Tauchen, Bayern

85 Meter tief: Apnoetaucher verfehlt Rekord knapp

Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 14:09 Uhr | dpa.de

Der Freitaucher Minja Marinkovi? hat es im Starnberger See versucht: Er wollte einen deutschen Seerekord aufstellen. Er schaffte es auf die geplanten 85 Meter Tiefe – doch das allein reichte nicht.

  • Der Apnoetaucher Minja Marinkovi? bedankt sich nach seinem gescheiterten Rekordversuch applaudierend. - Bild: Stefan Puchner/dpa
    Der Apnoetaucher Minja Marinkovi? bedankt sich nach seinem gescheiterten Rekordversuch applaudierend. - Bild: Stefan Puchner/dpa
  • Nachdem Marinkovi? bei seinem Rekordversuch kurz vor der Oberfläche ohnmächtig wurde, wurde er von Helfern geborgen – der Apnoetaucher kam schnell wieder zu Bewusstsein und blieb unverletzt. - Bild: Stefan Puchner/dpa
    Nachdem Marinkovi? bei seinem Rekordversuch kurz vor der Oberfläche ohnmächtig wurde, wurde er von Helfern geborgen – der Apnoetaucher kam schnell wieder zu Bewusstsein und blieb unverletzt. - Bild: Stefan Puchner/dpa
Der Apnoetaucher Minja Marinkovi? bedankt sich nach seinem gescheiterten Rekordversuch applaudierend. - Bild: Stefan Puchner/dpa Nachdem Marinkovi? bei seinem Rekordversuch kurz vor der Oberfläche ohnmächtig wurde, wurde er von Helfern geborgen – der Apnoetaucher kam schnell wieder zu Bewusstsein und blieb unverletzt. - Bild: Stefan Puchner/dpa

Die Spannung war groß - doch der Apnoetaucher Minja Marinkovi? hat den neuen deutschen Tiefenrekord in einem See ganz knapp verfehlt. Der 29-Jährige tauchte im Starnberger See an der Allmannshauser Steilwand mit einem Atemzug auf die angestrebten 85 Meter ab. Doch beim Auftauchen aus dem gut dreiminütigen Tauchgang wurde er kurz vor der Oberfläche in etwa drei Metern Tiefe ohnmächtig – damit zählt der Rekord nicht. 

Neuer Versuch geplant 

Bei der Rückkehr ans Ufer wurde er dennoch mit viel Applaus begrüßt - wäre der Rekord gewertet worden, wäre er der Erste in Deutschland gewesen, der in einen See diese Tiefe erreicht. Es gehe ihm gut, es sei nicht dramatisch, sagte er kurz nach dem Tauchgang. Dass man scheitere, «das gehört zum Sport». Er werde es wieder versuchen.

Die große Herausforderung in Seen sind die Dunkelheit und die Kälte von 4 Grad. Der bisherige deutsche Rekord in der Disziplin lag bei 80 Metern und stammte aus dem Jahr 2011. Im Meer wurden schon größere Tiefen erreicht.

Marinkovi? wurde von einem Sicherungstaucher sicher nach oben gebracht, kurzzeitig Mund-zu-Nase beatmet und bekam dann Sauerstoff. Er war jedoch gleich wieder bei Bewusstsein. 

Rekord nur bei Bewusstsein möglich

Drei Sicherungstaucher und eine Ärztin hatten den Versuch begleitet. Wettkampfrichter des Apnoe-Tauch-Verbandes Aida International konnten Marinkovi? den Rekord nicht bestätigen. Denn Voraussetzung ist unter anderem, dass der Taucher aus eigener Kraft nach oben kommt und bei Bewusstsein ist.

Die Hauptgefahr beim Freitauchen ist Bewusstlosigkeit durch Sauerstoffmangel. Wettkämpfe finden deshalb unter streng kontrollierten Bedingungen statt, mit Sonar, Gegengewichtssystem und mehreren Sicherungstauchern.

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