Aletschgletscher: Wie der grösste Gletscher der Alpen Fiesch prägt
20.05.2026 - 05:00:12 | ad-hoc-news.deWer vom Aussichtspunkt über Fiesch in die Weite des Wallis blickt, sieht ihn wie einen erstarrten Fluss aus Eis: den Aletschgletscher. Der Grosser Aletschgletscher (wörtlich „grosses Aletsch-Eisfeld“) wälzt sich in mächtigen Kurven durch ein Hochgebirgstal – ein Naturmonument, das zugleich atemberaubend schön und ein Mahnmal des Klimawandels ist.
Aletschgletscher: Das ikonische Wahrzeichen von Fiesch
Der Aletschgletscher ist mit rund 20 km Länge der grösste und volumenreichste Gletscher der Alpen. Er liegt im Kanton Wallis im Süden der Schweiz und dominiert das Panorama der sogenannten Aletsch Arena oberhalb von Fiesch, Bettmeralp und Riederalp. Von vielen Aussichtspunkten aus wirkt der Eisstrom wie eine in Zeitlupe erstarrte Welle – zugleich wild und geordnet, mit schmutziggrauen Moränenbändern, tiefen Spalten und einer hellblau schimmernden Oberfläche.
Die Schweizer Tourismusorganisation MySwitzerland beschreibt den Grosser Aletschgletscher als „Herzstück“ des UNESCO-Welterbes „Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch“. Auch die UNESCO selbst bezeichnet die Region als „eine der spektakulärsten Hochgebirgslandschaften der Welt“. Für Fiesch und die umliegenden Dörfer ist der Gletscher nicht nur Kulisse, sondern identitätsstiftendes Wahrzeichen und wichtigste Attraktion.
Für Reisende aus Deutschland ist der Aletschgletscher ein vergleichsweise leicht erreichbarer Blick in die Hochalpen: In wenigen Stunden gelangt man von Frankfurt, München oder Stuttgart in eine Landschaft, die eher an Expeditionsberichte aus Grönland erinnert als an mitteleuropäische Mittelgebirge. Und dennoch ist man hier im Herzen Europas, in einer Region mit guter Infrastruktur, verlässlichem öffentlichen Verkehr und hoher Sicherheitskultur.
Geschichte und Bedeutung von Grosser Aletschgletscher
Gletscher wie der Aletschgletscher sind Relikte der letzten Eiszeit. Geologische Untersuchungen zeigen, dass der Eisstrom in der sogenannten „Kleinen Eiszeit“ zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert deutlich weiter ins Tal reichte als heute. Historische Berichte aus dem Wallis schildern, wie die Gletscherzungen damals Alpen und Wege bedrohten und die Bevölkerung mit Sorge auf das vorrückende Eis blickte. Heute ist es umgekehrt: Der Gletscher zieht sich zurück, und Forscher warnen vor den Folgen für Wasserhaushalt, Landschaft und Tourismus.
Gemäss Angaben der UNESCO und des Schweizer Bundesamts für Umwelt hat der Aletschgletscher seit Mitte des 19. Jahrhunderts mehrere Kilometer an Länge verloren. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich dieser Rückzug deutlich beschleunigt. Die Schweizer Gletscherforscher der ETH Zürich und die Glaziologen der „Glacier Monitoring in Switzerland“ (GLAMOS) dokumentieren regelmässig den Schwund: Die Eisdicke nimmt ab, die Zunge zieht sich bergwärts zurück, neue Seen entstehen im Vorfeld des einst mächtigen Eisstroms.
Die Welterbestätte „Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch“ wurde 2001 in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen und 2007 erweitert. Sie umfasst eine Fläche von über 800 km², darunter die Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau, weite Gletscherflächen und alpine Lebensräume mit aussergewöhnlicher Artenvielfalt. Der Grosser Aletschgletscher ist dabei das sichtbarste Symbol dieses Welterbes. Für die UNESCO steht die Region exemplarisch für Prozesse der Gebirgsbildung, für die Wechselwirkung von Klima und Gletscher sowie für eine traditionelle Alpenkultur, die sich an diese Bedingungen angepasst hat.
