Thomas Markle, Herzogin Meghan

Thomas Markle in Florida wegen Kinderporno-Vorwurf festgenommen

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 23:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der 82-Jährige soll nach einem Gerichtstermin in Tampa in sein Seniorenheim zurückkehren und dort unter Hausarrest stehen. Die US-Justiz will den Fall später in Kalifornien weiterverfolgen.

Verfahren gegen Thomas Markle

  • Thomas Markle wurde im US-Bundesstaat Florida vorübergehend festgenommen.
  • Bei Durchsuchungen in der Gegend von Los Angeles wurden 78 Gegenstände sichergestellt.
  • Der erste Gerichtstermin fand in Tampa statt; die Anklageverlesung soll in Kalifornien folgen.
  • Herzogin Meghan und ihr Vater sind schon lange entfremdet. (Archivbild) - Bild: Jonathan Brady/Pool PA/dpa
  • Charles führte Meghan 2018 zum Altar (Archivbild) - Bild: Jonathan Brady/PA Wire/dpa
  • In diesem Lagerhaus in Tijuana hatte Thomas Markle bis vor zwei Jahren eine Lagerfläche gemietet. - Bild: Chris Noyola/AP/dpa
Herzogin Meghan und ihr Vater sind schon lange entfremdet. (Archivbild)  - Bild: Jonathan Brady/Pool PA/dpa Charles führte Meghan 2018 zum Altar (Archivbild) - Bild: Jonathan Brady/PA Wire/dpa In diesem Lagerhaus in Tijuana hatte Thomas Markle bis vor zwei Jahren eine Lagerfläche gemietet.  - Bild: Chris Noyola/AP/dpa

Thomas Markle nach Festnahme unter Hausarrest

Der Vater von Herzogin Meghan, Thomas Markle, ist im US-Bundesstaat Florida vorübergehend festgenommen und wegen des mutmaßlichen Besitzes kinderpornografischen Materials angeklagt worden. Bei einem ersten Gerichtstermin in Tampa wurde entschieden, dass der 82-Jährige in sein Seniorenheim zurückkehren darf und dort elektronisch überwacht wird.

Anklageverlesung soll in Kalifornien folgen

Die Anklageverlesung soll zu einem späteren Zeitpunkt in Kalifornien stattfinden. Markle äußerte sich vor Gericht zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Ermittler durchsuchen Lagerräume

Zuvor hatten Ermittler zwei Lagerräume in der Gegend von Los Angeles untersucht, die Markle seit fast zwei Jahrzehnten gemietet haben soll. Dabei wurden 78 Gegenstände sichergestellt, darunter Bildmaterial und Bücher im Zusammenhang mit mutmaßlich missbrauchten Minderjährigen.

Der stellvertretende Bundesstaatsanwalt in Kalifornien, Bill Essayli, kündigte an, die Anschuldigungen seien extrem ernst und Markle werde mit allen rechtlichen Mitteln strafrechtlich verfolgt. Herzogin Meghan äußerte sich zunächst nicht zu der Festnahme.

Vorwürfe reichen bis auf die Philippinen

Im Oktober war bekanntgeworden, dass Markle in seinem früheren Haus in der philippinischen Provinz Cebu eine große Menge kinderpornografischen Materials zurückgelassen haben soll. Sein Sohn Thomas Markle Jr. hatte nach eigenen Angaben Bilder und Videos gefunden und die US-Behörden im Juli informiert.

Markle Sr. wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete sie als „kranke Lügen“. Auf den Philippinen geriet auch sein Sohn ins Visier der Ermittler, wird dort bislang aber lediglich als „Person von Interesse“ und nicht als Verdächtiger geführt.

Behörden sichern tausende Dateien

Nach Angaben des philippinischen Innenministers Juanito Victor Remulla wurden bisher etwa 7.500 Fotos sowie ein Video mit Aufnahmen mutmaßlich missbrauchter Minderjähriger sichergestellt. Das Material soll Kinder aus Asien, Lateinamerika und Europa zeigen.

