Umfrage, Medien

PR-Stimmungsbarometer 2026: Die Unsicherheit wächst

26.03.2026 - 08:01:20 | presseportal.de

Hamburg - Das Stimmungsbarometer 2026 zeigt: Im Fundament der PR-Branche gibt es erste Risse. Zwar fühlt sich die Mehrheit der Kommunikationsprofis weiterhin sicher in ihrem Job, doch die Unsicherheit wächst spürbar. Hauptgrund hierfür ist die wirtschaftlich angespannte Lage in der Branche bzw. beim Arbeitgeber. Dies spiegelt sich auch bei den Kommunikationsetats wider: Fast die Hälfte der Befragten rechnet damit, dass das Kommunikationsbudget im laufenden Jahr (stark) schrumpfen wird. Gleichzeitig erwartet über ein Drittel, dass das Jahr 2026 beruflich besser verlaufen wird. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle PR-Trendmonitor der dpa-Tochter news aktuell und P.E.R. Agency. An der Befragung haben 302 PR-Fach- und Führungskräfte aus Deutschland und der Schweiz teilgenommen.

PR-Stimmungsbarometer 2026: Die Unsicherheit wächst - Foto: presseportal.de
PR-Stimmungsbarometer 2026: Die Unsicherheit wächst - Foto: presseportal.de

Job-Unsicherheit nimmt deutlich zu

Die überwiegende Mehrheit der PR-Profis (71 Prozent) sieht ihren Job weiterhin als sehr sicher bzw. sicher an. Das sind allerdings deutlich weniger als im Vorjahr: 2025 lag dieser Wert noch bei 81 Prozent. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit: Immerhin 24 Prozent der Befragten geben an, ihren derzeitigen Job als (sehr) unsicher zu betrachten. Zum Vergleich: 2025 sahen nur 14 Prozent ihre Anstellung als gefährdet an.

Wirtschaftlich angespannte Lage und Sparmaßnahmen wirken sich aus

Die wirtschaftliche Lage wird mit Abstand am häufigsten als Grund für die Jobunsicherheit genannt - sei es allgemein in der Branche oder beim jeweiligen Arbeitgeber (63 Prozent). Aber auch Budgetkürzungen bzw. Sparmaßnahmen (44 Prozent) und Umstrukturierungen (42 Prozent) tragen dazu bei, dass sich PR-Fachleute zunehmend unsicher fühlen.

29 Prozent beobachten einen sinkenden Stellenwert von Kommunikation in ihrem Unternehmen und 25 Prozent schätzen, dass Outsourcing-Maßnahmen (auch mithilfe von KI-Tools) ihren Arbeitsplatz gefährden könnten. Hinzu kommen 23 Prozent, die davon überzeugt sind, dass Teile ihres Aufgabenbereichs durch KI ersetzt werden können. 11 Prozent befürchten, dass ihr befristetes bzw. projektbasiertes Arbeitsverhältnis in Gefahr ist.

Sicher fühlen sich dagegen diejenigen mit unbefristeten Stellen bzw. langjähriger Betriebszugehörigkeit: Auf die Frage, warum sie ihren derzeitigen Job als sicher einschätzen, geben 66 Prozent diesen Grund an. Weitere 58 Prozent glauben, dass ihr Arbeitsbereich strategisch wichtig für das Unternehmen ist. Gut zwei Fünftel (42 Prozent) setzen auf ein kontinuierlich weiterentwickeltes Arbeitsprofil.

Zusätzliche Gründe für ein (sehr) sicheres Gefühl sind die wirtschaftliche Stabilität des Arbeitgebers (37 Prozent), die begrenzte Automatisierbarkeit der Aufgaben (34 Prozent) sowie der Bedeutungsgewinn von Presse- und Medienarbeit durch KI und Desinformation (24 Prozent). 19 Prozent derjenigen, die ihren Job als sicher bewerten, halten ihre Branche zudem für krisenresistent.

Kommunikationsbudgets weiter unter Druck

Auch in diesem Jahr zeigt sich bei den Kommunikationsbudgets nur wenig Wachstum: Lediglich 15 Prozent der PR-Profis aus Unternehmen und Agenturen gehen davon aus, dass das Budget (stark) steigen wird. Über ein Drittel (37 Prozent) der Befragten erwarten, dass es im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleibt. Fast die Hälfte und damit die große Mehrheit (47 Prozent) rechnet jedoch damit, dass das Kommunikationsbudget (stark) schrumpfen wird.

Als häufigsten Grund für das sinkende Budget nennen 84 Prozent der Kommunikatorinnen und Kommunikatoren unternehmensweite Sparmaßnahmen. Mit großem Abstand folgen Budgetverschiebungen in andere Unternehmensbereiche (37 Prozent), Effizienzsteigerungen durch technische Hilfsmittel wie zum Beispiel KI-Systeme (35 Prozent) und Investitionen in kostengünstigere Kommunikationskanäle (28 Prozent). 24 Prozent geben an, einen geringeren Bedarf an externer PR-Unterstützung zu haben.

Nachrangig genannt werden eine unzureichende Messbarkeit von PR (16 Prozent), eine geringere Bedeutung von Kommunikation (12 Prozent) sowie die Reduzierung von Kommunikationsaktivitäten aufgrund eines geringeren Kommunikationsbedarfs (5 Prozent).

