Jimi Blue Ochsenknecht, Betrugsprozess

Jimi Blue Ochsenknecht zu 34.500 Euro Strafe wegen schweren Betrugs verurteilt

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 11:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Jimi Blue Ochsenknecht ist in Österreich wegen schweren Betrugs zu einer Geldstrafe von 34.500 Euro verurteilt worden. Anlass war eine jahrelang offene Hotelrechnung aus einer Geburtstagsfeier in Tirol; das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft warf Ochsenknecht schweren Betrug vor. (Archivbild) - Bild: Lukas Barth-Tuttas/dpa
Die Staatsanwaltschaft warf Ochsenknecht schweren Betrug vor. (Archivbild) - Bild: Lukas Barth-Tuttas/dpa

Jimi Blue Ochsenknecht ist vom Landesgericht Innsbruck wegen schweren Betrugs zu einer Geldstrafe von 34.500 Euro verurteilt worden.

Urteil wegen offener Hotelrechnung

Der Schauspieler und Reality-TV-Darsteller soll eine Rechnung für seine Geburtstagsfeier in einem Vier-Sterne-Hotel in Tirol über Jahre nicht bezahlt haben. Die Forderung belief sich auf knapp 14.000 Euro und wurde erst beglichen, nachdem Ochsenknecht per Haftbefehl gesucht und Ende Juni 2025 in Hamburg festgenommen worden war.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ochsenknecht nahm an der Verhandlung nicht teil und ließ sich von seinem österreichischen Verteidiger vertreten.

Prozess nach Berufung fortgesetzt

Nach Angaben seines Verteidigers übernahm Ochsenknecht die Verantwortung für sein Handeln, bekannte sich jedoch nicht im Sinne der Anklage schuldig. Diese warf ihm schweren Betrug vor.

Der 34-Jährige hatte Ende 2021 seinen 30. Geburtstag in dem Hotel nahe der bayerischen Grenze gefeiert. Nach seiner Festnahme wurde er nach Österreich ausgeliefert und gegen Kaution freigelassen.

Bereits gezahlte Buße wird angerechnet

Beim ersten Prozesstermin im August 2025 hatte die Richterin zunächst entschieden, kein Urteil zu fällen. Stattdessen sollte Ochsenknecht im Rahmen einer sogenannten Diversion eine Geldbuße von 18.000 Euro zahlen.

Die Staatsanwaltschaft legte gegen diese Verfahrensbeendigung jedoch erfolgreich Berufung ein. Deshalb wurde der Prozess fortgesetzt und mit einem Schuldspruch beendet. Die bereits überwiesene Buße wird auf die neue Strafe angerechnet, sodass Ochsenknecht nur noch die Differenz zahlen muss.

Verfahren mit langer Vorgeschichte

Der Fall reicht bis Ende 2021 zurück. Damals feierte Jimi Blue Ochsenknecht seinen 30. Geburtstag in einem Vier-Sterne-Hotel in Tirol. Die offene Rechnung belief sich auf knapp 14.000 Euro und wurde nach den Angaben zum Verfahren erst beglichen, nachdem der Schauspieler im Juni 2025 in Hamburg festgenommen und anschließend nach Österreich ausgeliefert worden war.

Im August 2025 war zunächst eine sogenannte Diversion vorgesehen. Dieses im österreichischen Strafrecht mögliche Verfahren kann einen Prozess ohne Schuldspruch beenden, wenn der Beschuldigte eine Geldbuße zahlt und weitere Voraussetzungen erfüllt. Die Staatsanwaltschaft focht diese Lösung jedoch erfolgreich an. Damit wurde eine reguläre gerichtliche Entscheidung erforderlich.

Was das Urteil bedeutet

Die nun verhängte Geldstrafe von 34.500 Euro liegt über der ursprünglich vorgesehenen Buße von 18.000 Euro. Weil die bereits gezahlte Summe angerechnet wird, bleibt nach den Angaben zum Verfahren ein Restbetrag offen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, sodass weitere rechtliche Schritte möglich sind.

Für den Fall ist außerdem entscheidend, dass das Gericht nicht allein die ursprüngliche Hotelrechnung bewertete, sondern den Vorwurf des schweren Betrugs. Die Verurteilung beendet damit zwar die aktuelle Instanz, nicht aber zwingend das gesamte Verfahren. Eine endgültige rechtliche Bewertung hängt vom weiteren Verlauf und vom Eintritt der Rechtskraft ab.

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