Für das Wallis spielt der Gletscher auch kulturell eine wichtige Rolle. In lokalen Sagen gilt das Eismeer als Grenzraum zwischen bewohnter Welt und „Wilden Bergen“. Alte Handelswege und Säumerpfade führten an seinem Rand vorbei, und noch heute erzählen Bergführer in Fiesch und den Nachbardörfern Geschichten von frühen Übergängen, verlorenen Wegen und spektakulären Bergtouren. Reiseführer wie „GEO Saison“, „Merian Schweiz“ und das „ADAC Reisemagazin“ ordnen den Aletschgletscher regelmässig als eine der eindrucksvollsten Natursehenswürdigkeiten des Landes ein.
Auch die Geschichte des Tourismus ist eng mit dem Gletscher verknüpft: Bereits im 19. Jahrhundert zogen die Eislandschaften englische Alpinisten und wohlhabende Gäste aus ganz Europa an. Mit dem Ausbau der Bahnlinien ins Wallis und der späteren Erschliessung der autofreien Ferienorte Bettmeralp und Riederalp sowie der Bergbahnen von Fiesch wurde der Aletschgletscher zu einem demokratischen Naturerlebnis – zugänglich für Familien, Wanderer und Tagesausflügler.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Der Aletschgletscher selbst ist ein Naturbauwerk: ein von Schwerkraft, Schnee und Zeit geformter „Architekt“. Doch rund um den Gletscher sind auch vom Menschen geschaffene Bauwerke entstanden, die den Zugang ermöglichen und das Erleben strukturieren – allen voran die Bergstationen und Aussichtspunkte der Aletsch Arena sowie das nahe Jungfraujoch.
Die Bergbahnen von Fiesch führen hinauf ins Gebiet Fiescheralp und weiter zu Aussichtspunkten wie Eggishorn. Von hier aus öffnet sich einer der klassischsten Blicke auf den Grosser Aletschgletscher: Ein grosser Bogen aus Eis zieht sich in weitem Schwung durch das Tal, eingefasst von schroffen Felswänden und überragt von Viertausendern wie Aletschhorn und Jungfrau. Die architektonisch klar gestalteten Bergstationen fügen sich meist zurückhaltend in die Landschaft ein, gebaut mit viel Holz, Stein und Glas, um Panoramablicke zu ermöglichen und dennoch vor Wind und Wetter zu schützen.
Wichtige Aussichtspunkte im Einzugsgebiet des Aletschgletschers sind:
- Eggishorn (Fiescheralp): gilt vielen Kennern als „klassischer“ Aletschblick, beliebt bei Fotografen und oft als Titelmotiv in Magazinen wie „National Geographic Deutschland“.
- Hohfluh und Moosfluh (Riederalp): Laut MySwitzerland und der offiziellen Aletsch-Arena-Information bieten sie „unterbrrochene“ oder besser „ununterbrochene“ Sicht auf den Gletscher, in rund 2.200 m Höhe, mit breiten Aussichtsterrassen.
- Bettmerhorn (Bettmeralp): Mit Panorama-Plattform und Informationsangeboten zum Welterbe.
- Jungfraujoch: Von der Berner Seite aus erschlossen, Teil desselben Welterbes, mit Blick auf die Eisbrüche im oberen Einzugsgebiet von Aletschgletscher und Konkordiaplatz.
Besonderes Augenmerk legen Schweizer Fachinstitutionen wie das Alpine Museum der Schweiz und die Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften auf die „Lesbarkeit“ des Gletschers: Moränen, Spalten und Eisbrüche erzählen von der Bewegung des Eisstroms, von Felsstürzen, Klimaschwankungen und der Formung des Reliefs. Informationstafeln der UNESCO-Welterbe-Verwaltung, der Stiftung „Landschaftspark Jungfrau-Aletsch“ und der lokalen Tourismusorganisationen helfen Besucherinnen und Besuchern, diese Zeichen zu verstehen.
In der Kunst hat der Grosser Aletschgletscher seit dem 19. Jahrhundert seinen festen Platz. Maler der Romantik und des frühen Alpinismus – darunter Schweizer und deutsche Künstler – stellten das Walliser Eismeer als Symbol für das Erhabene, für Naturgewalt und Einsamkeit dar. In der Fotografie wurden die typischen Kurven des Gletschers zu Ikonen des Alpenbildes. Moderne Projekte, etwa Langzeitfotografien, dokumentieren den Gletscherrückgang und werden in Ausstellungen und Medienberichten regelmässig gezeigt.
