ARD-Vorsitz wechselt 2027 vom Hessischen Rundfunk zu Radio Bremen - Yvette Gerner folgt auf Florian Hager als ARD-Vorsitzende
30.04.2026 - 12:00:09 | presseportal.de
Florian Hager: "Wir geben den Staffelstab an ein eingespieltes Team weiter"
Florian Hager: "Wir haben bereits im laufenden Vorsitz des Hessischen Rundfunks Vorsitzaufgaben auf mehrere Schultern verteilt und leben hier mit Radio Bremen eine Partnerschaft auf mehreren Ebenen. Obschon in der aktuellen Konstellation die Hauptverantwortung beim hr als Vorsitzanstalt liegt, ist der ARD-Vorsitz arbeitsteiliger aufgestellt, als das früher üblich war. Ich freue mich, dass wir ab kommendem Jahr in umgekehrten Rollen Radio Bremen unterstützen können und den Staffelstab an ein eingespieltes Team weitergeben. Wir befinden uns in bewegenden Zeiten, da ist Kontinuität in der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen ein wesentlicher Faktor."
Yvette Gerner: "Wir leben in der ARD eine neue Form der Zusammenarbeit"
Yvette Gerner: "Gerade in Zeiten großer Veränderungen zählt nicht das einzelne Haus, sondern die Stärke des Verbunds. Nach der gemeinsamen Arbeit im laufenden Vorsitz stellen hr und Radio Bremen fest: Die arbeitsteilige eng vernetzte Vorsitzorganisation funktioniert und sie bietet Vorteile. In einem föderalen System wie der ARD schafft die Beteiligung mehrerer Häuser am Vorsitz mehr Raum für unterschiedliche Perspektiven. Ich freue mich über das Vertrauen, auf die weiter partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem hr und die weitere Unterstützung aus der ARD im kommenden Jahr."
Teamwork im Vorsitz geht weiter
Bereits jetzt haben sich die Mitglieder der ARD darauf verständigt, dass Radio Bremen nach einem Jahr den Staffelstab des Vorsitzes weiterreicht, damit der Teamgedanke und die Kooperation zwischen den ARD-Häusern weiter gestärkt werden kann. Das ist auch eine Konsequenz aus den Vorgaben des Reformstaatsvertrags und den damit verbundenen Umstrukturierungsprozessen. Unterstützt wird Radio Bremen in den Rollen der Stellvertreter vom Hessischen Rundfunk sowie dem Norddeutschen Rundfunk. Grundsätzlich hält sich der NDR als Vorsitzanstalt 2028-2029 bereit.
Die Gremienvertreterkonferenz der ARD (GVK), in der Vertreterinnen und Vertreter der Gesellschaft aus allen Regionen Deutschlands mitwirken, wird weiterhin von Bremen aus geleitet. Vorsitzender der GVK bleibt der Rundfunkratsvorsitzende von Radio Bremen, Klaus Sondergeld.
Mehr Kontinuität in der Vorsitz-Kommunikation
Damit in Zukunft alle ARD-Häuser den Vorsitz und die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben übernehmen können, sieht der neue ARD-Staatsvertrag vor, dass der ARD-Vorsitz "administrativ durch ein gemeinsames ARD-Büro unterstützt" wird. Hierfür wird das jetzige ARD-Generalsekretariat in Berlin umstrukturiert und künftig dem jeweiligen ARD-Vorsitz unmittelbar fachlich angegliedert - als ARD-Geschäftsstelle.
So wird sichergestellt, dass wichtige Expertise und routinierte Arbeitsabläufe verstetigt werden, und nicht bei jedem Vorsitzwechsel neu erarbeitet werden müssen. Aus diesen Gründen wird auch die ARD-Unternehmenskommunikation Teil der neuen ARD-Geschäftsstelle sein. Bisher war die ARD-Kommunikation beim jeweiligen ARD-Vorsitz verortet.
Der offizielle Start der ARD-Geschäftsstelle ist mit dem Vorsitzwechsel zum 1. Januar 2027 vorgesehen.
Zur ARD gehören neun regional verankerte Landesrundfunkanstalten, außerdem der Auslandssender Deutsche Welle. Der ARD-Vorsitz führt die Geschäfte der Arbeitsgemeinschaft und zeichnet in dieser Zeit rechtsverbindlich für die Gemeinschaft. Zur Hauptversammlung gehören die Intendantinnen und Intendanten der ARD sowie die Vertreter aller Rundfunk- und Verwaltungsräte der ARD-Sender.
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