Klaus Behrendt verlässt den Tatort Köln nach Folge 100
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 07:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWSKlaus Behrendt hört nach 30 Jahren als Kölner „Tatort“-Kommissar Max Ballauf auf; seine 100. Folge mit Dietmar Bär als Freddy Schenk soll zugleich sein letzter Einsatz sein.
Letzter Fall im Jahr 2027
Die Jubiläumsfolge soll voraussichtlich im Herbst 2027 ausgestrahlt werden und noch in diesem Jahr gedreht werden, wie der WDR mitteilte. Bär will die Rolle des Kommissars Schenk hingegen weiterführen.
Behrendt begründete seinen Abschied mit einem selbst gesetzten Ziel: „Mein Ziel waren 100 Folgen“. Sein Entschluss, die Rolle pünktlich zum 30-jährigen Dienstjubiläum aufzugeben, sei ihm nicht leichtgefallen und habe bereits länger in ihm gereift.
Mehr Zeit für Familie
Die Figur habe ihn fast die Hälfte seines Lebens begleitet, sagte der 66-Jährige laut WDR. Nun freue er sich darauf, mehr Zeit für sich und seine Familie zu haben.
Ganz von der Kamera verabschieden will sich Behrendt nach eigener Aussage aber nicht. Er erklärte, sein Schritt bedeute nicht, dass er gar nicht mehr vor der Kamera stehen möchte.
Dietmar Bär macht weiter
Dietmar Bär sagte, er und Behrendt hätten sich über dessen Entscheidung intensiv ausgetauscht. Er müsse den Entschluss, nach Folge 100 auszusteigen und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, schweren Herzens akzeptieren.
Bär betonte zugleich, er und das Kölner Team hätten weiterhin Lust weiterzumachen. Damit ist die Zukunft der Reihe über Behrendts Abschied hinaus grundsätzlich offen.
Ein Abschied mit festem Ziel
Klaus Behrendt verbindet seinen Ausstieg mit einem klaren persönlichen Meilenstein: 100 Folgen als Kölner Ermittler Max Ballauf. Die geplante letzte Folge fällt zugleich mit dem 30-jährigen Dienstjubiläum der Figurendarstellung zusammen. Damit endet eine der langlebigsten Besetzungen der deutschen Krimireihe, während Dietmar Bär als Freddy Schenk weitermachen will.
Für das Kölner Team bedeutet Behrendts Entscheidung keinen sofortigen Schlussstrich. Nach der 100. Folge könnte die Reihe mit Bär und einem neuen Partner fortgesetzt werden. Die dpa-Meldung nennt für die Jubiläumsfolge eine voraussichtliche Ausstrahlung im Herbst 2027; gedreht werden soll sie noch 2026. Bis dahin bleiben weitere Fälle mit dem eingespielten Duo im Programm.
Mehr als ein Rollenwechsel
Der Abschied fällt in eine Phase, in der der „Tatort“ seine Ermittlerteams regelmäßig sichtbar verändert. Erst im Frühjahr verabschiedeten sich die Münchner Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr nach ihrer 100. Folge. Ein Wechsel in Köln wäre deshalb nicht nur eine personelle Veränderung, sondern auch eine Frage der Kontinuität: Ballauf und Schenk stehen seit Jahrzehnten für ein vertrautes Ermittlerformat.
Für Zuschauer ist vor allem offen, wie das WDR-Team die Balance zwischen Wiedererkennbarkeit und Erneuerung gestaltet. Bärs angekündigte Bereitschaft weiterzumachen hält die Kölner Reihe grundsätzlich offen; zugleich wird die Nachfolge bei der Besetzung von Ballauf entscheidend dafür sein, ob der vertraute Charakter des Teams erhalten bleibt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
DER SPIEGEL: „»Tatort«-Vote: Wie gefiel Ihnen »Die letzten Menschen von Köln«“ (21.09.2026)
Der Bericht ordne die aktuelle Kölner Folge als 96. Fall ein und schreibe, aus Köln seien bis dahin keine Ablösungspläne bekannt gewesen. Zugleich hebe er hervor, dass bereits weitere Fälle vorbereitet seien und der 100. Fall nach damaliger Planung erst 2028 ausgestrahlt werden könnte; die nun mitgeteilte Entscheidung Behrendts setze diesen Ausblick neu ein.
Merkur: „Kölner Survival-„Tatort“: Darum boomt die Prepper-Szene - und darum wird sie beobachtet“ (20.09.2026)
Der Artikel bestätige, dass die nächsten Kölner Fälle bereits feststünden und teilweise abgedreht seien. Seinen Schwerpunkt setze er auf die Prepper-Thematik, Weltkriegsbombenfunde und die geplante Fortsetzung der Reihe; die konkrete Mitteilung über Behrendts Ausstieg nach Folge 100 sei darin noch nicht enthalten.
Beide Berichte beschrieben die unmittelbare Zukunft des Kölner Teams als gesichert, setzten ihren Schwerpunkt jedoch auf den aktuellen Fall und dessen gesellschaftlichen Hintergrund. Offen bleibe nach der neuen Personalentscheidung insbesondere, wer künftig an der Seite von Dietmar Bär ermitteln werde.