Für deutsche Leser interessant ist auch der Vergleich mit bekannten Alpenzielen: Während viele aus Deutschland den Blick vom Zugspitzplatt oder vom Gletscherfeld am Titlis kennen, wirkt der Aletschgletscher nochmals erheblich wilder und mächtiger. Er ist nicht ein kleines Gletscherfeld, sondern ein eigener „Eisstrom“, der sich über viele Kilometer durch das Gebirge frisst – Dimensionen, die eher an ferne Gebirgsketten erinnern.
Aletschgletscher besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise (inkl. Flug/Bahn/Auto-Optionen ab Deutschland, soweit sinnvoll)
Der Aletschgletscher liegt im südlichen Wallis in der Schweiz. Für Besuche von Fiesch, Bettmeralp, Riederalp oder der Aletsch Arena empfiehlt sich die Anreise über den Kanton Valais/Wallis mit Bahn oder Auto.
Mit der Bahn: Von Deutschland aus führen schnelle ICE- und IC-Verbindungen nach Basel SBB oder Zürich HB. Von dort geht es mit Schweizer Intercity-Zügen via Bern und Visp oder Brig weiter ins Rhonetal. Fiesch verfügt über einen Bahnhof an der Matterhorn-Gotthard-Bahn-Linie zwischen Brig und Andermatt. Die Fahrzeit ab Basel oder Zürich liegt meist zwischen 3,5 und 4,5 Stunden. Von Fiesch aus führen Bergbahnen auf die Fiescheralp und weiter zum Eggishorn. Auch die Anreise über Interlaken, Spiez und Kandersteg mit Autoverlad Lötschberg nach Goppenstein und weiter nach Brig ist möglich.
Mit dem Auto: Aus Süddeutschland führt der Weg meist über Basel, Bern und den Lötschberg-Autoverlad (Kandersteg–Goppenstein) ins Wallis oder über Genf und das Rhonetal. Aus dem Raum München bietet sich die Route via Zürich, Gotthard (Tunnel oder Autoverlad) und Andermatt an. In der Aletsch Arena sind viele Orte (Bettmeralp, Riederalp, Fiescheralp) autofrei; Parkplätze befinden sich im Tal (zum Beispiel in Betten Talstation oder Fiesch). Von dort geht es per Seilbahn ins Hochplateau. Die Schweizer Tourismusorganisation und der Touring Club Schweiz (TCS) empfehlen, sich vorab über Passöffnungen, Winterausrüstung und mögliche Schneekettenpflicht zu informieren.
Mit dem Flugzeug: Der nächstgelegene internationale Grossflughafen ist Zürich. Von dort fährt man mit dem Zug in rund 2,5 bis 3 Stunden über Bern und Brig ins Wallis. Ab Deutschland sind Zürich sowie teilweise Genf und Basel EuroAirport von vielen Flughäfen (zum Beispiel Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin) mit Direktflügen erreichbar. Die Flugzeit beträgt meist 1 bis 1,5 Stunden; im Anschluss ist der Zug in die Region die sinnvollste und ökologisch verträgliche Option.
- Öffnungszeiten (mit Hinweis)
Der Aletschgletscher selbst ist ganzjährig vorhanden, doch die Zugänglichkeit der Aussichtspunkte, Wege und Bergbahnen hängt von Saison und Wetter ab. Bergbahnen wie jene auf die Fiescheralp, Bettmeralp, Riederalp, Moosfluh oder Bettmerhorn verkehren in der Regel sowohl im Winter (Ski- und Wintersportbetrieb) als auch im Sommer (Wander- und Panorama-Saison), mit Zwischensaisons, in denen Revisionen durchgeführt werden.
Da konkrete Betriebszeiten von Bergbahnen und Öffnungszeiten von Restaurants und Besucherzentren regelmässig angepasst werden, sollte man sie kurz vor der Reise direkt bei der offiziellen Aletsch-Arena-Webseite oder den Bergbahn-Unternehmen prüfen. Auch wetterbedingte kurzfristige Schliessungen sind in den Hochalpen möglich.
- Eintritt
Der Zugang zum Aletschgletscher als Naturraum ist grundsätzlich frei; es gibt keine allgemeine „Eintrittsgebühr“ für den Blick auf den Gletscher. Kosten entstehen jedoch für:
- Fahrten mit Bergbahnen (zum Beispiel von Fiesch aufs Eggishorn oder von Betten auf die Bettmeralp und weiter),
- geführte Gletscherwanderungen oder Bergtouren mit staatlich geprüften Bergführern,
- mögliche Eintritte in Ausstellungen oder Museen in der Region.
