Frankreich, Deutschland

«Asterix in Lusitanien» – Viel Sonne und Kabeljau

13.10.2025 - 14:06:16

Ein Asterix-Band, der nach Ferien riechen soll. Doch kaum in Portugal angekommen, merken Asterix und Obelix: Für die Gallier gibt es Ruhe nur auf dem Papier.

Nachdem sie schon Germanien, Ägypten, Britannien und zahlreiche andere Länder bereist und ihre Spuren hinterlassen haben, zieht es Asterix und Obelix diesmal nach Lusitanien. Warum gerade ins heutige Portugal? Ganz einfach: Autor Fabrice Caro, bekannt als Fabcaro, hatte Lust auf Sonne.

Er habe ein sonniges, leuchtendes Album gewollt, eines, das nach Ferien rieche, sagte der Texter bei der Vorstellung des neuen «Asterix»-Comics in Paris, der am 23. Oktober veröffentlicht wird. Der neue Band erscheint weltweit in 19 Sprachen mit einer Gesamtauflage von rund fünf Millionen Exemplaren.

Ferienmodus? Fehlanzeige!

Zwar genießen die Gallier herrliche Landschaften, bunte Dörfer, Traditionen und die portugiesische Küche. Doch ein alter Bekannter, ein ehemaliger lusitanischer Sklave, bittet sie um Hilfe, um seinen Freund aus römischer Gefangenschaft zu befreien – und schon steckt das Duo wieder mitten im Ärger mit den Römern.

Bei jeder Reise versuchen die Autoren, ein Gefühl einzufangen, das typisch für das Gastland ist. Gab es bereits das britische Phlegma oder die belgische Fröhlichkeit, steht diesmal Melancholie, die Saudade, im Mittelpunkt, wie Fabcaro erklärte. Saudade beschreibt das typisch portugiesische Gefühl von Sehnsucht, Traurigkeit, Poesie und Hoffnung.

Kabeljau statt Wildschwein

Für die bildhafte Umsetzung des neuen Abenteuers in Portugal ließ sich Zeichner Didier Conrad von den warmen, beruhigenden Farben des Mittelmeers, den traditionellen Kostümen der Fischerinnen und der berühmten «calçada portuguesa», den schwarz-weiß gepflasterten Straßenmustern, inspirieren.

Seiner Darstellung zufolge sollte der neueste Asterix-Comic ein wenig Melancholie vermitteln, dabei aber stets humorvoll bleiben. Kulinarisch dreht sich viel um Kabeljau, dem Nationalgericht des Landes. Für Obelix allerdings kein Grund zur Freude: Alles, was kein Wildschwein ist, bleibt bei ihm skeptisch beäugt.

Die 25. Reise der Gallier

Historisch ist das Ganze natürlich auch: Lusitanien war eine römische Provinz zur Zeit Julius Cäsars und die Lusitaner waren, genau wie die Gallier, tapfere Gegner Roms, angeführt von Viriato, dem portugiesischen Pendant zu Vercingetorix.

«Asterix in Lusitanien» ist die 25. Reise der Gallier. Laut dem französischen Verlag haben sie bereits 70.000 Kilometer zurückgelegt – mit Schiff, Wagen, Dromedar oder sogar fliegendem Teppich.

Die Asterix-Figuren hatten René Goscinny und Albert Uderzo 1959 gemeinsam geschaffen. Für Autor Fabcaro ist es das zweite Abenteuer, für Zeichner Didier Conrad bereits das siebte Asterix-Album, das er umsetzt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ariane will Zahl der Raketenstarts verdoppeln. Im ganzen Jahr sollen es sieben bis acht Flüge werden. Auf längere Sicht vielleicht noch mehr. Der erste Start der stärksten Variante der Ariane 6 steht im Februar an. (Wirtschaft, 16.01.2026 - 13:38) weiterlesen...

Papst spricht Hinterbliebenen von Crans-Montana Trost zu. Dem Kirchenoberhaupt fällt es sichtbar schwer, Worte zu finden. Zwei Wochen nach dem Drama in der Neujahrsnacht empfängt Leo Familien von Opfern zur Privataudienz. (Unterhaltung, 15.01.2026 - 14:46) weiterlesen...

Iran: Trump sagt Demonstranten Hilfe zu - Bedrückte Stimmung. Europäische Länder erhöhen den diplomatischen Druck. Nach staatlicher Gewalt verlieren die Proteste im Iran langsam an Intensität. (Ausland, 13.01.2026 - 18:58) weiterlesen...

Frau von Crans-Montana-Barbetreiber muss Pass abgeben. Welche Auflagen das Gericht noch verhängt hat. Nach dem Feuer in Crans-Montana: Die Frau des Barbetreibers muss sich nun täglich bei der Polizei melden und darf die Schweiz nicht verlassen. (Unterhaltung, 13.01.2026 - 17:13) weiterlesen...

Botschafter europäischer Länder einbestellt Der Iran hat nach Solidaritätsbekundungen europäischer Regierungschefs für die regierungskritischen Proteste nach eigenen Angaben Botschafter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien ins Außenministerium einbestellt. (Boerse, 12.01.2026 - 18:40) weiterlesen...

Iran: Botschafter europäischer Länder einbestellt Der Iran hat nach Solidaritätsbekundungen europäischer Regierungschefs für die Proteste im Land nach eigenen Angaben Botschafter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien ins Außenministerium einbestellt. (Boerse, 12.01.2026 - 17:57) weiterlesen...