Deutschland, Kriminalität

K.o.-Tropfen-Einsatz: Justizministerin will härtere Strafen

24.11.2025 - 13:56:11

K.o-Tropfen gelten auch als «Vergewaltigungsdroge». Ein Entwurf sieht vor, dass die gefährlichen Substanzen künftig bei der Strafverfolgung wie eine Waffe behandelt werden sollen.

Das Bundesjustizministerium will für den Einsatz von sogenannten K.o.-Tropfen höhere Strafen. Wer die gefährlichen Mittel für eine Vergewaltigung oder einen Raub einsetzt, soll künftig mit mindestens fünf Jahren Freiheitsstrafe rechnen, das geht aus einem heute veröffentlichten Entwurf des Justizministeriums hervor. Dazu sollen K.o.-Tropfen rechtlich als Waffe oder gefährliches Werkzeug eingestuft werden können.

Vergewaltigungen unter Einsatz von K.-o.-Tropfen seien besonders perfide und gefährlich, erklärte Justizministerin Stefanie Hubig (SPD). Sie sagt: «Frauen werden gezielt mit Substanzen wie K.-o.-Tropfen betäubt, um ihnen sexuelle Gewalt anzutun. Solche Taten müssen hart bestraft werden.» Der deutsche Rechtsstaat müsse ein klares Signal an die Täter senden: «Diese Taten werden konsequent verfolgt und streng bestraft.»

Der Bundesgerichtshof hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass K.-o.-Tropfen nicht als «gefährliches Werkzeug» im Sinne des Strafgesetzbuches zu verstehen seien. Dies führe dazu, dass nach derzeitiger Rechtslage regelmäßig eine Mindeststrafe von lediglich drei Jahren Freiheitsstrafe verhängt werde, teilte das Ministerium mit.

Am Dienstag ist der Internationale Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Reul kritisiert Informationsfluss nach Gelsenkirchener Coup Ein spektakuläres Ganoven-Stück und viele offene Fragen: Innenminister Reul wundert sich über die Gelsenkirchener Sparkasse – und über das viele Bargeld im Tresor. (Unterhaltung, 10.01.2026 - 00:01) weiterlesen...

Deutscher Austauschstudent in Kolumbien erschossen. Die Polizei prüft ein Raubmotiv. Behörden setzen eine hohe Belohnung für Hinweise aus. Ein deutscher Student ist im Norden Kolumbiens getötet worden. (Unterhaltung, 09.01.2026 - 22:59) weiterlesen...

Schweizer Inferno: U-Haft-Antrag am Trauertag. Für den Ehemann sieht die Justiz ein Fluchtrisiko. Seine Frau wendet sich an die Öffentlichkeit. Nach der Katastrophe in einer Bar rückt das Betreiberpaar in den Fokus der Ermittlungen. (Unterhaltung, 09.01.2026 - 17:32) weiterlesen...

Puzzlearbeit nach Millionen-Coup: Bank noch für Wochen zu. Nur der SB-Bereich mit den Bankautomaten sei ab kommender Woche wieder zugänglich, teilt die Bank mit. Nach dem spektakulären Einbruch in Gelsenkirchen bleibt die Sparkasse noch für Wochen zu. (Unterhaltung, 09.01.2026 - 17:31) weiterlesen...

«White Tiger»: Mutmaßlicher Pädokrimineller vor Gericht. Er, kaum älter, soll seine Opfer dazu überredet haben, sich selbst zu töten. Ein 13-Jähriger starb. Nun steht der «White Tiger» vor Gericht. Seine Opfer waren jung und besonders verletzlich. (Unterhaltung, 09.01.2026 - 15:10) weiterlesen...

Prozess gegen mutmaßlichen Pädokriminellen «White Tiger». Er, kaum älter, soll seine Opfer dazu überredet haben, sich selbst zu töten. Ein 13-Jähriger starb. Nun steht der «White Tiger» vor Gericht. Seine Opfer waren jung und besonders verletzlich. (Unterhaltung, 09.01.2026 - 12:52) weiterlesen...