Zuma Rock, Nigeria Reise

Zuma Rock bei Abuja: Nigerias geheimnisvoller Riesenmonolith

10.06.2026 - 16:28:20 | ad-hoc-news.de

Zuma Rock, der monumentale „Wächter von Abuja“ in Nigeria, fasziniert mit Legenden, spektakulärer Landschaft und Nähe zur Hauptstadt – was Reisende aus Deutschland jetzt wissen sollten.

Zuma Rock, Nigeria Reise, Wahrzeichen
Zuma Rock, Nigeria Reise, Wahrzeichen

Wer auf der Straße von Abuja nach Kaduna fährt, sieht ihn schon aus der Ferne: Zuma Rock, der gewaltige „Wächter von Abuja“, der wie eine steinerne Wand aus der Savanne aufragt und mit seiner markanten „Gesichtsform“ seit Jahrhunderten Geschichten und Mythen befeuert.

Zuma Rock: Das ikonische Wahrzeichen von Abuja

Zuma Rock ist ein freistehender Monolith aus Felsgestein im Bundesstaat Niger im Zentrum von Nigeria, wenige Kilometer nördlich der Hauptstadt Abuja. Er wird oft als „Gateway to Abuja“ bezeichnet, weil er an der wichtigen Fernstraße zwischen Abuja und der Stadt Suleja liegt und Besucher der Hauptstadt wie ein natürlicher Torpfosten empfängt. Für Reisende aus Deutschland ist er einer der markantesten Orientierungspunkte in der Landschaft rund um Abuja und eines der bekanntesten Symbole des modernen Nigeria.

Der Monolith ragt weit über die Ebene hinaus und ist – je nach Quelle – rund 700 m bis knapp 800 m hoch, wobei er sich mehrere Hundert Meter über das umliegende Terrain erhebt. In vielen Beschreibungen wird betont, dass Zuma Rock deutlich höher wirkt als bekannte Felsen wie der Uluru in Australien und damit zu den eindrucksvollsten isolierten Felsformationen Afrikas zählt. Statt exakter Zentimeter spielt hier vor allem die optische Wucht eine Rolle: Der Fels dominiert die Ebene und ist aus großer Entfernung sichtbar, was ihn zu einem natürlichen Navigationspunkt für Einheimische und Reisende macht.

Besonders auffällig – und oft fotografiert – ist die Frontseite des Felsens, in der sich dunkle Verfärbungen wie Augen, Nase und Mund abzeichnen. Diese natürliche Struktur wird in Nigeria häufig als „Gesicht von Zuma Rock“ beschrieben und ist ein wichtiger Grund, warum der Fels in der Popkultur des Landes, in Tourismusbroschüren und auf Social Media immer wieder auftaucht. Für viele Nigerianer ist Zuma Rock mehr als ein geologisches Objekt: Er ist ein Symbol für Standhaftigkeit und Identität, das in Kunst, Musik und Werbekampagnen immer wieder zitiert wird.

Im Vergleich zu bekannten Naturwahrzeichen im deutschsprachigen Raum – etwa der Bastei in der Sächsischen Schweiz oder dem Matterhorn – wirkt Zuma Rock noch abgeschlossener und solitärer, weil er wie ein einzelner gewaltiger Block mitten in der Ebene steht. Wer zum ersten Mal aus Abuja anreist, erlebt eine fast filmreife Szene: Die Stadtlandschaft bleibt zurück, die Savanne öffnet sich – und der Fels zieht wie ein Magnet den Blick auf sich.

Geschichte und Bedeutung von Zuma Rock

Die Region um Zuma Rock war schon lange vor der Gründung der nigerianischen Hauptstadt Abuja ein wichtiger Ort für lokale Gemeinschaften. Der Fels liegt im heutigen Bundesstaat Niger, unweit der Grenze zur Federal Capital Territory (FCT), in dem Abuja liegt. Historisch war die Umgebung Teil von Handels- und Wanderungswegen im nördlichen Nigeria. Überliefert ist, dass lokale Volksgruppen den Felsen als Landmarke nutzten und ihm spirituelle Bedeutung zuschrieben.

