Nachrichtenagentur, Social Media

Medienkompetenz vor den Landtagswahlen: dpa, Medienebene e.V. und Günter-Holland-Journalistenschule starten Prebunking-Initiative

19.02.2026 - 10:00:12

Berlin - Vor den Kommunal- und Landtagswahlen 2026 in Bayern und Rheinland-Pfalz stärken die Deutsche Presse-Agentur der Augsburger Allgemeinen und die Jugendmedienorganisation Medienebene e.V. gemeinsam die Medienkompetenz junger Menschen. Ziel ist es, Desinformation präventiv zu begegnen - insbesondere auf Social-Media-Plattformen.

Mit der Veröffentlichung des ersten Kurzvideos beginnt die sichtbare Phase der sogenannten "Prebunking"-Kampagne. Anders als beim klassischen Faktencheck, der falsche Behauptungen im Nachhinein überprüft, setzt Prebunking früher an: Es klärt über typische Muster und Narrative von Falschbehauptungen auf, bevor diese ihre Wirkung entfalten können.

"Es ist ein Perspektivwechsel im Umgang mit Desinformation: Weg von der reinen Reaktion auf Falschbehauptungen, hin zu einer präventiven Stärkung gesellschaftlicher Resilienz", sagt Projektleiterin Jacqueline Rother vom Faktencheck-Team der dpa. "Ziel ist, dass das Modell auf andere Bundesländer und Wahlkontexte übertragbar ist." Das Projekt wird gefördert durch den European Media and Information Fund.

Als Grundlage hat das Faktencheck-Team der dpa eigene Recherchen und Monitoring-Ergebnisse ausgewertet und wiederkehrende Desinformationsthemen identifiziert - von der bundespolitischen bis zur lokalen Ebene.

Die Ergebnisse werden in einem Whitepaper der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Es bietet anderen Medienorganisationen eine praxisnahe Grundlage, um die gängigen Narrative um Wahlen zu kennen und selbst Prebunking im Lokalen zu betreiben.

Im Zentrum des Projekts stehen Kurzvideos für Social Media - überregional von der dpa, mit Bezug zu Rheinland-Pfalz von Medienebene e.V. und für den bayerischen Kontext von der Günter-Holland-Journalistenschule. Sie vermitteln niedrigschwellig Wissen über Manipulationsstrategien und helfen, Inhalte kritisch einzuordnen.

Neben der Videoproduktion setzen die Projektpartner auf direkte Begegnung und Austausch: In Mainz und Augsburg finden begleitende Workshops und Projekte statt, in denen junge Menschen gemeinsam mit Journalistinnen und Journalisten über Desinformation, Narrative und journalistische Arbeitsweisen diskutieren.

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