Tom Cruise, Digger

Tom Cruise: „Digger“ floppt an US-Kinokassen – Anne Hathaway stärker gestartet

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 09:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Tom Cruises neue Komödie „Digger“ ist in Nordamerika deutlich schwächer gestartet als vom Studio erwartet. Während der Film mit Sandra Hüller und Regisseur Alejandro González Iñárritu zum möglichen Flop wird, legt Anne Hathaways „Verity“ einen wesentlich besseren Auftakt hin.

Auch in Deutschland startete der neue Film von Tom Cruise in der vergangenen Woche. (Archivbild) - Bild: Ahn Young-joon/AP/dpa
Auch in Deutschland startete der neue Film von Tom Cruise in der vergangenen Woche. (Archivbild) - Bild: Ahn Young-joon/AP/dpa

Tom Cruises neuer Film „Digger“ ist in den USA und Kanada laut Medienberichten weit unter den Erwartungen gestartet und spielte am ersten Wochenende Schätzungen zufolge rund acht Millionen US-Dollar ein.

Hohe Erwartungen an „Digger“

Die groteske Komödie war am Freitag in den nordamerikanischen Kinos angelaufen. Nach Angaben der Branchen-Website „Box Office Mojo“ beläuft sich das Ergebnis auf etwa acht Millionen Dollar.

Das Branchenblatt „Variety“ stuft den Film demnach als möglichen großen Flop des Jahres oder sogar als einen der größten Misserfolge der Kinogeschichte ein. Warner Bros. hatte bei Produktionskosten von 160 bis 180 Millionen Dollar mit mindestens 18 bis 20 Millionen Dollar gerechnet. Für einen Start, der das Budget angemessen widerspiegelt, wären nach Einschätzung von Experten etwa 40 Millionen Dollar nötig gewesen.

Cruise als Ölbaron

In „Digger“ spielt Cruise den mächtigen Ölbaron Digger Rockwell. Die Figur soll die Welt im letzten Moment vor einer selbst ausgelösten Katastrophe bewahren – oder wird dazu gezwungen. Regie führte Alejandro González Iñárritu, der für „Birdman“ und „The Revenant – Der Rückkehrer“ mit Oscars als bester Regisseur ausgezeichnet wurde.

Sandra Hüller verkörpert die impulsive Halbschwester von Cruises Figur. Der Film verbindet damit einen international bekannten Actionstar mit einem ungewöhnlichen Stoff und einem vielfach ausgezeichneten Regisseur.

„Verity“ startet stärker

Deutlich besser lief der Kinostart von Anne Hathaways neuem Film „Verity“. Die Verfilmung von Colleen Hoovers Psychothriller spielte laut „Box Office Mojo“ zum Auftakt 32,6 Millionen Dollar ein.

Hoovers Roman wurde durch die Online-Lesecommunity stark verbreitet und stand mehr als 100 Wochen auf der Bestsellerliste der „New York Times“. Hathaway spielt an der Seite von Dakota Johnson und Josh Hartnett.

Gemeinsamer Film von Hathaway und Cruise

Hathaway und Cruise sollen zudem bald gemeinsam in einem Film zu sehen sein. Hathaway arbeitet dem Bericht zufolge an der Fortsetzung des Rennfahrerfilms „Tage des Donners“ mit.

Cruise soll erneut den Rennfahrer Cole Trickle spielen. Hathaway ist demnach als Eigentümerin eines Rennteams und Ingenieurin vorgesehen. Als Regisseur ist Jonathan Levine im Gespräch; als Kinostart wird der 2. Juni 2028 genannt.

Hohe Fallhöhe bei Großproduktionen

Der Fehlstart von „Digger“ zeigt die besondere Fallhöhe teurer Kinoprojekte. Bei veranschlagten Produktionskosten von 160 bis 180 Millionen US-Dollar reicht ein ordentliches Einspielergebnis nicht aus: Zusätzlich zu den Herstellungskosten fallen erhebliche Ausgaben für Marketing, Vertrieb und weltweite Veröffentlichung an. Selbst ein Start im zweistelligen Millionenbereich hätte deshalb die wirtschaftlichen Erwartungen des Studios kaum erfüllt.

Für Tom Cruise ist das Ergebnis vor allem deshalb bemerkenswert, weil sein Name zuletzt eng mit großformatigem Actionkino und international erfolgreichen Franchises verbunden war. „Digger“ weicht diesem Muster als groteske Komödie unter der Regie von Alejandro González Iñárritu deutlich aus. Der Kinostart zeigt damit auch das Risiko, wenn ein etablierter Star ein Publikum außerhalb seines vertrauten Genres erreichen soll.

Anne Hathaway mit besserem Start

Der Vergleich mit „Verity“ macht zugleich sichtbar, wie stark Genre, Vorlage und Zielgruppe den Kinostart beeinflussen können. Die Verfilmung von Colleen Hoovers Bestseller spricht ein Publikum an, das den Stoff bereits kennt, während „Digger“ auf eine ungewöhnliche Mischung aus Komödie, Satire und Endzeitgeschichte setzt. Ein erfolgreicher Start garantiert zwar nicht automatisch einen langfristigen Kinoerfolg, verschafft dem Film aber eine deutlich bessere Ausgangslage.

Für das Publikum in Deutschland sind die Zahlen ein Hinweis darauf, dass die internationale Aufmerksamkeit für einen Hollywoodstar nicht automatisch auf jeden neuen Film übertragbar ist. Entscheidend bleiben neben Besetzung und Budget die Positionierung des Stoffes, die Resonanz auf Kritiken und die Fähigkeit, unterschiedliche Zielgruppen in die Kinos zu bringen.

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