Oktoberfest München, Sicherheit Wiesn

Oktoberfest München: Neuer OB Krause zapft an – verschärfte Sicherheit und neue Wiesn-Attraktionen

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 03:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

In München beginnt heute das 191. Oktoberfest: Oberbürgermeister Dominik Krause eröffnet die Wiesn mit dem traditionellen Anstich, begleitet von einem deutlich verschärften Sicherheitskonzept. Besucher können sich auf neue Fahrgeschäfte und ein erweitertes Angebot an Festzelten freuen.

  • Am Samstag heißt es wieder «O'zapft is». (Archivbild)  - Bild: Felix Hörhager/dpa
    Am Samstag heißt es wieder «O'zapft is». (Archivbild) - Bild: Felix Hörhager/dpa
  • Um 12.00 Uhr gibt es endlich das langersehnte Bier. (Archivbild)   - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Um 12.00 Uhr gibt es endlich das langersehnte Bier. (Archivbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Gespannt wird darauf gewartet, wie viele Schläge OB Krause auf seiner ersten Wiesn braucht, bis der Zapfhahn sitzt. (Archivbild)  - Bild: Matthias Balk/dpa
    Gespannt wird darauf gewartet, wie viele Schläge OB Krause auf seiner ersten Wiesn braucht, bis der Zapfhahn sitzt. (Archivbild) - Bild: Matthias Balk/dpa
  • Eine neue Koordinierungzentrale und KI-gestützte Kameras sollen gefährliche Überfüllungsszenen verhindern. (Archivbild)  - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Eine neue Koordinierungzentrale und KI-gestützte Kameras sollen gefährliche Überfüllungsszenen verhindern. (Archivbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Die Vorfreude auf das Oktoberfest steigt: OB Dominik Krause (r) und Wiesn-Chef Christian Scharpf sitzen schon einmal Probe. - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Die Vorfreude auf das Oktoberfest steigt: OB Dominik Krause (r) und Wiesn-Chef Christian Scharpf sitzen schon einmal Probe. - Bild: Sven Hoppe/dpa
Am Samstag heißt es wieder «O'zapft is». (Archivbild)  - Bild: Felix Hörhager/dpa Um 12.00 Uhr gibt es endlich das langersehnte Bier. (Archivbild)   - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Gespannt wird darauf gewartet, wie viele Schläge OB Krause auf seiner ersten Wiesn braucht, bis der Zapfhahn sitzt. (Archivbild)  - Bild: Matthias Balk/dpa Eine neue Koordinierungzentrale und KI-gestützte Kameras sollen gefährliche Überfüllungsszenen verhindern. (Archivbild)  - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Die Vorfreude auf das Oktoberfest steigt: OB Dominik Krause (r) und Wiesn-Chef Christian Scharpf sitzen schon einmal Probe. - Bild: Sven Hoppe/dpa

In München beginnt heute das 191. Oktoberfest, das traditionell mit dem Anstich im Schottenhamel-Festzelt und dem Ruf «O'zapft is» eröffnet wird.

Neuer Oberbürgermeister übernimmt den Anstich

Um Punkt 12.00 Uhr eröffnet Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) die Wiesn mit dem berühmten Ausruf und schlägt das erste Fass an. Mit Spannung wird erwartet, wie viele Schläge der Rathauschef bei seiner ersten Oktoberfest-Eröffnung in diesem Amt benötigt. Die erste Maß Bier reicht er der Tradition folgend dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), mit dem er auf eine friedliche Wiesn anstößt. Erst nach dem offiziellen Anstich darf in allen Festzelten Bier ausgeschenkt werden.

Wetter und Besucherzahlen zur Wiesn 2026

Zum Auftakt des Festes wird sonniges Wetter mit weiß-blauem Himmel und Temperaturen bis zu 24 Grad erwartet. Das Oktoberfest dauert in diesem Jahr 16 Tage bis zum 4. Oktober. Die Veranstalter rechnen mit bis zu sechs Millionen Besuchern aus aller Welt, die auf der Theresienwiese feiern, Fahrgeschäfte besuchen und die Festzelte füllen.

Schärferes Sicherheitskonzept nach Überfüllung

Die Behörden haben das Sicherheitskonzept für das Gelände noch einmal deutlich verstärkt. Hintergrund ist die starke Überfüllung am zweiten Wiesn-Samstag des vergangenen Jahres, bei der das Fest nach Behördenangaben womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt war. Neu ist unter anderem ein Koordinierungs- und Beobachtungszentrum, in dem das Geschehen auf der Theresienwiese eng überwacht wird.