Thomas Markle Jr. übergab den Behörden nach deren Angaben vier Kisten mit Computern, Mobiltelefonen, Festplatten und alten Videokassetten. Die Polizei in Cebu erhielt vergangene Woche einen richterlichen Beschluss zur Untersuchung der Datenträger und Unterlagen.

Meghan brach Kontakt zum Vater ab

Meghan hatte sich nach Bekanntwerden der Berichte „zutiefst bestürzt“ gezeigt. Sie erklärte, sie sei bereits 2018 von britischen Sicherheitsbehörden über beunruhigende und verstörende Vorwürfe gegen ihren Vater informiert worden.

Seit Jahren besteht zwischen Meghan und ihrem Vater Funkstille. Thomas Markle war 2018 nicht zur Hochzeit seiner Tochter in Großbritannien gereist; stattdessen führte sein damaliger Schwiegervater Charles Meghan zum Altar.

Die Festnahme markiert eine neue rechtliche Eskalation in einem seit Wochen öffentlich bekannten Komplex. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht mehr nur Vorwürfe im Zusammenhang mit früheren Räumlichkeiten auf den Philippinen, sondern ein US-Strafverfahren mit einem ersten Gerichtstermin in Florida und einer geplanten Anklageverlesung in Kalifornien.

Ermittlungen über mehrere Länder hinweg

Die Ermittlungen reichen nach den Angaben der dpa-Meldung von Cebu bis in die Gegend von Los Angeles. Auf den Philippinen wurden nach der Übergabe von vier Kisten mit Datenträgern und Unterlagen umfangreiche Auswertungen angekündigt; zugleich geriet Thomas Markle Jr. dort als „Person von Interesse“ in den Blick der Behörden. Diese Entwicklung betrifft jedoch einen anderen Verfahrensstrang als die nun gemeldete Festnahme des Vaters in den USA.

Für Thomas Markle gilt bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung die Unschuldsvermutung. Die US-Justiz muss die sichergestellten Gegenstände, deren Herkunft und den konkreten Tatvorwurf im weiteren Verfahren rechtlich bewerten. Der angeordnete Hausarrest mit elektronischer Überwachung begrenzt zunächst seine Bewegungsfreiheit, ersetzt aber keine gerichtliche Prüfung der Vorwürfe.

Folgen für Meghan Markle

Für Meghan verschärft der Vorgang die familiäre und öffentliche Belastung. Sie hatte den Kontakt zu ihrem Vater bereits seit Jahren abgebrochen und den Zugang zu ihren Kindern mit deren Schutz begründet. Die geplante Anklageverlesung in Kalifornien dürfte den Fall nun in ein reguläres US-Strafverfahren überführen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Euronews: „Kinderporno-Verdacht: Meghan Markles Vater in Florida festgenommen“ (06.11.2026)

Der Beitrag berichte über die Festnahme nahe Tampa und ordne sie in die Entfremdung zwischen Thomas Markle und seiner Tochter ein. Im Mittelpunkt stehe wie bei der dpa-Meldung der Vorwurf des Besitzes von Missbrauchsmaterial; die weiteren gerichtlichen Schritte blieben abzuwarten.

ZDFheute: „Thomas Markle festgenommen: FBI verhaftet Meghans Vater“ (06.11.2026)

ZDFheute berichte unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AP über die Festnahme in Florida. Der Beitrag setze einen Schwerpunkt auf die Rolle des FBI und die Verbindung zu Meghan; die strafrechtliche Bewertung der Vorwürfe stehe weiterhin aus.

Beide Beiträge bestätigten den Kern der Festnahme und des US-Verfahrens. Unterschiede lägen vor allem bei der Gewichtung von Ermittlerrolle und familiärem Hintergrund; offen blieben die Einzelheiten der Anklage und der weitere Verlauf in Kalifornien.

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