Sido, Spätkauf Berlin

Sido schließt Späti in Berlin wegen 6.000 Euro Miete

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 02:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Berliner Rapper beendet das Geschäft, das er 2021 mit Bozza und Armin Bahari-Darakhshan eröffnet hatte. Einen neuen Standort plant Sido nach eigenen Angaben zunächst nicht.

Sidos Späti-Projekt nahe dem Ostkreuz

  • Sido eröffnete den Laden 2021 gemeinsam mit Bozza und Armin Bahari-Darakhshan.
  • Die Monatsmiete stieg laut Meldung von 4.000 auf 6.000 Euro.
  • Der 45-Jährige schließt einen neuen Späti an einem anderen Standort derzeit aus.
Sido muss seinen Späti demnächst schließen. (Archivbild) - Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

Sido schließt „Svenni's Nachtshop“ in Berlin

Der Rapper Sido muss seinen Späti „Svenni's Nachtshop“ in Berlin im nächsten Monat schließen. Als Grund nannte der 45-Jährige im Podcast „Take me Späti“ die gestiegenen Mieten.

Miete stieg auf 6.000 Euro

Der Laden nahe dem Ostkreuz war den Angaben zufolge 2021 gemeinsam mit dem Rapper Bozza und Armin Bahari-Darakhshan eröffnet worden. Die monatliche Miete habe damals 4.000 Euro betragen und liege inzwischen bei 6.000 Euro.

„Das kannst du mit so einem Späti nicht finanzieren“, sagte Sido in dem Gespräch. „Wir können uns das nicht mehr leisten“, erklärte er mit Blick auf die höheren Kosten.

Kein neuer Standort geplant

Die Idee für den Spätkauf sei durch einen Freund entstanden, der zu dieser Zeit bereits einen Späti besessen habe. Ob er nach der Schließung an einem anderen Ort einen neuen Laden eröffnen wolle, verneinte Sido deutlich.

Das sei derzeit nicht geplant, sagte der gebürtige Berliner. „Svenni's Nachtshop“ soll im nächsten Monat schließen.

Die Schließung von „Svenni's Nachtshop“ steht exemplarisch für den Kostendruck, unter dem kleine Berliner Verkaufsstellen stehen. Beim Späti treffen laufende Ausgaben für Miete, Personal, Energie und Waren auf begrenzte Margen im klassischen Kioskgeschäft.

Der konkrete Sprung von 4.000 auf 6.000 Euro Monatsmiete bedeutet eine Mehrbelastung von 2.000 Euro beziehungsweise 50 Prozent. Für einen Laden, dessen Umsatz stark von Tabakwaren, Getränken, Snacks und den Abendstunden abhängt, kann eine solche Erhöhung die wirtschaftliche Grundlage entziehen.

Vom Kiosk zum Treffpunkt

Sidos Geschäft war zudem kein gewöhnlicher Spätkauf. Die Betreiber setzten auf ein erweitertes Konzept mit Lounge, besonderem Sortiment und zusätzlicher Aufenthaltsqualität. Solche Angebote können einen Standort aufwerten, erhöhen aber zugleich den Druck, ausreichend Umsatz über längere Öffnungszeiten und zusätzliche Produkte zu erzielen.

Für Anwohner bedeutet die Schließung zunächst den Verlust eines bekannten Nahversorgungs- und Treffpunkts. Für die Berliner Gewerbelandschaft verweist der Fall auf die Spannung zwischen steigenden Immobilienkosten und kleinteiligen, lokal verankerten Geschäftsmodellen. Dass Sido nach eigenen Angaben vorerst keinen neuen Späti eröffnen will, macht das Ende des Projekts zusätzlich deutlich.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

stern: „Sido: Mieterhöhung kostet ihn seinen Späti“ (03.11.2026)

Der Artikel berichte ebenfalls, dass der Laden in den nächsten Wochen wegen der auf 6.000 Euro gestiegenen Monatsmiete schließen solle. Er lege den Schwerpunkt zusätzlich auf die ungewöhnliche Ausstattung und die Entstehungsgeschichte des Spätkaufs.

n-tv: „‚Svenni's Nachtshop‘ vor dem Aus: Sido muss seinen Späti dicht machen“ (03.11.2026)

Der Beitrag bestätige die bevorstehende Schließung und die Mietsteigerung von 4.000 auf 6.000 Euro. Anders als der stern betone er stärker den Charakter des Geschäfts als ungewöhnlichen Ort mit Lounge, Geheimtür und besonderem Sortiment.

Beide Beiträge seien sich beim Aus wegen der höheren Miete und beim Verzicht auf einen unmittelbar geplanten neuen Späti einig. Unterschiede gebe es vor allem bei der Gewichtung von Geschäftskonzept und Ausstattung.

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