Thomas Markle in Florida festgenommen: Bis zu 20 Jahre Haft
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 06:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMarkles nächste gerichtliche Schritte
- Das FBI nahm Thomas Markle in einem Seniorenheim in Lakeland im Bundesstaat Florida fest.
- Bei den Durchsuchungen wurden 78 Gegenstände aus zwei Lagerräumen in Kalifornien sichergestellt.
- Die Anklageverlesung soll zu einem späteren Zeitpunkt in Kalifornien stattfinden.
FBI nimmt Thomas Markle in Florida fest
Der Vater von Herzogin Meghan, Thomas Markle, ist im US-Bundesstaat Florida vorübergehend festgenommen worden. Der 82-Jährige wurde wegen des mutmaßlichen Besitzes kinderpornografischen Materials angeklagt, wie die Staatsanwaltschaft in Kalifornien mitteilte.
Hinweis führt zu Lagerräumen
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis an das FBI zu einem von Markle angemieteten Lagerraum im Raum Los Angeles. Später stellte sich heraus, dass er dort seit 2008 zwei Lagerräume mietete und die Kosten noch im vergangenen Monat bezahlt hatte.
Spezialkräfte nahmen 78 Gegenstände in Verwahrung, darunter Bildmaterial und Bücher im Zusammenhang mit mutmaßlich missbrauchten Minderjährigen. In Gerichtsunterlagen werden außerdem Aufnahmen beschrieben, auf denen Markle selbst mit einem nackten minderjährigen Mädchen zu sehen sein soll.
Hausarrest nach erster Anhörung
Das FBI nahm Markle anschließend in einem Seniorenheim in Lakeland fest. Bei einem ersten Gerichtstermin in Tampa erschien er im Rollstuhl und äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.
Das Gericht entschied, dass Markle in das Seniorenheim zurückkehren darf. Dort soll er unter Hausarrest stehen und elektronisch überwacht werden; die Anklageverlesung soll später in Kalifornien stattfinden.
Bis zu 20 Jahre Haft möglich
Markle wird in einem Anklagepunkt der Besitz von Material zum sexuellen Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Die Höchststrafe liegt bei 20 Jahren Gefängnis. Der stellvertretende Bundesstaatsanwalt in Kalifornien, Bill Essayli, bezeichnete die Anschuldigungen als äußerst ernst.
Internationale Vorgeschichte
Im Oktober war bekanntgeworden, dass Markle in seinem früheren Haus auf den Philippinen eine große Menge entsprechenden Materials zurückgelassen haben soll. Sein Sohn Thomas Markle Jr. erklärte damals, er habe Bilder und Videos gefunden und die US-Behörden im Juli informiert.
Auf den Philippinen wurden nach Angaben des Innenministers Juanito Victor Remulla etwa 7.500 Fotos sowie ein Video mit Aufnahmen mutmaßlich missbrauchter Minderjähriger sichergestellt. Thomas Markle Jr. wird dort bislang als Person von Interesse und nicht als Verdächtiger betrachtet.
Meghan hält Abstand zu ihrem Vater
Herzogin Meghan hatte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe zutiefst bestürzt gezeigt. Sie erklärte, sie sei bereits 2018 von britischen Sicherheitsbehörden über beunruhigende und verstörende Vorwürfe gegen ihren Vater informiert worden und habe den Kontakt zu ihren Kindern zu deren Schutz verhindert.
Das Verhältnis zwischen Meghan und ihrem Vater ist seit Jahren zerrüttet. Thomas Markle reiste 2018 nicht zu ihrer Hochzeit; stattdessen führte sein damaliger Schwiegervater Charles sie zum Altar.
Markle wurde 1944 in Pennsylvania geboren und arbeitete früher als Lichtgestalter in Hollywood. Meghan stammt aus seiner zweiten Ehe mit Doria Ragland; aus seiner ersten Ehe stammen Samantha und Thomas Markle Jr.
Die Festnahme markiert den bislang schwerwiegendsten öffentlich bekannten Schritt in einem Verfahren, das sich über mehrere Länder erstreckt. Im Mittelpunkt stehen zwei von Thomas Markle angemietete Lagerräume im Großraum Los Angeles, die nach einem Hinweis durchsucht wurden. Die Ermittler stellten dort 78 Gegenstände sicher; die US-Anklage bezieht sich auf einen Vorwurf des Besitzes von Material zum sexuellen Missbrauch von Kindern.
Die Vorgeschichte reicht nach Angaben der dpa-Meldung auf die Philippinen zurück. Dort sollen Behörden zuvor umfangreiches Bild- und Videomaterial auf Datenträgern gefunden haben. Auch in Mexiko wurde ein von Markle angemieteter Lagerraum durchsucht. Diese Vorgänge bilden den internationalen Hintergrund der nun in den USA erhobenen Anklage, ersetzen aber nicht das anstehende Gerichtsverfahren.
Verfahren und öffentliche Folgen
Markle darf vorerst in das Seniorenheim in Lakeland zurückkehren und soll dort unter Hausarrest sowie elektronischer Überwachung stehen. Die Anklageverlesung soll später in Kalifornien stattfinden. Bei einer Verurteilung drohen nach US-Recht bis zu 20 Jahre Haft.
Für Meghan bedeutet der Fall eine weitere öffentliche Zuspitzung eines seit Jahren zerrütteten Familienverhältnisses. Ihre erklärte Entscheidung, den Kontakt zu ihrem Vater und zu ihren Kindern zu begrenzen, erhält vor dem Hintergrund der nun erhobenen Anklage zusätzliche Bedeutung. Zugleich gilt bis zu einer gerichtlichen Entscheidung die Unschuldsvermutung.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
stern: „Nach Fund von Kinderpornografie: Vater von Meghan Markle in den USA festgenommen“ (06.11.2026)
Der Bericht bestätige die Festnahme in Lakeland, die Durchsuchung zweier Lagerräume in Kalifornien und die mögliche Höchststrafe von 20 Jahren. Einen Schwerpunkt lege er zusätzlich auf frühere Ermittlungen auf den Philippinen und in Mexiko.
ZDFheute: „Thomas Markle festgenommen: FBI verhaftet Meghans Vater“ (06.11.2026)
Der Beitrag ordne die Festnahme stärker über die internationalen Vorermittlungen ein und hebe Funde auf Datenträgern auf den Philippinen hervor. Beide Berichte stellten die Anklage und Meghans Reaktion in den Mittelpunkt; offen bleibe der Ausgang des US-Verfahrens.
Übereinstimmend berichten die Beiträge über die Festnahme, die US-Anklage und den internationalen Ermittlungszusammenhang. Unterschiede liegen vor allem in der Gewichtung der philippinischen und mexikanischen Vorgeschichte.
