Berlin, Deutschland

Deutschland kürt Teilnehmer für Eurovision Song Contest

28.02.2026 - 06:00:11 | dpa.de

Neun Acts, kein klarer Favorit - und diesmal ohne Stefan Raab: In Berlin wird das ESC-Ticket 2026 vergeben. Wer darf für Deutschland nach Wien reisen?

  • Neun Acts machen sich Hoffnung, Deutschland beim ESC in Wien zu vertreten. (Archivbild) - Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

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  • Hazel Brugger und Barbara Schöneberger moderieren den Abend. (Archivbild) - Foto: Hannes Albert/Britta Pedersen/dpa

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Neun Acts machen sich Hoffnung, Deutschland beim ESC in Wien zu vertreten. (Archivbild) - Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpaHazel Brugger und Barbara Schöneberger moderieren den Abend. (Archivbild) - Foto: Hannes Albert/Britta Pedersen/dpa

Deutschland wählt am Samstagabend (20.15 Uhr, ARD) seinen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2026 aus. Beim Vorentscheid in Berlin gehen insgesamt neun Acts ins Rennen um das Ticket nach Österreich. Das Finale des internationalen Musik-Wettbewerbs findet am 16. Mai in Wien statt.

Wer am Ende dort für Deutschland singen wird, lässt sich allerdings noch schwer prognostizieren. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Den bekanntesten Namen hat Sarah Engels (33), die mal im Finale der Casting-Sendung «Deutschland sucht den Superstar» stand und viel Show-Erfahrung mitbringt. Weitere Bewerberinnen sind die Sängerinnen Malou Lovis (26), Molly Sue (25) und Laura Nahr (25). Bei den Männern treten der Deutsch-Amerikaner Myle (25), Songwriter Bela (23) und der Liechtensteiner Musiker Wavvyboi (27) an.

Neben den Einzelkünstlern haben es zudem zwei Formationen in den Vorentscheid geschafft – das Duo Ragazzki und die Gruppe Dreamboys The Band. Das auffälligste Lied wird wohl Ragazzki präsentieren - die beiden Musiker Marti Fischer (35) und David Starosciak (33) mischen Italo-Disco-Sound mit Beats aus Osteuropa und deutschem Text.

NDR und Raab weg - SWR übernimmt

Einen Wechsel gibt es hinter den Kulissen: Nachdem die ESC-Federführung innerhalb der ARD jahrzehntelang Sache des Norddeutschen Rundfunks (NDR) war, ist von diesem Jahr an der Südwestrundfunk (SWR) zuständig. Überdies ist Entertainer Stefan Raab nicht mehr Teil der Auswahlmaschinerie. Er war im vergangenen Jahr noch einmal für eine ESC-Mission reaktiviert worden. Das unter seiner Ägide ausgewählte Pop-Duo Abor & Tynna fuhr mit Platz 15 einen Mittelfeldrang beim ESC in Basel ein.

Um einen Nachfolger für das Geschwister-Duo zu finden, hat es bereits einen mehrstufigen Auswahlprozess gegeben. Der SWR setzte unter anderem auf sogenannte Songwriting-Camps, in denen Künstler mit erfahrenen Songwritern und Producern Titel für den ESC entwickelten. Anschließend bewerteten Experten die Ergebnisse.

Zwei Runden bis zum Sieg

Auch beim Vorentscheid wird es zwei Runden geben. Zunächst hat eine 20-köpfige Jury aus 20 ESC-Teilnehmerländern das Sagen. Sie soll aus den neun Bewerbern nur noch drei machen. Danach entscheidet das Publikum, wen es von den drei Acts für Deutschland zum ESC schicken will.

Moderiert wird die Show «Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale» von Barbara Schöneberger (51) und Hazel Brugger (32). Als prominente Gäste werden unter anderem Schlagersängerin Paola Felix (75), Komikerin Carolin Kebekus (45) und «Der Bergdoktor»-Schauspieler Hans Sigl (56) erwartet.

Deutschland hat beim ESC in den zurückliegenden zehn Jahren viele Tiefschläge einstecken müssen - oft gab es letzte oder vorletzte Plätze. Eine Top-Platzierung konnte nur Michael Schulte im Jahr 2018 (4. Platz) erzielen. Er wird beim Vorentscheid 2026 ebenfalls zu Gast sein.

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