Die Tarife für Bergbahnen werden in Schweizer Franken (CHF) angegeben und variieren je nach Saison, Strecke und Ermässigung (Halbtax, GA, Gästekarten). Die Preise entsprechen je nach Strecke typischerweise einem Gegenwert von mehreren Dutzend Euro pro Tag für Berg- und Talfahrten. Tagesaktuelle Preise sollten bei den jeweiligen Bahnen oder über die Informationsseiten der Aletsch Arena und MySwitzerland geprüft werden. Wechselkurse schwanken; Reisende aus Deutschland können grob mit einer ähnlichen Grössenordnung wie in Euro rechnen, allerdings ist das Preisniveau in der Schweiz insgesamt höher.
- Beste Reisezeit (Saison, Tageszeit, Andrang)
Der Aletschgletscher kann zu allen Jahreszeiten faszinieren – jede Saison bietet ihren eigenen Charakter:
Sommer (Juli bis September): Dies ist die klassische Wanderzeit. Die Panoramawege rund um Bettmeralp, Riederalp und Fiescheralp sind meist schneefrei, der Blick auf den Gletscher ist klar, und es lassen sich längere Touren mit Höhenwegen und Themenpfaden kombinieren. Gleichzeitig ist dies die Hauptsaison; insbesondere an Wochenenden und in der Ferienzeit kann es auf beliebten Plattformen voller werden.
Herbst (September bis Oktober): Der frühe Herbst bietet oft stabile Hochdrucklagen mit klarer Sicht und intensiven Farben. Die Lärchenwälder beginnen sich goldgelb zu färben, während der Gletscher in kühler Luft besonders blau-weiss leuchtet. Gleichzeitig ist etwas weniger Andrang als im Hochsommer zu erwarten.
Winter (Dezember bis März): Die Aletsch Arena ist ein bekanntes Wintersportgebiet. Skifahrer und Snowboarder geniessen Pisten mit Gletscherblick. Der Gletscher selbst ist meist mit Schnee überzogen, seine Konturen zeichnen sich aber noch ab. Winterwanderwege und Aussichtsplattformen ermöglichen auch ohne Ski eindrückliche Perspektiven. Witterungsbedingt können einzelne Wege oder Plattformen gesperrt sein.
Frühling (April bis Juni): Zwischen Schneeresten und ersten Blüten zeigt sich die Landschaft im Wandel. In höheren Lagen liegen oft noch Schneefelder, während im Tal bereits Frühling herrscht. Wegverhältnisse sollten in dieser Zeit besonders sorgfältig geprüft werden.
Für Tagesbesuche empfehlen lokale Kenner, früh aufzubrechen: Morgens ist das Licht weich, die Luft klar, und das Risiko von nachmittäglichen Gewittern im Hochsommer ist geringer. Zudem sind die Bergbahnen und Aussichtspunkte am Vormittag meist weniger frequentiert.
- Praxis-Tipps: Sprache vor Ort, Zahlung, Trinkgeld, Ausrüstung, Fotografieregeln
Sprache: Im Wallis wird auf der Südseite der Alpen überwiegend Schweizerdeutsch und Hochdeutsch gesprochen, in manchen Gebieten auch Französisch. In der Aletsch Arena sind Deutsch und Schweizerdeutsch klar dominierend; Englisch wird im touristischen Umfeld (Hotels, Bergbahnen, Bergführer) gut verstanden. Deutschsprachige Reisende haben in der Regel keine Sprachbarriere.
Zahlung: In der Schweiz ist der Schweizer Franken (CHF) offizielles Zahlungsmittel. In der Region um Fiesch, Bettmeralp und Riederalp sind Kartenzahlungen (Kreditkarten, teils auch Debitkarten) weit verbreitet. In kleineren Bergrestaurants und Hütten kann Bargeld sinnvoll sein. Europäische Karten (Visa, Mastercard) werden meist akzeptiert; Girocard-/EC-Karten funktionieren je nach Bank über das Maestro-/Debitnetzwerk. Mobile Payment (Apple Pay, Google Pay) setzt kompatible Karten voraus und ist in vielen Betrieben, besonders bei Bergbahnen und in Hotels, nutzbar.
