Macklemore will Einnahmen spenden - auch Sheeran sagt Geld zu
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 13:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNach seinem Rausschmiss als Voract von Ed Sheeran will Rapper Macklemore seine Konzerteinnahmen an Palästinenser spenden.
Spenden nach dem Tour-Streit
Auch auf der Gegenseite der Kontroverse ist die Spendenbereitschaft groß. Ed Sheeran und Stadionbesitzer Robert Kraft kündigten an, sich mit Geld an der Hilfe für die humanitäre Lage in der Region zu beteiligen.
Vorwurf und Gegenwehr
Macklemore hatte nach «Free Palestine»-Rufen anstehenden Konzerten Ausladung erfahren. Er schrieb am Mittwoch auf Instagram, er wolle den gesamten Nettoverdienst seiner „Loop“-Tour-Auftritte an sechs Organisationen spenden, die direkt Palästinenser unterstützen.
Reaktion von Ed Sheeran und Robert Kraft
Robert Kraft teilte mit, Ed Sheeran habe ihn zuvor kontaktiert und um eine Beteiligung an einer Spende gebeten. Kraft erklärte, er unterstütze seit Jahrzehnten Bemühungen, Chancen für Palästinenser zu schaffen, und beide wollten weitere Veranstalter einbinden.
Langjährige Kontroverse
Der Musiker Benjamin Haggerty, bekannt als Macklemore, äußert sich seit Jahren propalästinensisch. Kritiker werfen ihm vor, in Auftritten und Liedtexten antisemitische Stereotype zu bedienen; der Künstler weist das zurück.
Einordnung der Spendenankündigungen
Die Debatte zeigt, wie stark der Nahost-Konflikt inzwischen auch in der Popkultur aufgeladen ist. Aus einem Streit um einen Tour-Act ist binnen kurzer Zeit ein öffentliches Signal mit erheblicher symbolischer Wirkung geworden, weil mehrere Beteiligte nicht nur Position beziehen, sondern auch Geld zusagen.
Für Künstler, Veranstalter und Sponsoren wächst damit der Druck, politische Aussagen auf und neben der Bühne klar einzuordnen. Gleichzeitig macht der Fall deutlich, dass Spendenankündigungen in solchen Konflikten nicht nur Hilfe versprechen, sondern auch als Reaktion auf öffentlichen Protest, Imageschäden und Loyalitätsfragen gelesen werden.
Für das Publikum ist das vor allem deshalb relevant, weil sich an solchen Kontroversen ablesen lässt, wie eng Kultur, Politik und soziale Medien inzwischen miteinander verbunden sind. Wer ein Konzert oder Festival besucht, erlebt damit oft nicht nur Unterhaltung, sondern auch eine Debatte über Meinungsfreiheit, Antisemitismusvorwürfe und die Frage, welche politische Haltung im Musikgeschäft akzeptiert wird.
