Janosch, Oh wie schön ist Panama

Janosch stirbt mit 95 Jahren auf Teneriffa

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 10:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Schriftsteller und Illustrator starb im Alter von 95 Jahren auf Teneriffa. Bekannt wurde er mit liebevoll gestalteten Kinderbüchern, die weltweit Leserinnen und Leser erreichten.

Janoschs Werk bleibt über Generationen präsent

  • Janosch starb am Dienstag im Alter von 95 Jahren auf Teneriffa.
  • Sein Tübinger Verleger Bernhard Feil teilte den Tod der Deutschen Presse-Agentur mit.
  • Mit „Oh wie schön ist Panama“ erreichte der Künstler seit den 1970er Jahren Kinder in aller Welt.
Der Künstler Janosch starb auf Teneriffa. - Bild: Angelika Warmuth/dpa

Janosch stirbt mit 95 Jahren auf Teneriffa

Der Schriftsteller und Illustrator Janosch ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 95 Jahren auf Teneriffa, wie sein Tübinger Verleger Bernhard Feil der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Erfolg mit Tiger, Bär und Tigerente

Mit liebevoll illustrierten Büchern wie „Oh wie schön ist Panama“ begeisterte Janosch seit den 1970er Jahren Kinder in aller Welt. Zu seinen bekanntesten Figuren zählen der Tiger, der Bär und die Tigerente.

Janosch verband kurze, leicht zugängliche Geschichten mit einer markanten Bildsprache. Seine Bücher wurden über Generationen gelesen und machten ihn zu einem der bekanntesten deutschen Kinderbuchautoren und Illustratoren.

Ein Künstler mit eigener Bildwelt

Neben Kinderbüchern veröffentlichte Janosch auch Texte und Zeichnungen für Erwachsene. Seine Arbeiten kreisten häufig um Freundschaft, Freiheit, Lebenskunst und die Suche nach einem guten Ort.

Seit den 1980er Jahren lebte Janosch auf Teneriffa. Von dort aus blieb sein Werk im deutschen Kulturleben präsent und wurde weiterhin gelesen, verfilmt und in Ausstellungen gezeigt.

Janosch prägte die deutschsprachige Kinderliteratur mit einer Bildwelt, die einfache Formen, warme Farben und einen eigenwilligen Humor verband. Seine Figuren Tiger, Bär und Tigerente stehen für Freundschaft, gegenseitige Hilfe und die Suche nach einem besseren Ort.

Der internationale Erfolg setzte in den 1970er Jahren ein. Oh, wie schön ist Panama erschien 1978 und wurde ebenso wie weitere Geschichten in zahlreiche Sprachen übertragen. Janosch schrieb und illustrierte nicht ausschließlich für Kinder, sondern veröffentlichte auch Romane, autobiografisch geprägte Texte und satirische Zeichnungen.

Vom Kinderbuch zur kulturellen Marke

Die Bücher wurden über Generationen weitergegeben und mehrfach für Fernsehen und Film adaptiert. Dadurch blieb Janoschs Werk auch jenen vertraut, die seine Bücher nicht selbst gelesen hatten. Seine Figuren fanden zudem Eingang in Ausstellungen, Sammlungen und den Alltag von Familien.

Janosch lebte seit den 1980er Jahren auf Teneriffa. Der Rückzug auf die Kanaren wurde Teil seines öffentlichen Bildes: Der Künstler arbeitete dort weitgehend abseits des deutschen Kulturbetriebs, blieb durch seine Bücher aber dauerhaft präsent.

Bedeutung für Leserinnen und Leser

Mit Janoschs Tod endet nicht die Wirkung seines Werkes. Für Kinder bieten die Geschichten weiterhin einen niedrigschwelligen Zugang zu Themen wie Vertrauen, Mut und Zusammenhalt; für Erwachsene verbinden sie literarische Erinnerung mit einer unverwechselbaren Gestaltung.

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