Über die frühesten Legenden gibt es unterschiedliche Versionen, die vor allem mündlich überliefert wurden. Wiederkehrende Motive sind Schutzgeister, die im Fels wohnen sollen, sowie die Idee, dass Zuma Rock als eine Art Wächter über die Region wacht. In vielen Erzählungen aus der Gegend gilt der Monolith als Sitz mächtiger Kräfte, was dazu geführt hat, dass Zeremonien und Rituale in seiner Nähe abgehalten wurden. Da diese Traditionen vor allem innerhalb der lokalen Gemeinschaften weitergegeben werden, ist es für außenstehende Besucher sinnvoll, respektvoll zu beobachten und die heutigen Regeln der Community zu beachten.

Mit dem Umzug der Hauptstadt von Lagos nach Abuja, der Ende der 1970er-Jahre beschlossen und in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren vollzogen wurde, rückte Zuma Rock stärker in den nationalen Fokus. Er liegt zwar nicht im unmittelbaren Stadtgebiet, ist aber über die bedeutende Fernstraße in kurzer Zeit erreichbar und wurde deshalb zu einem Symbol für die neue Hauptstadtregion. In Tourismusmaterialien des nigerianischen Fremdenverkehrs wird Zuma Rock häufig zusammen mit der modernen Silhouette von Abuja präsentiert – als Verbindung von traditioneller Landschaft und zeitgenössischer Stadtplanung.

Auf der nigerianischen 100-Naira-Banknote, die seit den 1990er-Jahren im Umlauf ist, ist Zuma Rock als grafisches Motiv abgebildet. Diese Darstellung unterstreicht, welche symbolische Kraft der Fels für das Land besitzt: Er wird in einem Atemzug mit anderen nationalen Wahrzeichen genannt und ist für viele Nigerianer ein visuelles Synonym für die Mitte des Landes. Für Reisende aus Deutschland ist das eine interessante Parallele zu ikonischen Bauwerken wie dem Brandenburger Tor oder dem Kölner Dom: Auch hier spiegelt ein einzelnes, starkes Symbol eine viel größere nationale Erzählung wider.

Seit der stärkeren Erschließung der Region und dem Ausbau der Straßen gilt das Gebiet um Zuma Rock zudem als Ausflugsziel. Picknickplätze, einfache Aussichtspunkte und informelle Fotospots haben sich entwickelt, ohne dass der Ort zu einem massentouristischen Freizeitpark geworden wäre. Die Kombination aus relativer Nähe zur Hauptstadt und einem deutlich „wilderen“ Landschaftsgefühl macht den Felsen gerade für Wochenendausflüge von Bewohnern Abujas attraktiv.

Im Gegensatz zu vielen europäischen Wahrzeichen, deren Geschichte durch Schriftquellen detailliert dokumentiert ist, bleibt die Frühgeschichte von Zuma Rock vor allem über lokale Traditionen erschlossen. Offizielle nigerianische Stellen sowie internationale Reiseberichte betonen deshalb eher seine kulturelle und symbolische Rolle als exakte historische Daten. Für redaktionelle Einordnung bedeutet das: Die Bedeutung von Zuma Rock ergibt sich vor allem aus der heutigen Wahrnehmung als nationales Symbol, weniger aus einem klar datierbaren Ereignis wie einer Grundsteinlegung.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Zuma Rock ist ein Naturmonument, keine von Menschen errichtete Architektur – und doch entfaltet er vor Ort eine ähnliche Wirkung wie ein gigantisches Bauwerk. Seine nahezu senkrechten Felswände erinnern an eine Festungsmauer, der gleichmäßig wirkende Block an einen gewaltigen Turm. Besucher berichten häufig, dass der Fels je nach Tageszeit unterschiedliche Farbstimmungen annimmt: von hellem Grau und Beige in der Mittagssonne bis hin zu tiefem Braun und fast schwarzem Anthrazit bei Gewitterstimmung oder in der Dämmerung.

