Weltpremiere in Italien: Hannoveraner Independent-Drama A Million Yard Stare läuft auf dem 18. Social Film Festival ArTelesia
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 17:20 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Der Film ist ein echtes Herzensprojekt und entstand in einer intensiven, grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen deutschen und ukrainischen Filmschaffenden. Hinter dem Werk stehen die in Hannover ansässige Webfilmland Productions und die Berliner Produktionsfirma Cornelsen Films, die das Projekt in enger Kooperation mit dem lokalen Verein Träumer, Tänzer und Artisten e.V. realisiert haben. Gemeinsam bringen sie ein hochaktuelles und zutiefst menschliches Thema auf die internationale Leinwand.
Ein Festival mit gesellschaftlicher Strahlkraft
Die Einladung zum Social Film Festival ArTelesia ist für das Team rund um Ravi Gautam eine besondere Anerkennung. Das Festival in Benevento widmet sich seit vielen Jahren einem Kino, das gesellschaftliche Fragen aufgreift, Perspektiven öffnet und Menschen miteinander ins Gespräch bringt. Organisiert vom Kulturverein Libero Teatro, wird ArTelesia unter anderem von der Generaldirektion für Kino und audiovisuelle Medien des italienischen Kulturministeriums unterstützt und ist Mitglied der AFIC, der italienischen Vereinigung der Filmfestivals. Neben der Filmmaker-Kategorie, in der internationale Filmschaffende um die Jury-Preise konkurrieren, setzt ArTelesia auf die aktive Einbindung junger Menschen, um Diskussionen über Generationen hinweg anzustoßen.
Wenn das Kino zur Brücke wird
Die feierliche Erstaufführung findet im geschichtsträchtigen Teatro Comunale Vittorio Emanuele statt. Das passt zum diesjährigen Leitthema des Festivals "Eroi - abitare la storia" (Helden - die Geschichte bewohnen), das alltägliche Menschen in den Fokus rückt und Barrieren abbaut. Genau hier setzt Ravi Gautam an. Der Regisseur, der für sein vorheriges Werk "Soch: A Perception" bereits mit dem Director's Vision Award beim Indischen Filmfestival Stuttgart ausgezeichnet wurde, richtet die Kamera auf die psychologischen Folgen des Krieges. "A Million Yard Stare" erzählt von einem jungen Roma, der nach seiner Flucht aus der Ukraine im Trauma gefangen bleibt, und seiner Mutter Oxana, die darum kämpft, ihn wieder lächeln zu sehen. In der Zirkuskunst sucht sie eine letzte Hoffnung - und muss sich dabei auch ihren eigenen Verletzungen stellen. Der Film wirft einen ungeschönten, intimen Blick auf die Kraft familiärer Bindungen und macht den menschlichen Preis der Flucht spürbar.
Ukrainische Spitzenbesetzung und ein bewegender Soundtrack
Um diese emotionale Wucht auf die Leinwand zu bringen, vereint der Film professionelle Schauspielkunst mit den realen Erfahrungen der beteiligten Menschen - viele davon selbst Geflüchtete. In der Hauptrolle der Oxana ist Daria Petrozhytska zu sehen, bekannt aus der ukrainischen Erfolgsserie "Papik". An ihrer Seite spielen Oleksandr Melnikov und Pavlo Kruzhnov die Rolle des jungen Roma und seines Vaters. Mindestens ebenso prägend für das Werk ist seine musikalische Identität: Die atmosphärische Filmmusik stammt von der ukrainischen Sängerin und Komponistin Viktoria Leléka, die als ukrainischer Beitrag zum Eurovision Song Contest 2026 bekannt ist. Ergänzt wird der Soundtrack durch gefühlvolle Lieder der Künstlerin Tabea Zimmermann.
Dialog statt bloßer Unterhaltung
Dass der Film über die Leinwand hinaus wirken möchte, zeigt auch das geplante Gespräch direkt nach der Vorführung im Kinosaal. Regisseur Ravi Gautam wird gemeinsam mit anwesenden Mitgliedern des Casts und der Produktion - darunter Produzenten Jennifer Pengel und Holger Leister sowie Hauptdarsteller Oleksandr Melnikov- Fragen des Publikums beantworten. Für das Team ist die Premiere eine wertvolle Gelegenheit, um mit der lokalen Bevölkerung und der ukrainischen Community vor Ort in den Dialog zu treten. Nach seiner internationalen Festivalreise soll das bewegende Drama im kommenden Jahr auch in deutschen Kinos zu sehen sein.
Pressekontakt:
Jennifer Pengel
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