Technik und Verbote für mehr Sicherheit

KI-gestützte Kameras sollen große Menschenansammlungen frühzeitig erkennen, um Besucherströme besser lenken zu können. Rund um das Gelände gelten ein Messerverbot und ein Flugverbot, insbesondere für Drohnen. Es gibt Einlasskontrollen, große Taschen sind nicht erlaubt und das Kiffen ist ebenfalls verboten. Etwa 600 Polizeibeamte sind rund um das Fest im Einsatz.

Unterstützung durch Spezialkräfte und internationale Teams

Die Wiesnwache wird von der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Zusätzlich sind spezialisierte Taschendieb-Fahnder im Einsatz, um Straftaten im Gedränge zu verhindern. Internationale Einsatzkräfte aus acht Ländern ergänzen die Sicherheitsmaßnahmen und helfen dabei, die Kommunikation mit Gästen aus dem Ausland zu erleichtern.

Neue Fahrgeschäfte bereichern das Angebot

Drei neue Fahrgeschäfte feiern in diesem Jahr ihre Premiere auf der Wiesn. Das «Shake & Roll» setzt als Weiterentwicklung des klassischen «Break Dance» auf schnelle Drehungen und Bewegungen. Im Laufgeschäft «The Fischerman's Place» überwinden Besucher auf drei Etagen Hindernisse wie Wackelböden und Drehteller. Das «Chaos Pendel» schleudert Fahrgäste mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde durch die Luft und richtet sich an Adrenalin-Fans.

Neues kleines Zelt ersetzt die Münchner Stubn

Neu im Bereich der kleinen Festzelte ist «Bartls Flößerstadl». Wirt Klaus Bartl hat das Zelt nach Angaben der Veranstalter in Rekordzeit aufgebaut. Es ersetzt die «Münchner Stubn», deren Wirt im Streit mit der Stadt um die Vergabe eines Zeltes steht und kurzfristig aufgegeben hatte. Damit bleibt die Zahl der kleineren Zelte auf der Wiesn stabil, das Angebot für Gäste wird jedoch leicht verändert.

Tradition und Veränderung auf der Theresienwiese

Das Oktoberfest gilt als größtes Volksfest der Welt und prägt seit Jahrzehnten das Bild Münchens. Der traditionelle Anstich mit dem Ruf «O'zapft is» markiert nicht nur den Beginn des Bieraussschanks, sondern steht für das Selbstverständnis der Stadt als Gastgeberin eines internationalen Festes. Mit der Premiere des neuen Oberbürgermeisters Dominik Krause gewinnt der Auftakt zusätzlich politische Symbolkraft, weil sich an der Wiesn regelmäßig die Spitze der bayerischen Politik öffentlich zeigt.

Reaktion auf Sicherheitsdebatten und Besucherströme

Die deutliche Verschärfung des Sicherheitskonzepts ist eine Antwort auf die wachsenden Besucherzahlen und den Vorfall der Überfüllung am zweiten Wiesn-Samstag im Vorjahr. KI-gestützte Kameras, Koordinierungs- und Beobachtungszentrum, Flug- und Messerverbote sowie strenge Einlasskontrollen sollen dazu beitragen, große Menschenansammlungen schneller zu erkennen und geordnet zu lenken. Die hohe Zahl eingesetzter Polizeikräfte und spezialisierter Fahnder verdeutlicht, welchen Stellenwert Gefahrenabwehr, Prävention und geordnete Abläufe für Stadt und Sicherheitsbehörden inzwischen haben.

Wirtschaftliche Bedeutung und Angebot für Besucher

Mit erwarteten sechs Millionen Gästen ist die Wiesn auch ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für Brauereien, Gastronomie, Schausteller und den Tourismusstandort München. Neue Fahrgeschäfte und ein erweitertes Angebot an Zelten wie «Bartls Flößerstadl» zeigen, dass das Fest neben seiner traditionellen Rolle als Bier- und Brauchtumsveranstaltung auch ein moderner Erlebnispark ist. Für Besucher bedeutet dies eine Mischung aus historischer Festkultur, politischer Bühne und kommerziellem Großereignis, das bei aller Ausgelassenheit zunehmend von Sicherheits- und Organisationsfragen geprägt ist.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70128876 |