Bildschirm, Stress, Schlafprobleme: Marco Schnabl von body’n brain erklärt, wie digitale Reize das kindliche Gehirn verändern
23.04.2026 - 13:35:15 | presseportal.de
Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder aufmerksam, ausgeglichen und lernbereit durch den Alltag gehen. Auch Pädagogen möchten, dass Schülerinnen und Schüler Inhalte nachhaltig aufnehmen und verarbeiten können. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Trotz Förderung und strukturierter Begleitung fällt es vielen Kindern zunehmend schwer, sich zu konzentrieren, ruhig zu bleiben und emotional stabil zu reagieren. Ein zentraler Grund liegt in der Menge an Reizen, mit denen das kindliche Gehirn täglich konfrontiert wird. Digitale Medien sind darauf ausgelegt, schnelle Belohnungsmechanismen auszulösen: Wechselnde Bilder, kurze Clips und ständig neue Impulse trainieren das Gehirn auf hohe Reizintensität und erschweren es gleichzeitig, zur Ruhe zu kommen. Dabei befindet sich das kindliche Gehirn in einer sensiblen Entwicklungsphase, in der neuronale Verbindungen noch aktiv aufgebaut werden. Werden zu viele Reize gleichzeitig verarbeitet, entsteht schnell eine Überforderung mit weitreichenden Folgen. „Wenn das Gehirn dauerhaft mit unkontrollierten digitalen Impulsen überflutet wird, ohne dass gezielte Ausgleichsmaßnahmen stattfinden, riskieren wir, dass Kinder langfristig unter chronischem Stress, Konzentrationsproblemen und emotionaler Instabilität leiden“, erklärt Marco Schnabl, Entwickler des body’n brain-Konzepts.
„Die gute Nachricht: Gezielte, spielerische Bewegungsreize können neuronale Verbindungen stärken und dem Gehirn helfen, wieder effizienter zu arbeiten“, fährt er fort. Der Experte verfügt über mehr als 23 Jahre praktische Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, Erwachsenen und Senioren. Sein body’n brain-Konzept kombiniert Bewegung, koordinative Übungen sowie kognitive und visuelle Reize, um gezielt neuronale Verbindungen im Gehirn zu fördern. Entwickelt wurde es unter Einbeziehung von über 200 wissenschaftlichen Studien aus den Bereichen Neurowissenschaften und Lernforschung. Das Konzept basiert auf der Erkenntnis, dass Lernen und Entwicklung nicht durch reine Wissensaufnahme entstehen, sondern durch die Vernetzung verschiedener Gehirnbereiche – aktiviert durch Bewegung und spielerische Impulse. Eingesetzt wird body’n brain nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen, Senioren, in Unternehmen und im Leistungssport, was die breite Anwendbarkeit der zugrundeliegenden neurophysiologischen Prinzipien unterstreicht.
Wenn das Gehirn nicht mehr abschalten kann
Digitale Reize liefern dem Gehirn pausenlos neue Informationen – oft schneller, als sie überhaupt verarbeitet und in bestehende Strukturen eingeordnet werden können. Vor allem kurze, schnell wechselnde Inhalte trainieren die Aufmerksamkeit auf Tempo statt Tiefe: Das Gehirn gewöhnt sich an ständige Reizwechsel und empfindet ruhigere, länger andauernde Aufgaben zunehmend als anstrengend.
„Das Gehirn arbeitet dann nicht mehr effizient, sondern reagiert nur noch auf den nächsten Reiz“, erklärt Marco Schnabl von body’n brain. Er beschreibt diesen Zustand als eine Art Stau im Gehirn, bei dem Informationen nicht mehr effizient weitergeleitet werden können.
Die Folge: Kinder finden selbst in Ruhephasen schwer in echte Entspannung. Besonders deutlich zeigt sich das beim Schlaf. Wenn das Gehirn nicht abschalten kann, geraten Schlafrhythmus und Einschlafen aus dem Gleichgewicht – mit Folgen, die weit über Müdigkeit hinausgehen. Denn Schlaf ist entscheidend, um Erlebtes zu verarbeiten und neuronale Verbindungen zu stabilisieren. Bleibt diese Phase gestört, leidet nicht nur die Lernfähigkeit, sondern auch die emotionale Stabilität. Gleichzeitig reagieren Kinder unter Stress oft impulsiver, da die für Selbstregulation und Entscheidungsfindung zuständigen Bereiche im Gehirn nicht optimal zusammenarbeiten.
Bewegung als Gegenmittel: Wie das Gehirn wieder in Balance kommt
Bewegung in Kombination mit kognitiven Aufgaben kann gezielt dabei helfen, neue neuronale Verbindungen aufzubauen. Denn wenn verschiedene Gehirnareale gleichzeitig aktiviert werden, verbessert sich ihre Zusammenarbeit. Besonders wirksam sind dabei Spiele, die koordinative, visuelle und kognitive Elemente verbinden: Sie liefern dem Gehirn strukturierte Reize – im Gegensatz zu unkontrollierten digitalen Impulsen, die nur selten zu einer nachhaltigen Vernetzung beitragen.
Entscheidend ist dabei das Prinzip „Spaß statt Leistungsdruck“. Wenn Kinder ohne Angst vor Fehlern neue Erfahrungen sammeln, fördert das die sogenannte neuronale Plastizität – also die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrungen weiterzuentwickeln. Auf diese Weise kann regelmäßige, spielerische Aktivität helfen, die durch digitale Reize entstandene Überlastung auszugleichen und Informationen wieder besser zu ordnen.
„Wenn Bewegung und Denken gezielt kombiniert werden, lernt das Gehirn, Informationen effizienter zu verknüpfen und abzurufen – und genau das verbessert langfristig die Konzentrationsfähigkeit“, erklärt Marco Schnabl von body’n brain.
Bessere Vernetzung, stabilere Kinder: Die langfristigen Vorteile
Eine gute Vernetzung im Gehirn wirkt sich auf mehreren Ebenen positiv aus. Kinder mit stabilen neuronalen Verbindungen können Informationen schneller erfassen und verarbeiten, was sich oft direkt in besseren schulischen Leistungen zeigt – ganz ohne zusätzlichen Druck. Gleichzeitig reagieren sie emotional ausgeglichener, da die Kommunikation zwischen verschiedenen Gehirnbereichen, insbesondere zwischen emotionalen und rationalen Zentren, besser funktioniert.
Bewegung, Spiel und kognitive Reize bilden dabei einen natürlichen Gegenpol zu digitalen Medien. Sie fordern das Gehirn auf eine Weise, die seiner Entwicklung entspricht, und fördern genau die Verknüpfungen, die für Lernen, Konzentration und Selbstregulation entscheidend sind. „Kinder brauchen nicht mehr Reize, sondern die richtigen“, sagt Marco Schnabl abschließend. „Wenn wir ihnen gezielt Bewegung und Denken kombinieren lassen, stärken wir genau die Strukturen, die sie für einen stabilen und leistungsfähigen Alltag brauchen.“
Sie möchten die Auswirkungen digitaler Reize besser verstehen und Ihr Kind dabei unterstützen, wieder mehr Ruhe, Konzentration und Ausgeglichenheit zu finden? Dann informieren Sie sich über das Konzept von body’n brain und erfahren Sie, wie gezielte Bewegungs- und Denkimpulse helfen können, das Gehirn nachhaltig zu entlasten und zu stärken.
Pressekontakt:
VITACIA GmbH
E-Mail: info@body-brain-activity.com
Web: https://kindertrainer.info
Ruben Schäfer
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