Streit um Alphaville: Veranstalter hätte Auftritt begrüßt
Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 15:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNach dem Eklat um die Ausladung der Band Alphaville vom Glücksgefühle-Festival auf dem Hockenheimring wegen politischer Äußerungen hat Mitorganisator Markus Krampe den Verlauf der Debatte bedauert. Es sei ein Fehler gewesen, die Band auszuladen, sagte er am Rand des Festivals. «Das ist superdämlich gewesen.»
Allerdings hätte er sich auch gefreut, wenn Alphaville («Forever Young») nach der Wiedereinladung aufgetreten wären: «Ich hätte es gut gefunden, wenn sie gekommen wären», sagte Krampe. «Dann hätten wir vielleicht auch ein Zeichen setzen können.»
Streit um politische Äußerungen
Hintergrund des Streits ist eine Bitte des Festivalveranstalters, bei Auftritten nicht über Politik zu reden. Die Veranstalter hatten sich danach gegen scharfe Kritik auch von anderen Künstlern wehren müssen. Trotz der Entschuldigung hatte sich Alphaville entschlossen, nicht beim Festival aufzutreten. Zuvor hatten unter anderem Campino und Culcha-Candela-Sänger Mateo die Ausladung als Angriff auf Meinungs- und Kunstfreiheit kritisiert.
Auslöser für die Entscheidung sei eine frühere Veranstaltung gewesen, bei der Alphaville-Sänger Marian Gold sich politisch geäußert hatte, erklärte Krampe zuvor auf Instagram. Gäste hätten sich im Nachhinein beschwert: Sie wollten beim Festival abschalten und nicht das hören, was sie ohnehin aus den Nachrichten kennen. Daraufhin habe er das Management gebeten, auf politische Äußerungen zu verzichten.
Das Festival dauert bis Sonntag. Ex-Fußballnationalspieler Lukas Podolski und Krampe organisieren es seit 2023.
