Glitzer-Legende Bob Mackie: Star-Designers des Showbusiness mit 87 Jahren gestorben
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 21:25 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer US-amerikanische Mode- und Kostümdesigner Bob Mackie, bekannt für seine Arbeit mit Stars wie Cher, Tina Turner und vielen weiteren Musikgrößen, ist im Alter von 87 Jahren gestorben.
Tod nach Lungenentzündung im Krankenhaus
In einer Mitteilung auf seinen Instagram- und Facebook-Profilen wurde bekanntgegeben, dass Mackie gestorben ist. Zuvor hatte er eine Lungenentzündung und starb im Krankenhaus, wie die „New York Times“ unter Berufung auf seinen langjährigen Designchef berichtete.
Mackie galt als einer der bekanntesten Kostümdesigner der US-Unterhaltungsbranche. Besonders eng war seine Karriere mit Sängerin Cher verbunden, für die er zahlreiche Bühnen- und Fernsehoutfits entwarf und damit ihr Erscheinungsbild maßgeblich prägte.
Glitzernde Signaturlooks für internationale Stars
Charakteristisch für Mackies Entwürfe waren üppige Verzierungen mit Pailletten, Federn und Strass. Seine glitzernden und extravaganten Kreationen wurden zu einem Markenzeichen vieler Auftritte großer Stars.
Neben Cher trugen auch Diana Ross, Tina Turner, Elton John, Taylor Swift, Beyoncé und Sabrina Carpenter seine Kostüme. Damit war Mackie über mehrere Generationen hinweg an der Inszenierung international erfolgreicher Musikerinnen und Musiker beteiligt.
Karrierebeginn in Hollywood der 1960er Jahre
Mackie begann seine Laufbahn Anfang der 1960er Jahre als Zeichner für Kostümdesigner in Hollywood. In dieser Zeit fertigte er auch eine Entwurfsskizze für das berühmte Kleid an, das Marilyn Monroe 1962 bei ihrem „Happy Birthday, Mr. President“-Auftritt für US-Präsident John F. Kennedy trug.
Aus der Arbeit als Zeichner entwickelte sich eine eigenständige Karriere als Modemacher und Kostümbildner, die ihn mit Filmstudios, TV-Produktionen und großen Showformaten verband.
Emmys, Oscar-Nominierungen und Tony Award
Für seine Kostümdesigns wurde Mackie mehrfach mit dem US-Fernsehpreis Emmy ausgezeichnet. Zudem erhielt er drei Nominierungen für einen Oscar in der Kategorie Kostümdesign.
Im Jahr 2019 gewann er für seine Arbeit am Broadway-Musical „The Cher Show“ einen Tony Award. Die Auszeichnungen gelten als Höhepunkt einer langen Karriere, in der Mackie die Ästhetik der Unterhaltungsbranche entscheidend mitgestaltete.
Ikone der Popkultur-Ästhetik
Bob Mackie prägte über Jahrzehnte, wie Popstars und Entertainerinnen auf großen Bühnen aussehen. Seine Arbeit für Cher, Diana Ross oder Tina Turner steht exemplarisch für eine Ästhetik, die Glamour, Kostümkunst und Selbstinszenierung verbindet. Für ein breites Publikum wurden seine Entwürfe durch TV-Shows und spektakuläre Live-Auftritte sichtbar, in denen Mode zum Teil der Erzählung einer Künstlerkarriere wurde.
Gerade an Cher lässt sich die Bedeutung Mackies zeigen: Ihre ikonischen, oft sehr körperbetonten Kostüme mit Federn, Pailletten und Strass machten aus Auftritten Ereignisse, die sich tief ins Bildgedächtnis eingeprägt haben. Mackies Arbeiten waren dabei nicht nur dekorativ, sondern unterstützten bewusst den Wandel von Rollenbildern und Geschlechterinszenierungen im US-Showgeschäft. Dass später auch Künstlerinnen wie Beyoncé, Taylor Swift oder Sabrina Carpenter auf seine Kreationen setzten, verweist auf die anhaltende Strahlkraft dieses Stils.
Einfluss auf Mode, Kostümbild und Auszeichnungskultur
Mackies Karriere begann in der klassischen Hollywood-Kostümtradition und reichte bis zum zeitgenössischen Broadway. Die Verbindung zur berühmten Szene von Marilyn Monroes „Happy Birthday, Mr. President“-Auftritt markiert seine Nähe zu Momenten, in denen Kleidung Teil politischer und kultureller Symbolik wird. Mehrere Emmy-Auszeichnungen, Oscar-Nominierungen und der Tony Award für „The Cher Show“ unterstreichen, dass Kostümdesign als eigene künstlerische Disziplin gewürdigt wird und Mackie hier zu den prägenden Köpfen zählt.
Für Leserinnen und Leser, die Pop- und TV-Kultur der vergangenen Jahrzehnte verfolgt haben, bedeutet Mackies Tod daher mehr als das Ende einer Designerkarriere. Es ist der Abschied von einem Gestalter, dessen Arbeiten den visuellen Stil ganzer Shows und Tourneen mitbestimmt haben. Seine Entwürfe bleiben in zahlreichen Foto- und Videoarchiven präsent und wirken weiter, weil nachfolgende Modeschaffende Elemente seines expressiven Bühnenlooks aufgreifen und neu interpretieren.