Optimistischer Blick auf die Geschäftsentwicklung

Trotz wachsender Unsicherheit und sinkender Budgets blickt die Mehrheit der Befragten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2026. Ein knappes Drittel schätzt die allgemeine Geschäftsentwicklung des eigenen Unternehmens als sehr bzw. eher gut (31 Prozent) ein, der Großteil von 41 Prozent immerhin als zufriedenstellend. Demgegenüber steht ein knappes Viertel (24 Prozent), das von einer sehr bzw. eher schlechten Geschäftsentwicklung ausgeht.

Positive Karriereaussichten

Auch die persönlichen Karriereaussichten werden überwiegend optimistisch eingeschätzt: 36 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre berufliche Situation im Jahr 2026 eindeutig bzw. eher verbessern wird. 34 Prozent erwarten keine Veränderungen. Im Vergleich dazu schätzen 22 Prozent ihre Jobaussichten eher schlechter ein und 7 Prozent sogar eindeutig schlechter.

Alle Ergebnisse auf einen Blick:

Denken Sie, dass das Jahr 2026 für Sie beruflich eher besser oder schlechter sein wird als das Jahr 2025?

Basis: Alle Befragten, N = 302

Wie denken Sie, dass sich das Kommunikationsbudget 2026 bei Ihnen im Unternehmen entwickeln wird / das Kommunikationsbudget Ihrer Kunden 2026 entwickeln wird?

Basis: Alle Befragten, N = 302

Wenn (stark) schrumpfendes Kommunikationsbudget: Was sind die drei häufigsten Gründe für das sinkende Kommunikationsbudget in Ihrem Unternehmen / bei Ihren Kunden? (maximal drei Nennungen)

Basis: Alle Befragten, N = 141 (Mehrfachnennungen)

Wie schätzen Sie die allgemeine Geschäftsentwicklung Ihres Unternehmens für 2026 ein?

Basis: Alle Befragten, N = 302

Wie sicher schätzen Sie Ihren derzeitigen Job im Jahr 2026 ein?

Basis: Alle Befragten, N = 302

Wenn (sehr) sicher: Warum schätzen Sie Ihren derzeitigen Job als sicher ein?

Basis: Alle Befragten, N = 215 (Mehrfachnennungen)

Wenn (sehr) unsicher: Warum schätzen Sie Ihren derzeitigen Job als unsicher ein?

Basis: Alle Befragten, N = 73 (Mehrfachnennungen)

Eine Einordnung der Ergebnisse gibt es auf dem news aktuell Blog: https://www.newsaktuell.de/blog/pr-trendmonitor-2026-jobsicherheit-laesst-nach/

Über den PR-Trendmonitor

Der PR-Trendmonitor ist eine Online-Umfrage der dpa-Tochter news aktuell und der Kommunikationsagentur P.E.R. Agency. Befragt werden regelmäßig Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in Deutschland und der Schweiz. Die Umfrageergebnisse geben fundierte Einblicke in Trends, Herausforderungen und Entwicklungen, die sich in der Kommunikationsbranche abzeichnen. Der PR-Trendmonitor liefert PR-Fach- und Führungskräften wertvolle Insights für ihre Arbeit. Die Studien erscheinen seit über 20 Jahren und haben sich als wichtiger Indikator für die PR-Branche etabliert.

Die diesjährige Online-Befragung fand im Februar 2026 statt. Teilgenommen haben 302 Kommunikationsprofis aus Unternehmen und Organisationen in Deutschland und der Schweiz.

Über news aktuell

news aktuell verschafft Unternehmen, Institutionen und Verbänden einen effektiven Zugang zu Medien sowie zu Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die dpa-Tochter berät ihre Kunden persönlich auf Augenhöhe - und unterstützt sie dabei, ihr Pressematerial einfach und erfolgreich zu veröffentlichen. Über die digitalen Tools ots und zimpel gelangen PR-Inhalte an alle Medienformate wie klassische Printtitel, klickstarke Online-Portale oder soziale Netzwerke. Zusätzlich veröffentlicht news aktuell sämtliche PR-Inhalte ihrer Kunden auf Presseportal.de, einem der reichweitenstärksten PR-Portale Deutschlands. So werden weltweit alle relevanten Zielgruppen erreicht, von Redaktionen über fachspezifische Blogs, digitale Influencerinnen und Influencer bis hin zu interessierten Privatpersonen. Native Ads in hochkarätigen Medien, Display Ads an hochfrequentierten Standorten, umfassendes Monitoring mit ots-Monitoring by ARGUS, individuelle Unterstützung bei der Content-Produktion sowie ein breites Angebot an Praxiswissen durch die news aktuell Academy runden das Portfolio ab. news aktuell ist seit 1989 am Markt und beschäftigt über 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Firmensitz ist in Hamburg. Weitere Standorte sind in Berlin, Frankfurt und München.

Pressekontakt:

news aktuell GmbH
Janina von Jhering
Leiterin Kommunikation und Marketing
Telefon: +49 40/4113 - 32598
vonjhering@newsaktuell.de

Original-Content von: news aktuell GmbH übermittelt durch news aktuell

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