Haftbefehl kehrt in Frankfurt auf die Bühne zurück
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 22:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Haftbefehl ist nach einer längeren Auftrittspause erstmals wieder auf einer Bühne erschienen und hat am Sonntagabend in Frankfurt am Main ein Konzert gegeben.
Auftritt mit Gästen
Der Rapper aus Offenbach trat in der Festhalle gemeinsam mit mehreren anderen Künstlern auf. Zu den Gästen gehörten Olexesh, Veysel, Kardo und Milonair.
Haftbefehl sang keinen Song alleine. Damit blieb offen, wie groß sein eigener Anteil an dem Abend in der ausverkauften Halle jeweils war.
Maske und kürzeres Set
Über Mund und Nase trug er eine schwarze Maske. Schon zuvor hatte er angekündigt, dass er Special Acts mitbringen werde.
Der Auftritt dauerte am Ende rund eine Stunde und damit kürzer als die angekündigten zwei Stunden. Eine Zugabe gab es nicht.
Pause aus gesundheitlichen Gründen
Im Juni hatte Haftbefehl nach mehreren kurzfristig abgesagten Festivalauftritten eine Pause aus gesundheitlichen Gründen angekündigt und sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Zuvor waren bereits mehrere Termine ausgefallen. In Frankfurt deuteten vor allem die älteren Hits darauf hin, dass das Publikum den Rapper trotz der Unterbrechung weiter stark trägt.
Einordnung: Rückkehr mit Signalwirkung
Haftbefehls Auftritt in Frankfurt markiert mehr als nur die Rückkehr auf die Bühne. Nach der Pause aus gesundheitlichen Gründen ist das Konzert ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Rapper wieder öffentlich präsent sein will, allerdings offenbar unter veränderten Bedingungen und mit klarer Regie über seinen Auftritt.
Bemerkenswert ist, dass der Abend weniger auf ein klassisches Solo-Set als auf das Zusammenspiel mit Gästen angelegt war. Das passt zu einer Phase, in der die künstlerische Präsenz und die persönliche Belastbarkeit eng zusammenhängen: Der Auftritt bleibt ein Ereignis, zugleich wird er vorsichtiger und kontrollierter inszeniert als frühere Shows.
Für das Publikum in Frankfurt hatte der Abend daher auch eine symbolische Ebene. Haftbefehl bleibt eine prägende Figur im deutschen Rap, deren ältere Songs weiterhin große Resonanz auslösen. Dass der Auftritt kürzer ausfiel als angekündigt, unterstreicht zugleich, wie stark der Gesundheitszustand und die öffentliche Wahrnehmung inzwischen den Rahmen seiner Live-Auftritte bestimmen.