Wie bei vielen Inselbergen in tropischen und subtropischen Regionen handelt es sich vermutlich um widerständiges Gestein, das durch lange Erosion der weicheren Umgebungsgesteine freigelegt wurde. Die geologische Fachterminologie unterscheidet hier unterschiedliche Typen von Inselbergen; in populärwissenschaftlichen Publikationen wird Zuma Rock aber überwiegend schlicht als isolierter Monolith beschrieben. Für Reisende ist die genaue Mineralzusammensetzung meist zweitrangig – entscheidend ist der dramatische Eindruck, wenn sich der Fels unvermittelt aus der vergleichsweise flachen Umgebung erhebt.

Das bekannteste „Gestaltungsmerkmal“ des Felsens ist das schon erwähnte „Gesicht“. Auf der zentralen Frontfläche zeichnen Regen, Verwitterung und Strukturen im Gestein dunkle Linien, die wie Augenhöhlen, Nase und Mund erscheinen. Dieser natürliche „Maskeneffekt“ hat dem Felsen in Nigeria viele Spitznamen eingebracht. In manchen Darstellungen wird Zuma Rock als „Gesicht des Nordens“ oder als „sprechender Felsen“ beschrieben. Da sich die Wahrnehmung je nach Licht, Blickwinkel und vegetativem Bewuchs leicht verändert, ist jede persönliche Begegnung ein wenig anders – was ihn für Fotografie-Fans besonders spannend macht.

Künstlerisch spielt Zuma Rock in der nigerianischen Gegenwartskultur eine bemerkenswerte Rolle. Auf Covern von Musik-Alben, in Werbespots und Imagefilmen taucht sein Silhouettenprofil regelmäßig auf. Der Fels steht damit in einer Reihe mit anderen afrikanischen Natursymbolen, die nicht nur touristisch, sondern auch medial präsent sind. Für deutsche Reisende ist das interessant, weil sich hier ein konkreter Ort mit der Idee einer ganzen Nation verbindet – ähnlich wie die Alpen in vielen Kampagnen für den Tourismus in Österreich und der Schweiz stehen.

In unmittelbarer Nähe des Felsens befindet sich das Gelände des ehemaligen Suleja International Hotel, eines großen Hotelprojekts aus den frühen 1980er-Jahren. Das Hotel, am Fuß des Felsens gelegen, sollte nach damaligen Plänen Gäste anziehen, die Zuma Rock als Panorama erleben. Später wurde das Areal jedoch aufgegeben und ist heute ein Beispiel für eine unvollendete Tourismusentwicklung in Nigeria. In Sozialen Medien wird das verlassene Gebäude gelegentlich mit Begriffen wie „haunted hotel“ beschrieben, was zu einer gewissen mystischen Aura des gesamten Areals beiträgt. Für Reisende ist wichtig: Es handelt sich dabei um ein geschlossenes, nicht als reguläre Sehenswürdigkeit betriebenes Gelände, das respektvoll aus der Distanz betrachtet werden sollte.

In der nigerianischen Kunstszene taucht Zuma Rock zudem in Malerei, Fotografie und Skulpturen auf. Gerade in Abuja finden sich regelmäßig Arbeiten, die den Fels als Motiv nutzen – sei es in Galerien oder in öffentlichen Räumen. Für kulturinteressierte Besucher lohnt es sich, bei einem Aufenthalt in Abuja nicht nur den Felsen selbst zu besuchen, sondern auch nach künstlerischen Auseinandersetzungen damit Ausschau zu halten. So lässt sich die Doppelrolle von Zuma Rock – als realer Ort und als kulturelles Symbol – besonders gut nachvollziehen.