Trinkgeld: In der Schweiz ist Trinkgeld nicht verpflichtend, aber üblich. In Restaurants wird häufig aufgerundet oder etwa 5–10 % bei gutem Service gegeben. Bei Bergführern und Wanderführungen gilt ein freiwilliges Trinkgeld als Anerkennung, ist aber nicht erwartet.
Ausrüstung: Für den Besuch von Aussichtspunkten reichen meist feste Schuhe, wetterfeste Kleidung und Sonnenschutz – die alpine Sonne ist auch bei kühlen Temperaturen intensiv. Für Wanderungen sind Berg- oder Trekkingschuhe, Schichtenprinzip (T-Shirt, Fleece, wind- und wasserabweisende Jacke) und ein Rucksack mit Wasser und Snacks ratsam. Wer den Gletscher selbst betreten möchte, sollte dies ausschliesslich im Rahmen geführter Touren mit staatlich geprüften Bergführern tun; diese stellen die notwendige Ausrüstung (Steigeisen, Seil, Klettergurt) und kennen Spaltenzonen und Wetterrisiken.
Fotografie: Fotografieren ist an Aussichtspunkten grundsätzlich erlaubt. Drohneneinsätze können jedoch aus Sicherheits- und Naturschutzgründen eingeschränkt sein. In der Nähe von Schutzzonen und Brutgebieten gilt besondere Rücksichtnahme. Für kommerzielle Foto- und Filmaufnahmen können Genehmigungen erforderlich sein, die über lokale Behörden oder die Welterbe-Verwaltung einzuholen sind.
- Einreisebestimmungen und Gesundheit
Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, gehört aber zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da Bestimmungen sich ändern können, sollten Reisende die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
Für Notfälle im Ausland empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung, auch wenn das Risiko im alpinen Umfeld vor allem mit Sportunfällen zusammenhängt. In hochalpinem Gelände sollte man Wetterberichte und Lawinenlage (im Winter) beachten und Touren nicht unterschätzen. Schweizer Rettungsdienste wie Air Zermatt oder Rega arbeiten hochprofessionell, Einsätze können jedoch kostspielig sein.
Zeitverschiebung: Die Schweiz liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) bzw. Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Es gibt keine Zeitverschiebung.
Warum Grosser Aletschgletscher auf jede Fiesch-Reise gehört
Wer nach Fiesch fährt, kommt kaum am Aletschgletscher vorbei – zumindest im übertragenen Sinn. Der Eisstrom prägt das ganze Erlebnis: Schon in der Rhoneebene weisen Plakate, Skulpturen und Infotafeln auf das Welterbe hin, in Hotels und Restaurants hängen historische Gletscheraufnahmen, und viele Wanderwege sind so angelegt, dass sich immer wieder Blicke auf das Eisfeld öffnen.
Ein typischer Tag für Reisende aus Deutschland könnte etwa so aussehen: Morgens bringt die Seilbahn von Fiesch hinauf auf die Fiescheralp. Von dort geht es weiter zum Eggishorn oder auf einen Höhenweg, der Schritt für Schritt mehr vom Gletscher freigibt. An einem der Aussichtspunkte steht man plötzlich über einem „Horizont“ aus Eis – man hört das Knacken, spürt den Wind und nimmt die frische, trockene Luft wahr, die vom Gletscher hochströmt. Informationstafeln erläutern, wie tief das Eis unter den Schuhen wäre, wenn man auf der Oberfläche stünde.
Viele Besucher berichten – in Medienberichten, Reiseführern und Social-Media-Posts – von einem Gefühl zwischen Demut und Staunen. Die Dimensionen sind schwer zu fassen, gerade im Vergleich mit alltäglichen Stadträumen. Während der Kölner Dom knapp 157 m hoch ist, erreichen die Eisdicken an einigen Punkten des Aletschgletschers mehrere hundert Meter. Gleichzeitig sieht man die Spuren des Rückzugs: alte Moränenkämme, die heute als grüne Rücken in der Landschaft liegen, und Tafeln, die den Gletscherstand vor einigen Jahrzehnten markieren.
