Auszeichnung, Medien

Helmut Schmidt Journalistenpreis 2026 verliehen

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 15:06 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Frankfurt am Main - Die Jury des Helmut Schmidt Journalistenpreises hat aus 261 Einreichungen die Preisträgerinnen und Preisträger 2026 ermittelt. Zum 31. Mal würdigt die ING Deutschland mit dieser Auszeichnung herausragende publizistische Leistungen im Wirtschafts- und Finanzjournalismus – benannt nach Helmut Schmidt, dem ehemaligen Bundeskanzler und leidenschaftlichen Verfechter eines kritischen, unabhängigen Journalismus. Der Preis wurde 1996 erstmals vergeben und ist eine der renommiertesten Auszeichnungen im deutschsprachigen Wirtschaftsjournalismus. Die Preisverleihung fand am 4. November 2026 im Literaturhaus in Frankfurt am Main statt. Ausgezeichnet wurden:
Helmut Schmidt Journalistenpreis 2026 verliehen - Bild: presseportal.de

1. Preis: „Kings of Scam“ (Bayerischer Rundfunk)

„Kings of Scam – Millionen mit Fake-SMS“ vom Bayerischen Rundfunk beleuchtet die Welt des organisierten Online-Betrugs auf ebenso eindrucksvolle wie innovative Weise. Die mehrteilige Dokumentation macht die Mechanismen moderner Betrugsnetzwerke verständlich und rückt zugleich die Betroffenen in den Mittelpunkt. Dabei gelingt es den Autorinnen und Autoren, die Opfer nicht als einfältige Geschädigte darzustellen, sondern als nahbare Persönlichkeiten mit Identifikationswert. Die handelnden Journalistinnen und Journalisten werden Teil der Erzählung, ohne dabei die notwendige journalistische Distanz zu verlieren. Mit Selbstironie, Transparenz und einer zeitgemäßen Erzählweise entwickelt die Recherche damit einen besonderen Zugang zu einem Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Für die innovative und investigative Aufarbeitung eines hochrelevanten Verbraucherthemas sowie die außergewöhnlich gelungene Perspektive auf die Betroffenen wird die „team.recherche“-Dokuserie „Kings of Scam“ mit dem 1. Preis des Helmut Schmidt Journalistenpreises 2026 ausgezeichnet.

2. Preis: „Der Spion, der in die Kälte ging“ (Der Spiegel)

Mit „Der Spion, der in die Kälte ging“ zeichnet der SPIEGEL den außergewöhnlichen Weg nach, durch den der flüchtige ehemalige Wirecard-Manager Jan Marsalek in Moskau aufgespürt werden konnte. Mit modernen Recherchemethoden, großer Beharrlichkeit und investigativer Präzision erschließt das SPIEGEL-Team ein wichtiges, bislang verborgenes Puzzleteil im größten Bilanz- und Wirtschaftsskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die bemerkenswerte Rechercheleistung in Zusammenarbeit mit internationalen Medien und ihr spektakuläres Ergebnis stehen exemplarisch für investigativen Journalismus auf höchstem Niveau. Dafür wird „Der Spion, der in die Kälte ging“ mit dem 2. Preis des Helmut Schmidt Journalistenpreises 2026 ausgezeichnet.

3. Preis: „Die Geheimnisse von Palantir“ (Felix Holtermann und Thomas Jahn, Handelsblatt)

Die Berichterstattung von Felix Holtermann und Thomas Jahn im Handelsblatt zum US-Softwarehersteller Palantir gibt den Leserinnen und Lesern Einblick in ein einflussreiches und zugleich schwer durchschaubares Technologieunternehmen. Sie entmystifiziert dessen prägenden CEO Alex Karp, und zeigt die gesellschaftliche und politische Bedeutung von Palantirs Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen auf. Besonders überzeugen der exklusive Zugang, die anschauliche Print-Aufbereitung und das handwerklich starke, unkonventionelle Interview mit Karp. Für diese erkenntnisreichen und vielseitigen Annäherungen an ein Unternehmen von wachsender öffentlicher Relevanz für die Zukunft werden die beiden Beiträge mit dem 3. Preis des Helmut Schmidt Journalistenpreises 2026 ausgezeichnet.

Der Helmut Schmidt Journalistenpreis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert. Die drei besten Beiträge werden mit 15.000, 10.000 und 5.000 Euro ausgezeichnet.

HSJP Fellowship 2026 an Luisa Wick vergeben

Das Fellowship zum Helmut Schmidt Journalistenpreis geht in diesem Jahr an die freie Journalistin Luisa Wick. Mit ihrer Rechercheidee zur Krankenhauskrise widmet sie sich einem bislang wenig beleuchteten, zugleich gesellschaftlich hochrelevanten Aspekt des deutschen Gesundheitswesens. Ihr Exposé überzeugt durch eine klare Vision, investigative Ambition und einen systematischen Rechercheansatz. Die Jury sieht in dem Vorhaben das Potenzial, neue Erkenntnisse über kriselnde Krankenhäuser und den Umgang mit öffentlichen Mitteln zu gewinnen. Als talentierte Erzählerin mit journalistischem Gespür bringt Luisa Wick die Voraussetzungen mit, aus einer komplexen Recherche eine starke Geschichte zu machen. Für dieses vielversprechende Projekt erhält Luisa Wick das HSJP Fellowship 2026.

Das HSJP Fellowship verbindet ein Stipendium der ING Deutschland mit Mentoring durch die freien Journalisten Felix Rohbeck und Oliver Schröm. Es richtet sich an junge Journalistinnen und Journalisten, die eine kritisch-konstruktive Recherche crossmedial umsetzen möchten und ist mit 15.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen und Impressionen: https://www.helmutschmidtjournalistenpreis.de

Pressekontakt:

ING Deutschland
Patrick Herwarth von Bittenfeld
Tel.: 069 / 27 222 66886
E-Mail: hsjp@ing.de

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