Zuma Rock besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Zuma Rock liegt nördlich von Abuja entlang der wichtigen Fernstraße in Richtung Kaduna, nahe der Stadt Suleja im Bundesstaat Niger. Die Entfernung vom Stadtzentrum Abuja beträgt, je nach Startpunkt, rund 40–50 km. Von Abuja aus führen Hauptstraßen direkt in Richtung des Felsens, der bereits weit vor der Ankunft sichtbar ist. Für Besucher aus Deutschland ist die Anreise in der Regel über den internationalen Flughafen Nnamdi Azikiwe International Airport bei Abuja möglich, der von europäischen Drehkreuzen aus über Umsteigeverbindungen erreichbar ist. Von Deutschland aus dauern Flüge mit einem oder zwei Stopps meist zwischen rund 9 und 12 Stunden reine Flugzeit, zuzüglich Umstiegszeiten. Vom Flughafen oder aus der Stadt bietet sich die Weiterfahrt mit einem registrierten Taxi, einem privaten Fahrer oder einem durch ein Hotel organisierten Transfer an. Eigene Fahrten mit Mietwagen sind grundsätzlich möglich, erfordern aber Erfahrung mit lokalen Verkehrsverhältnissen.
  • Öffnungszeiten
    Zuma Rock ist in erster Linie ein Naturmonument, das sich in der offenen Landschaft erhebt. Es gibt keinen einheitlichen, zentral verwalteten Besucherpark wie bei vielen europäischen Sehenswürdigkeiten. Entsprechend werden in internationalen Reisequellen unterschiedliche Angaben zu Zugangspunkten und etwaigen Gebühren genannt. Da sich am Fuß des Felsens private und staatliche Flächen mischen und sich die Nutzung im Lauf der Zeit ändern kann, sollten Reisende aktuelle Informationen direkt vor Ort einholen – etwa über lokale Guides, Hotels oder offizielle Stellen in Abuja. Generell gilt: Tageslichtstunden sind für einen Besuch am sinnvollsten, sowohl aus Sicherheits- als auch aus Sicht des Landschaftserlebnisses. Formulierungen wie „Öffnungszeiten können variieren — direkt bei Zuma Rock prüfen“ sind daher mehr als ein Hinweis: Sie spiegeln die Realität eines vergleichsweise wenig formalisierten Naturziels wider.
  • Eintritt
    In vielen Berichten wird erwähnt, dass sich in der Vergangenheit an bestimmten Zugängen zum Felsen informelle oder lokale Eintrittsgebühren etabliert haben, etwa für Parkplätze oder geführte Touren. Da diese Beträge nicht zentral geregelt und nicht dauerhaft stabil dokumentiert sind, empfiehlt sich für Reisende aus Deutschland, mit kleineren Beträgen in der lokalen Währung Nigerianische Naira (?) zu rechnen und vor Ort nachzufragen, ob und wofür genau bezahlt wird. Konkrete, verlässliche Standardpreise sind redaktionell nicht belastbar zu beziffern, weil sie sich kurzfristig ändern können. Zur Orientierung kann man davon ausgehen, dass die Kosten für einfache lokale Führungen oder Transportservices im Vergleich zu üblichen europäischen Eintrittspreisen eher moderat sind, aber aufgrund von Wechselkursschwankungen und Inflation variieren.
  • Beste Reisezeit
    Die Region um Abuja hat ein tropisches Klima mit ausgeprägter Trocken- und Regenzeit. Für einen Besuch von Zuma Rock gelten allgemein die trockeneren Monate als angenehmer, weil Straßen besser befahrbar und Sichtverhältnisse klarer sind. In der Regenzeit können spektakuläre Wolkenformationen und dramatische Lichtstimmungen entstehen, dafür steigt die Wahrscheinlichkeit von Regenschauern und eingeschränkter Sicht. Als Tageszeit bieten sich die frühen Morgenstunden und der spätere Nachmittag an: Dann sind die Temperaturen meist etwas milder, das Licht ist fotogener, und die Konturen des Felsens kommen besonders gut zur Geltung. Mittags kann die Hitze deutlich spürbar sein, und der Fels wirkt im grellen Licht flacher.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
    Nigeria ist ein mehrsprachiges Land; Amtssprache ist Englisch. In Abuja und Umgebung ist Englisch weit verbreitet, insbesondere in offiziellen Kontexten, bei Dienstleistern und im Tourismus. Deutsch wird nur selten gesprochen, daher ist eine grundlegende Verständigung auf Englisch sehr hilfreich. Bezahlt wird in Nigerianischer Naira (?). Internationale Kreditkarten werden in größeren Hotels und modernen Einrichtungen eher akzeptiert, bei lokalen Anbietern, Taxis oder kleineren Geschäften sollten Reisende jedoch mit Bargeld rechnen. Kartenzahlung mit deutschen Girokarten ist nicht sicher gewährleistet, während Kreditkarten (Visa, Mastercard) bessere Chancen haben. Mobile Payment-Lösungen sind in Nigeria grundsätzlich verbreitet, erfordern aber häufig lokale Konten oder Nummern; daher sollten Gäste aus Deutschland auf klassische Kartenzahlung und Bargeld setzen.
    Trinkgeld wird, wie in vielen Ländern, geschätzt: In Restaurants mit Bedienung sind 5–10 % üblich, wenn nicht bereits ein Serviceentgelt ausgewiesen ist. Für Fahrer, lokale Guides oder helfende Hände an Aussichtspunkten sind kleine Beträge angemessen. Wichtig ist ein respektvolles Verhalten am Felsen selbst: Es handelt sich nicht nur um eine photogene Kulisse, sondern um einen Ort mit kultureller und spiritueller Bedeutung. Lautes Verhalten, eigenmächtiges Betreten von abgesperrten Bereichen oder riskante Kletterversuche sollten vermieden werden.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    Für deutsche Staatsbürger besteht für Nigeria grundsätzlich Visumpflicht. Die Einreisebestimmungen können sich ändern, daher sollten Reisende rechtzeitig vor der Reise die aktuellen Hinweise und Vorgaben beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für Abuja und die Region um Zuma Rock. Eine sorgfältige Vorbereitung ist sinnvoll, da sich Sicherheitslagen regional und zeitlich verändern können. Eine Auslandskrankenversicherung, die auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport abdeckt, ist dringend zu empfehlen.
  • Zeitzone
    Nigeria liegt in der West Africa Time (WAT), die während der mitteleuropäischen Normalzeit (MEZ) in der Regel eine Stunde vor Deutschland liegt. In Zeiten der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) entspricht die Uhrzeit in Nigeria üblicherweise der deutschen Zeit. Da es in Nigeria keine Umstellung auf Sommerzeit gibt, ist die Differenz von der Jahreszeit abhängig.

