzten, sondern auf dem Riff notlandeten und anschließend auf der Insel strandeten.

Warum Nikumaroro im Fokus bleibt

Für diese Annahme sprechen nach Darstellung der Forscher historische Funkpeilungen, Bildmaterial und verschiedene Funde aus den 1930er Jahren. Dazu zählen unter anderem ein Damenschuh, ein Behälter und eine Arzneiflasche. Auch menschliche Knochen, die 1940 entdeckt wurden, werden weiterhin im Zusammenhang mit Earhart diskutiert.

Die Expedition beseitigte nun eine besonders auffällige Spur, lieferte aber zugleich weitere Ansatzpunkte. Das Taraia-Objekt war kein Flugzeugwrack; der Fund eines Stahlrohrs und anderer Artefakte soll jedoch weiter untersucht werden.

Weitere Suche mit begrenzter Aussicht

Ein direkter Nachweis wäre wissenschaftlich und historisch bedeutsam, bleibt aber schwierig: Nikumaroro liegt abgelegen, das Wrack könnte unter Wasser liegen oder durch Korrosion und Sedimente stark verändert worden sein. Die angekündigte Fortsetzung der Suche dürfte deshalb vor allem von der Auswertung der neuen Funde und von gezielten Untersuchungen an Land und in der Lagune abhängen.

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