In diesem Spannungsfeld zwischen Schönheit und Vergänglichkeit liegt ein wesentlicher Grund, warum der Grosser Aletschgletscher auf einer Fiesch-Reise nicht fehlen sollte. Er ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern auch ein anschauliches Beispiel dafür, wie Klimawandel Landschaften verändert. Schweizer Medien wie SRF, NZZ und Der Bund berichten regelmässig über Forschungsprojekte und Messkampagnen am Aletschgletscher, die genau diese Veränderungen dokumentieren.
Für Familien ist der Gletscher zudem ein ideales „Outdoor-Klassenzimmer“: Kinder und Jugendliche erleben den Unterschied zwischen Sommerhitze im Tal und frischer Höhenluft am Gletscher, lernen, was eine Moräne ist, und sehen, wie Wasser aus dem Eis quillt und Bäche speist. Viele Wege sind familientauglich, und die Region bietet zusätzliche Attraktionen wie Kletterparks, Themenpfade oder kinderfreundliche Museen.
In der Kombination aus guter Erreichbarkeit, hoher Sicherheitskultur, abwechslungsreichen Aktivitäten (Wandern, Wintersport, Fotografie, Bildung) und der einmaligen Kulisse ist der Aletschgletscher für ein deutschsprachiges Publikum ein nahezu ideales alpines Reiseziel. Ob als verlängertes Wochenende, als Etappe einer Schweizer Rundreise oder als Schwerpunkt einer mehrtägigen Wanderwoche – der Eisstrom liefert den roten Faden.
Aletschgletscher in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist der Aletschgletscher längst zu einem festen Motiv geworden: Von Sonnenaufgängen über dem Eis bis zu Zeitraffer-Videos von Wolken, die über den Gletscher ziehen, zeigen User den Grosser Aletschgletscher aus immer neuen Perspektiven. Viele Beiträge thematisieren zugleich die Schönheit des Moments und die Sorge um die Zukunft des Eisstroms.
Aletschgletscher — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Aletschgletscher
Wo liegt der Aletschgletscher genau?
Der Aletschgletscher befindet sich im Kanton Wallis in der Schweiz, in der Region zwischen den Ferienorten Fiesch, Bettmeralp und Riederalp auf der einen sowie dem Jungfraujoch auf der anderen Seite. Er ist Teil des UNESCO-Welterbes „Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch“ und liegt in einer Höhe von grob 1.500 bis über 4.000 m.
Wie komme ich von Deutschland zum Aletschgletscher?
Von Deutschland aus reisen die meisten Besucher mit der Bahn über Basel oder Zürich nach Brig oder Fiesch. Von dort führen Bergbahnen in die Aletsch Arena, zum Beispiel auf die Fiescheralp oder Bettmeralp. Mit dem Auto erreicht man die Region über Autobahnen in die Schweiz und weiter ins Rhonetal; viele Hochplateau-Orte sind autofrei, daher parkt man im Tal und nimmt Seilbahnen hinauf.
Kann man auf dem Aletschgletscher wandern?
Gletscherwanderungen auf dem Aletschgletscher sind grundsätzlich möglich, sollten aber nur im Rahmen von geführten Touren mit staatlich geprüften Bergführern unternommen werden. Spalten, wechselnde Schneedecken und Wetterumschwünge machen das selbstständige Betreten des Gletschers riskant. Sicher und eindrucksvoll sind die zahlreich ausgeschilderten Panorama- und Höhenwege mit Blick auf den Gletscher.
Was macht den Grosser Aletschgletscher so besonders?
Der Grosser Aletschgletscher ist der längste und volumenreichste Gletscher der Alpen und bietet eine einzigartige, weite Eislandschaft, die von mehreren Aussichtspunkten gleichzeitig überblickt werden kann. Er kombiniert spektakuläre Naturkulisse mit gut erschlossener Infrastruktur und steht zugleich im Fokus der Klimaforschung, da sein Rückzug die Auswirkungen steigender Temperaturen in den Alpen deutlich sichtbar macht.
Wann ist die beste Reisezeit für den Aletschgletscher?
Für Wanderer bietet sich vor allem der Sommer und frühe Herbst (Juli bis Oktober) an, wenn Wege schneefrei sind und das Wetter meist stabil ist. Wintersportler erleben den Gletscher von Dezember bis März vor allem vom Skigebiet der Aletsch Arena aus. Frühmorgens sind Aussichtspunkte häufig ruhiger und das Licht besonders stimmungsvoll.
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