Warum Zuma Rock auf jede Abuja-Reise gehört

Zuma Rock ist kein klassischer „Abhakpunkt“ mit Ticketgate, Souvenirshop und ausgeschilderter Besucherroute, wie man es von vielen europäischen Sehenswürdigkeiten kennt. Gerade das macht seinen Reiz aus: Der Fels bleibt ein Stück wilder Landschaft, das sich in das Alltagsleben der Region einfügt. Wer aus Abuja kommend auf die Hauptstraße Richtung Norden fährt, sieht, wie der Verkehr sich um ihn herum organisiert, wie Märkte, kleine Dörfer und Felder in seinem Schatten liegen und wie sich die Skyline der Hauptstadt allmählich auflöst.

Für Reisende aus Deutschland, die Nigeria über Abuja kennenlernen, bietet Zuma Rock eine seltene Gelegenheit, in kurzer Zeit einen markanten Ausschnitt der nigerianischen Natur und Kultur zu erleben. Der Ausflug lässt sich relativ einfach mit einem Aufenthalt in der Hauptstadt kombinieren: Vormittags oder nachmittags hinausfahren, den Fels aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, vielleicht mit einem lokalen Fahrer ins Gespräch kommen und zurückkehren, sobald die Dämmerung einsetzt. Es ist ein Erlebnis, das urbanes Leben und weite Landschaft miteinander verbindet.

Darüber hinaus hat der Fels eine starke emotionale Wirkung: Viele Besucher berichten von einem Gefühl der Ruhe und Erhabenheit, wenn sie am Fuß des Monolithen stehen. Die Größe relativiert die alltäglichen Maßstäbe und erinnert daran, wie klein der Mensch im Vergleich zur geologischen Zeit ist. Diese Erfahrung ist vergleichbar mit dem Eindruck, den etwa eine Wanderung unter den hohen Wänden der Dolomiten hinterlässt – nur dass es hier nicht um eine ganze Gebirgskette geht, sondern um einen einzigen gewaltigen Felsblock in der Ebene.

