Ätna, Flughafen Catania

Ätna-Asche: Flughafen Catania verlängert Flugbeschränkungen

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 14:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Vulkanasche des Ätna legt den wichtigsten Flughafen Siziliens seit Tagen lahm. Der Flughafen Catania verlängert die Einschränkungen: Bis Mitternacht starten keine Maschinen, Ankünfte bleiben begrenzt.

Rauchschwaden am Ätna legen den Flughafen auf Sizilien lahm. (Archivbild) - Bild: Giuseppe Distefano/AP/dpa
Rauchschwaden am Ätna legen den Flughafen auf Sizilien lahm. (Archivbild) - Bild: Giuseppe Distefano/AP/dpa

Der Flughafen Catania auf Sizilien hat wegen einer Aschewolke des nahegelegenen Ätna die Flugbeschränkungen verlängert.

Keine Starts bis Mitternacht

Bis Mitternacht starten nach Angaben des Airports keine Flüge von dem Flughafen der 300.000-Einwohner-Stadt; auch bei den ankommenden Maschinen gibt es weiter Einschränkungen. Eine dicke Aschewolke des Vulkans sorgt seit Samstag für Behinderungen des Luftverkehrs.

Fluggesellschaften bringen ihre Passagiere wegen der Schließung zu anderen sizilianischen Flughäfen wie Palermo oder Comiso. Catania ist eine wichtige Anlaufstelle für internationale Flüge von und nach Sizilien und der wichtigste Flughafen der Insel.

Ätna stößt weiter Asche aus

Aus dem Nordostkrater des Ätna tritt derzeit Asche aus, die vom Wind nach Süden getragen wird. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie, INGV, reichte die rötlich-braune Wolke zwischenzeitlich vier Kilometer in den Himmel.

Vulkan reinigt sich selbst

Nach Einschätzung der Experten handelt es sich nicht um eine unmittelbar bevorstehende explosive Phase. Vielmehr sei die Wolke ein typisches Phänomen und eine Art Säuberungsprozess des Vulkaninneren.

Der Ätna ist der aktivste Vulkan Europas und stößt immer wieder Asche aus. Der Flughafen Catania musste deshalb in den vergangenen Monaten bereits mehrfach geschlossen oder der Flugverkehr stark eingeschränkt werden.

Vulkanasche als wiederkehrendes Verkehrsrisiko

Die Sperrung trifft den wichtigsten Flughafen Siziliens und damit eine zentrale Drehscheibe für den Reiseverkehr auf der Insel. Catania-Fontanarossa ist zugleich der fünftgrößte Flughafen Italiens. Fällt der Betrieb aus, müssen Airlines Flüge auf Palermo, Comiso oder weitere Flughäfen verteilen.

Der aktuelle Vorfall reiht sich in eine Serie von Störungen ein. Der Ätna hatte den Flugverkehr in den vergangenen Monaten bereits mehrfach beeinträchtigt; im August saßen nach früheren Berichten mehrere Tausend Urlauber fest. Für Reisende bedeutet die wiederkehrende Lage, dass Flugpläne kurzfristig geändert werden können und Ersatzverbindungen schnell knapp werden.

Warum Asche den Flugbetrieb gefährdet

Vulkanasche ist für Flugzeuge riskant, weil Partikel in Triebwerke gelangen und dort schmelzen können. Zusätzlich beeinträchtigt die Asche die Sicht und kann sich auf Start- und Landebahnen ablagern. Deshalb führen schon begrenzte Emissionen bei ungünstiger Windrichtung zu weitreichenden Einschränkungen.

Die derzeitige Wolke steigt nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie bis zu vier Kilometer hoch auf und wird nach Süden getragen. Für Passagiere ist entscheidend, den Flugstatus direkt bei der jeweiligen Airline zu prüfen und nicht ohne Bestätigung zum Flughafen zu fahren. Bei Umleitungen auf andere sizilianische Airports müssen außerdem längere Transfers und eine angespannte Verkehrslage einkalkuliert werden.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau.de: „Sizilien Ätna legt erneut Flugbetrieb in Catania lahm“ (27.09.2026)

Der Bericht bestätige die Verlängerung der Sperrung aller Starts und Landungen bis Sonntagmitternacht. Er hebe zusätzlich die rote Warnstufe für den Luftverkehr, die Bedeutung Catanias als größtem Flughafen der Insel und die wiederholten Beeinträchtigungen in den vergangenen Monaten hervor.

Euronews: „Vulkanausbruch auf Sizilien - Flughafen dicht, Flüge unbezahlbar“ (27.09.2026)

Der Beitrag bestätige die Sperrung und beschreibe als zusätzlichen Schwerpunkt die Folgen für das regionale Flughafennetz. Er berichte von Überlastungen durch Umleitungen sowie von Kritik an hohen Ticketpreisen und fehlenden Notfallabläufen; offen bleibe dabei, wie sich die Lage nach dem Ende der angekündigten Sperre entwickle.

Beide Berichte stimmten in der Ursache, der verlängerten Schließung und den Ausweichflughäfen überein. Unterschiedliche Akzente lägen bei der tagesschau auf Warnstufe und Reisehinweisen sowie bei Euronews auf organisatorischen und sozialen Folgen.

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