Brigitte Bardot: Auktion ihrer Erinnerungsstücke bringt fast eine Million Euro
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 22:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die persönlichen Gegenstände von Brigitte Bardot haben bei einer Auktion in Paris fast eine Million Euro eingebracht.
Versteigerung im Hôtel Drouot
Das Auktionshaus Millon teilte mit, dass die Versteigerung von mehr als 280 Objekten aus Bardots Besitz am Montag insgesamt 953.531 Euro inklusive Gebühren erzielt habe. Alle angebotenen Stücke fanden einen Käufer.
Großes Interesse vor der Auktion
Die Auktion dauerte im Hôtel Drouot knapp neun Stunden. In den sechs Tagen davor besuchten rund 15.000 Menschen das Auktionshaus, um die Erinnerungsstücke der 2025 gestorbenen Schauspielerin zu sehen.
Objekte aus mehreren Lebensphasen
Unter den Losen waren Erinnerungsstücke aus Bardots Häusern La Madrague und La Garrigue in Saint-Tropez sowie aus ihrer Pariser Wohnung. Dazu gehörten unter anderem eine mechanische Olivetti-Schreibmaschine, Repetto-Ballettschuhe, Porträts, Plüschtiere und kleinere Alltagsgegenstände.
Erlös für Stiftung und Sohn
Die Schätzpreise lagen zwischen 20 und 10.000 Euro, die meisten Objekte waren auf weniger als 100 Euro taxiert worden. Der Erlös geht an die Fondation Brigitte Bardot und an ihren Sohn Nicolas-Jacques Charrier.
Bardots Vermächtnis
Bardot wurde mit Filmen wie „Und immer lockt das Weib“ international bekannt. Mitte der 1970er-Jahre zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück und widmete sich dem Tierschutz; 1986 gründete sie die Fondation Brigitte Bardot.
Ein Nachlass mit Symbolwert
Die Auktion von Brigitte Bardots persönlichen Gegenständen zeigt, wie stark der Markt auf den Nachlass von Kulturikonen reagiert. Dass mehr als 280 Objekte in Paris einen Erlös von fast einer Million Euro erzielten, liegt nicht nur am Namen Bardot, sondern auch an der Mischung aus Filmgeschichte, Privatleben und Tierschutzlegende.
Warum solche Versteigerungen Aufmerksamkeit ziehen
Bei prominenten Nachlässen zählt oft weniger der materielle als der biografische Wert. Selbst Alltagsgegenstände können zu Sammlerstücken werden, wenn sie mit einer international bekannten Figur verbunden sind. Für die Stiftung Brigitte Bardot und den Sohn der Schauspielerin bedeutet der Erlös zugleich finanzielle Unterstützung und die Aufwertung des Lebenswerks über den Kunstmarkt.
Mehr als ein Auktionsereignis
Der Fall verweist auch auf eine breitere Entwicklung: Persönliche Objekte von Stars werden zunehmend als Teil des kulturellen Gedächtnisses gehandelt. Für Käufer geht es um Besitz, für die Öffentlichkeit um Erinnerung. Dass die Stücke aus verschiedenen Lebensorten Bardots stammen, verstärkt diesen Effekt zusätzlich, weil sie mehrere Kapitel ihrer Karriere und ihres Rückzugs aus dem Filmgeschäft sichtbar machen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
SPIEGEL: „Witwer von Brigitte Bardot findet Versteigerung von Erinnerungsstücken »skandalös«“ (21.09.2026)
Der Bericht hebe wie die dpa-Meldung den Auktionsort Paris und den Streit um Bardots Erinnerungsstücke hervor. Er setze jedoch stärker auf den Konflikt innerhalb des Bardot-Umfelds und betone die Kritik des Witwers an der Versteigerung. Zugleich werde die Gegenposition der Stiftung aufgenommen, nach der der Verkauf beschlossen worden sei.
FOCUS: „Witwer kritisiert geplante Brigitte-Bardot-Auktion scharf: „Skandalös““ (19.09.2026)
Auch dieser Beitrag stelle den Vorwurf des Witwers in den Mittelpunkt und bestätige, dass Erinnerungsstücke aus Bardots Pariser Wohnung und aus La Madrague versteigert werden sollten. Der Schwerpunkt liege stärker auf der öffentlichen Auseinandersetzung als auf dem Auktionsergebnis. Offen bleibe dort vor allem die Frage nach der Deutungshoheit über Bardots Vermächtnis.
Die Berichte stimmen darin überein, dass die Auktion von Bardots Nachlass politisch und emotional aufgeladen ist. Unterschiede zeigen sich vor allem in der Gewichtung von Streit, Stiftungssicht und biografischem Kontext.