Ein weiterer Grund, warum Zuma Rock auf die Reiseliste gehört, ist seine Bedeutung für die nigerianische Identität. Wer verstehen möchte, wie Nigeria sich selbst sieht und präsentiert, kommt um dieses Symbol kaum herum. Die Abbildung auf der Banknote, die häufige Präsenz in Medien und die Geschichten, die Einheimische darüber erzählen, vermitteln ein Gefühl dafür, wie Natur und Nation sich hier verbinden. Für kulturell interessierte Gäste ist das ein wichtiger Baustein, um über Klischees hinauszublicken und einen eigenen Eindruck vom Land zu gewinnen.

In Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten in und um Abuja – etwa der modernen National Mosque, der National Christian Centre Cathedral, Regierungsgebäuden und Parks – lässt sich Zuma Rock in eine abwechslungsreiche Städtereise einbauen. Während die Stadt selbst das neue, geplante Nigeria repräsentiert, erzählt der Fels von der tief verwurzelten Natur- und Landschaftstradition. Auf dieser Achse zwischen Beton und Basalt, Bürogebäuden und Felswand bewegt sich eine Reise, die weit mehr ist als nur ein Städtetrip.

Zuma Rock in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien hat sich Zuma Rock zu einem beliebten Motiv entwickelt: Auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube teilen Reisende und Einheimische gleichermaßen Fotos und Videos, die den Fels bei Sonnenuntergang, im Gewitterlicht oder als dramatische Kulisse für Musik, Tanz und Lifestyle zeigen. Wer vor der eigenen Reise Stimmungen und Perspektiven sammeln möchte, findet dort eine Fülle an Eindrücken – von professionellen Aufnahmen bis zu spontanen Clips aus fahrenden Autos.

Häufige Fragen zu Zuma Rock

Wo liegt Zuma Rock genau?

Zuma Rock liegt im Bundesstaat Niger im Zentrum von Nigeria, unmittelbar an der wichtigen Fernstraße zwischen Abuja und der Stadt Suleja. Vom Stadtzentrum von Abuja sind es je nach Route rund 40–50 km in nördlicher Richtung. Der Fels ist Teil der weiteren Hauptstadtregion und gilt als „Tor“ zur Metropole.

Wie erreiche ich Zuma Rock von Deutschland aus?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel über internationale Drehkreuze wie Frankfurt, Istanbul, Doha oder Addis Abeba zum Nnamdi Azikiwe International Airport bei Abuja. Die reine Flugzeit liegt, je nach Verbindung, meist zwischen etwa 9 und 12 Stunden. Vom Flughafen oder von Hotels in Abuja aus ist Zuma Rock in der Regel mit einem Taxi oder einem privaten Fahrer in rund einer Stunde erreichbar, abhängig vom Verkehr.

Kann man auf Zuma Rock hinaufsteigen?

In verschiedenen Berichten ist von lokalen Kletterversuchen oder informellen Aufstiegen die Rede, eine standardisierte, touristisch organisierte Kletterroute wie bei bekannten europäischen Bergen gibt es jedoch nicht. Da der Fels steil und potenziell gefährlich ist und zudem kulturelle und spirituelle Bedeutung hat, sollten Besucher ohne lokale Expertise auf eigenständige Kletterversuche verzichten. Wer sich für Aktivitäten in der Nähe interessiert, kann vor Ort nach geführten Spaziergängen und Aussichtspunkten fragen.

Wann ist die beste Zeit für Fotos von Zuma Rock?

Besonders eindrucksvoll ist Zuma Rock in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher ist und der Fels plastischer wirkt. In der trockeneren Jahreszeit sind die Sichtverhältnisse oft klarer, in der Regenzeit können dramatische Wolken und Lichtstimmungen entstehen. Für Fotografie empfiehlt sich, etwas Zeit einzuplanen, um den Fels aus verschiedenen Blickwinkeln zu erleben.

Ist ein Besuch von Zuma Rock sicher?

Die Sicherheitslage in Nigeria kann regional und zeitlich schwanken. Für einen Besuch von Zuma Rock ist eine sorgfältige Vorbereitung sinnvoll: Reisende sollten vorab die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts auf auswaertiges-amt.de prüfen, sich vor Ort bei Hotel oder lokalen Partnern beraten lassen und gängige Vorsichtsmaßnahmen beachten, etwa keine nächtlichen Überlandfahrten zu unternehmen und nur mit vertrauenswürdigen Fahrdiensten zu reisen.

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