Tom Cruise, Digger

Tom Cruise: „Digger“ floppt an US-Kinokassen – Anne Hathaway startet stärker

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 09:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Tom Cruises neue Komödie „Digger“ bleibt in den USA und Kanada deutlich hinter den Erwartungen zurück. Bei Produktionskosten von bis zu 180 Millionen US-Dollar gelten die bislang geschätzten acht Millionen Dollar als schwerer Fehlstart.

Auch in Deutschland startete der neue Film von Tom Cruise in der vergangenen Woche. (Archivbild) - Bild: Ahn Young-joon/AP/dpa
Auch in Deutschland startete der neue Film von Tom Cruise in der vergangenen Woche. (Archivbild) - Bild: Ahn Young-joon/AP/dpa

Tom Cruises neuer Film „Digger“ ist nach seinem Start in den USA und Kanada an den Kinokassen weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Nur acht Millionen Dollar zum Start

Die groteske Komödie spielte Schätzungen zufolge in den nordamerikanischen Kinos rund acht Millionen US-Dollar ein. Der Film war am Freitag angelaufen.

Bei Produktionskosten von 160 bis 180 Millionen Dollar hatte Warner Bros. nach Angaben des Branchenblatts Variety mit mindestens 18 bis 20 Millionen Dollar gerechnet. Für ein Startwochenende, das dem großen Budget eher entsprochen hätte, wären demnach etwa 40 Millionen Dollar nötig gewesen.

Ölbaron vor selbst ausgelöster Katastrophe

Cruise verkörpert den mächtigen Ölbaron Digger Rockwell, der die Welt im letzten Moment vor einer von ihm selbst ausgelösten Katastrophe bewahren soll oder dazu gedrängt wird. Regie führte Alejandro González Iñárritu, der für „Birdman“ und „The Revenant – Der Rückkehrer“ mit Oscars als bester Regisseur ausgezeichnet wurde.

Sandra Hüller spielt die impulsive Halbschwester von Cruises Figur. Variety zufolge könnte „Digger“ einer der größten Flops des Jahres oder sogar der Filmgeschichte werden.

Hathaway startet deutlich stärker

Deutlich besser lief laut Box Office Mojo der neue Film von Anne Hathaway. Die Verfilmung von Colleen Hoovers Psychothriller „Verity“ startete demnach mit 32,6 Millionen Dollar.

Hoovers Roman wurde durch die Online-Lesecommunity zu einem Bestseller und stand mehr als 100 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times. Hathaway wird bald erstmals gemeinsam mit Cruise in einem Film zu sehen sein.

Gemeinsamer Film in Planung

Für die Fortsetzung des Rennfahrerfilms „Tage des Donners“ soll Cruise erneut die Rolle des Cole Trickle übernehmen. Hathaway soll die Eigentümerin eines Rennteams und eine Ingenieurin spielen; als Regisseur ist Jonathan Levine vorgesehen. Der Kinostart ist Berichten zufolge für den 2. Juni 2028 geplant.

Hohe Erwartungen an einen Hollywoodstar

Das schwache nordamerikanische Startwochenende von „Digger“ trifft einen Film, dessen wirtschaftliches Risiko durch Produktionskosten von 160 bis 180 Millionen US-Dollar besonders groß ist. Für ein derart teures Projekt sind nicht nur die Einnahmen am ersten Wochenende entscheidend: Hinzu kommen Ausgaben für Werbung, internationale Vermarktung und die Beteiligung von Kinos an den Erlösen.

Tom Cruise steht dabei zugleich für eine starke globale Marke und für aufwendige Großproduktionen. Diese Bekanntheit kann Zuschauer mobilisieren, garantiert aber keinen Erfolg, wenn Ton, Genre oder Handlung eines Films das erwartete Publikum nicht erreichen. „Digger“ verbindet eine groteske Komödie mit einer Katastrophengeschichte und weicht damit vom klassischen Actionprofil des Schauspielers ab.

Unterschiedliche Signale aus dem Kinomarkt

Der Vergleich mit „Verity“ zeigt, dass das Ergebnis nicht allein auf eine allgemeine Zurückhaltung des Publikums schließen lässt. Die Verfilmung von Colleen Hoovers Bestseller startete mit deutlich höheren Einnahmen und profitiert offenbar von einer bereits bekannten literarischen Vorlage sowie einem klar umrissenen Thriller-Publikum.

Für Warner Bros. dürfte nun entscheidend sein, ob „Digger“ außerhalb Nordamerikas stärker anzieht und ob spätere Kinowochen sowie digitale Auswertungen die Bilanz verbessern. Für Cruise erhöht das Ergebnis den Druck auf die geplante Zusammenarbeit mit Hathaway in der Fortsetzung von „Tage des Donners“, die ein anderes Publikum über Rennsport und Action ansprechen soll.

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