Bibi Blocksberg reist im neuen Kinofilm 139 Jahre zurück
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 07:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Junghexe Bibi Blocksberg reist in ihrem neuen Kinofilm wegen einer gestohlenen Spieluhr 139 Jahre zurück in die Vergangenheit und gerät dort mit ihrer Freundin Marita in ein gefährliches Abenteuer.
Die Spieluhr verschwindet aus dem Museum
Bibi absolviert ihr Schulpraktikum als Aufpasserin im Museum auf Schloss Klunkerburg. Während einer freiwilligen Nachtschicht wird ausgerechnet die wertvollste Leihgabe der Ausstellung gestohlen: eine verschlossene Spieluhr aus dem Jahr 1887 mit einem goldenen Kraken darauf.
Weil es keine Einbruchsspuren gibt, gerät Kuratorin Farrah Pahani, gespielt von Nilam Farooq, unter Verdacht. Bibi glaubt jedoch an ihre Unschuld und will gemeinsam mit Marita den Diebstahl aufklären.
139 Jahre statt nur wenige Stunden
Mit einem Zauberspruch wollen sich die beiden lediglich in die Nacht des Diebstahls zurückversetzen. Der Zauber läuft jedoch aus dem Ruder: Bibi und Marita landen im Jahr 1887 und treffen auf Fritzi von Klunkerburg, die junge Besitzerin der Spieluhr.
Fritzi plant ihre Flucht nach Frankreich, weil ihre Tante sie mit einem ungeliebten Mann verheiraten will. In der Spieluhr soll außerdem ein Diamant verborgen sein, der alle Wünsche erfüllen kann. Die Tante ist ebenfalls hinter dem Stück her.
Hilfe aus der Zukunft
Bibi und Marita unterstützen Fritzi bei ihrer Flucht. Als Bibi sie und Marita zurück in die Gegenwart hexen will, ist ihre Hexkraft erschöpft. Beide landen im Kerker der Tante.
Nun müssen Bibis Mutter Barbara Blocksberg und ihre Freundinnen Schubia und Flauipaui aus der Zukunft helfen. Die Rollen übernehmen Rosalie Thomass, Friedrich Mücke, Carla Demmin und Philomena Amari.
Vierter Kinofilm der Reihe
«Bibi Blocksberg - Die total verhexte Zeitreise» ist der vierte Bibi-Kinofilm und der zweite mit Nala in der Titelrolle. Regie führt erneut Gregor Schnitzler. Zum Ensemble gehören außerdem Fritzi Haberlandt als gemeine Tante, Carmen Diego als Fritzi von Klunkerburg, Jakob Eberle als Kammerjunge Maxim und Palina Rojinski als Karla Kolumna.
Der rund 90-minütige Film wurde auch in Wien gedreht. Zur Ausstattung gehören aufwendig inszenierte Schloss- und Gartenaufnahmen, historische Kostüme sowie Tanzszenen. Die Musik stammt erneut von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange.
Eine Figur seit 1980
Die Autorin Elfie Donnelly erfand Bibi Blocksberg 1980. Inzwischen gibt es 165 Hörspielfolgen, 70 Zeichentrickfilme, Bücher und Magazine. Der erste Kinofilm kam 2002 ins Kino; zwei Jahre später folgte «Bibi Blocksberg - Das Geheimnis der blauen Eulen».
Eine Figur mit langer Mediengeschichte
Bibi Blocksberg gehört zu den langlebigsten deutschen Kinderfiguren. Seit ihrer Erfindung im Jahr 1980 wurde die Junghexe in Hörspielen, Zeichentrickfilmen, Büchern und mehreren Kinoproduktionen weitergeführt. Der neue Film knüpft damit an ein etabliertes Erzähluniversum an, führt die Figur aber erneut in eine eigenständige Handlung.
Die Zeitreise verbindet vertraute Bibi-Motive mit einem historischen Kostümabenteuer. Schloss, Spieluhr und das späte 19. Jahrhundert schaffen einen deutlich anderen Schauplatz als die moderne Neustadt. Zugleich bleiben die zentralen Themen kindlicher Unterhaltung erhalten: Freundschaft, Mut, Gerechtigkeit und der Widerstand gegen Bevormundung.
Familienfilm zwischen Gegenwart und Vergangenheit
Für das junge Publikum liegt der Reiz vor allem in der Mischung aus Magie, Verfolgung und Humor. Die moderne Sprache der Hexinnen erleichtert den Zugang, während Kostüme und historische Kulissen den Film visuell von einer alltäglichen Schulgeschichte abheben. Gesang und Tanz erweitern das klassische Abenteuer um Elemente eines Familienmusicals.
Auch für Eltern setzt die Geschichte erkennbare Akzente. Das Praktikum, das Bibi zunächst ablehnt, wird zum Ausgangspunkt ihrer eigenen Ermittlungen; damit stellt der Film die Frage, ob vermeintlich langweilige Aufgaben neue Fähigkeiten sichtbar machen können. Die Handlung um Fritzi von Klunkerburg verschiebt den Blick außerdem auf Selbstbestimmung und den Mut, vorgegebenen Lebensplänen zu widersprechen.
Bedeutung für die Reihe
Als vierter Kinofilm ohne Tina setzt die Produktion auf die Bekanntheit der Marke und zugleich auf eine neue Variante des vertrauten Grundmusters. Die Rückkehr zentraler Figuren und die erneute Besetzung wichtiger Rollen schaffen Kontinuität. Ob die Zeitreise die Reihe dauerhaft in historische Stoffe führt, bleibt offen; zunächst erweitert sie das Bibi-Universum um ein familiengerechtes Abenteuer mit historischem Anstrich.
