Mein Erbe der Einheit: 37°Leben im ZDF über Nachwendekinder
23.09.2025 - 14:30:09Dennis wurde 1992 in Senftenberg geboren und wuchs als Sohn einer Polin und eines Mosambikaners im Osten Deutschlands auf. Schon seine Eltern kämpften um Zugehörigkeit. Angesichts des Erstarkens rechter Kräfte fürchtet der 33-Jährige um seine geliebte Heimat. "Wir haben unseren Platz hier erkämpft und das gebe ich auch nicht so einfach wieder her. Es ist hier wunderschön und ich will das mit jedem Menschen teilen", so Dennis, der sich selbst als "Kind internationaler sozialistischer Liebe" bezeichnet.
Jule ist 27 und stammt aus Rostock. Ihre Großeltern sind 1987 in den Westen ausgereist. Jules Eltern blieben damals in Rostock – es war ihre eigene Entscheidung. Erst vor Kurzem wurde Jule bewusst, dass sie sich nicht nur als Norddeutsche fühlt, sondern auch als Ostdeutsche "und das geht auch nicht wieder weg". Jule spürt die Vorurteile. "Wenn Menschen fragen, wo kommst Du her, dann merkt man schon diesen Zwischenton. Ah, Rostock, hm, Du kommst aus Ostdeutschland. Das ist dann meistens nicht wirklich was Gutes". Mit einem selbstentwickelten Kartenspiel möchte Jule dazu beitragen, diese Vorurteile abzubauen und Verständnis zwischen Ost und West und zwischen Generationen zu wecken.
Der Film zeigt, wie Nachwendekinder die deutsche Einheit auf den Prüfstand stellen, neu interpretieren und mitgestalten.
Die "37°Leben"-Reportage "Mein Erbe der Einheit" wird mit Untertiteln angeboten.
Pressekontakt:
ZDF-Kommunikation
pressedesk@zdf.de
Folgen Sie uns gerne auch bei LinkedIn (https://www.linkedin.com/company/zdf/).
Original-Content von: ZDF übermittelt durch news aktuell


