Niederlande, Deutschland

Hantavirus: Schiff soll Sonntagmorgen in Teneriffa ankommen

09.05.2026 - 02:49:03 | dpa.de

Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Schiff hält Kurs auf Teneriffa. Dort bereiten sich die Behörden auf die Ankunft vor. Passagiere und Crew werden unter genauer Beobachtung stehen.

  • Das Kreuzfahrtschiff «Hondius» fuhr am Mittwochabend von Kap Verde los in Richtung Kanarische Inseln. (Archivbild) - Foto: Arilson Almeida/AP/dpa
    Das Kreuzfahrtschiff «Hondius» fuhr am Mittwochabend von Kap Verde los in Richtung Kanarische Inseln. (Archivbild) - Foto: Arilson Almeida/AP/dpa
  • Bei der Versorgung der Verdachtsfälle gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen. - Foto: Peter Dejong/AP/dpa
    Bei der Versorgung der Verdachtsfälle gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen. - Foto: Peter Dejong/AP/dpa
  • Im Hafen von Granadilla soll die «Hondius» am Sonntagmorgen anlegen. - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa
    Im Hafen von Granadilla soll die «Hondius» am Sonntagmorgen anlegen. - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa
Das Kreuzfahrtschiff «Hondius» fuhr am Mittwochabend von Kap Verde los in Richtung Kanarische Inseln. (Archivbild) - Foto: Arilson Almeida/AP/dpa Bei der Versorgung der Verdachtsfälle gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen. - Foto: Peter Dejong/AP/dpa Im Hafen von Granadilla soll die «Hondius» am Sonntagmorgen anlegen. - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa

Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff «Hondius» soll laut dem Betreiber voraussichtlich am Sonntagmorgen im Hafen von Granadilla auf Teneriffa ankommen. Die Planungen für die Ankunft, inklusive Untersuchungen und Quarantäne-Prozeduren, würden von verschiedenen Organisationen verantwortet, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie niederländische und spanische Gesundheitsbehörden, teilte der Veranstalter Oceanwide Expeditions am Freitagabend mit. 

Der Betreiber erklärte, derzeit zeige niemand auf der «Hondius» Symptome. Nach dem Anlegen in dem Hafen der spanischen Insel vor der Westküste Afrikas lägen die medizinischen Schritte und die mögliche Heimreise der Passagiere in der Hand der Behörden. Oceanwide Expeditions sei dann nicht mehr involviert.

Das Schiff war am Mittwochabend von Kap Verde in Richtung der Kanarischen Inseln aufgebrochen. Zu dem Zeitpunkt gab der Betreiber für die Überfahrt eine voraussichtliche Dauer von drei bis vier Tagen an. Ursprünglich hatte die «Hondius» ihre Reise Anfang April im Süden Argentiniens begonnen. 

Die WHO sprach in einem Update am späten Freitagabend von sechs bestätigten Hantavirus-Fällen und zwei Verdachtsfällen. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei ihnen handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland.

Keine Entwarnung für Kontaktperson in Düsseldorf

In Deutschland wird in der Uniklinik Düsseldorf (UKD) eine Passagierin untersucht, die neben zwei kranken Crew-Mitgliedern ausgeflogen wurde. Wegen der langen Inkubationszeit könnten die Ärzte erst nach acht Wochen Entwarnung geben, erklärte der UKD-Bereichsleiter Tropenmedizin, Torsten Feldt. Man könne nur sagen, dass die Kontaktperson derzeitig keine aktive Infektion habe. 

Die WHO hat wiederholt betont, dass es sich bei dem Hantavirus-Ausbruch um eine ernste Entwicklung handle, aber keinesfalls um den Beginn einer Pandemie. 

Hantaviren werden üblicherweise durch infizierte Nager wie Ratten oder Mäuse übertragen. Bei dem aktuellen Ausbruch geht es um den sogenannten Andes-Typ, bei dem eine Übertragung von Mensch zu Mensch bereits in der Vergangenheit in Einzelfällen dokumentiert wurde.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
de | unterhaltung | 69295656 |

Weitere Meldungen

Rheinmetall möchte schon bald Marschflugkörper produzieren. Doch daraus wird wohl nichts. Nun schiebt Rheinmetall ein Cruise-Missiles-Vorhaben an. Zum Schutz vor der russischen Bedrohung sollten in Deutschland Tomahawk-Raketen der USA stationiert werden. (Wirtschaft, 08.05.2026 - 17:27) weiterlesen...

Hantavirus bei deutscher Kontaktperson nicht nachgewiesen Unter hohen Schutzmaßnahmen ist eine Deutsche vom Kreuzfahrtschiff «Hondius» zur Untersuchung nach Düsseldorf gebracht worden. (Unterhaltung, 08.05.2026 - 14:20) weiterlesen...

Opel holt China-Technik nach Europa. Der VW-Rivale will die technologische und kommerzielle Zusammenarbeit mit China deutlich ausbauen. Als erste Stellantis-Marke stellt Opel ein neues Elektro-Modell auf eine chinesische Plattform. (Wirtschaft, 08.05.2026 - 11:49) weiterlesen...

Hantavirus-Ausbruch: Deutsche Kontaktperson weiter in Klinik. In Düsseldorf wird eine Passagierin untersucht - es soll bald ein Ergebnis geben. Die WHO bewertet den Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» nicht als Beginn einer neuen Pandemie. (Unterhaltung, 08.05.2026 - 04:00) weiterlesen...

Fünf Hantavirus-Infektionen - WHO: Ausbreitungsrisiko gering. Drei Menschen starben, auch eine Deutsche, mehrere wurden infiziert. Doch das Schiff machte auch einen Zwischenstopp. Der Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hat internationale Folgen. (Unterhaltung, 07.05.2026 - 17:27) weiterlesen...

Hantavirus: Länder suchen Passagiere der «Hondius». Drei Menschen starben, mehrere wurden infiziert. Doch das Schiff machte auch einen Zwischenstopp. Der Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hat internationale Folgen. (Unterhaltung, 07.05.2026 - 13:57) weiterlesen...