Anmeldung startet: WDR lässt Schulklassen zum Jugendmedientag 2026 hinter die Kulissen von Social Media und Journalismus blicken
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 14:30 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Unter dem Motto „Repeat oder Reset: Social Media neu denken“ veranstalten ARD, ZDF und Deutschlandfunk erstmals gemeinsam einen bundesweiten Jugendmedientag. In Köln, Düsseldorf, Dortmund, Münster und weiteren Regionen Nordrhein-Westfalens, an ausgewählten Schulen sowie in digitalen Angeboten können Jugendliche journalistische Arbeitsweisen kennenlernen, selbst Medien produzieren und Fragen stellen. Alle WDR-Angebote sind kostenfrei; die Anmeldung erfolgt über das Buchungstool auf der zentralen Website.
Jugendliche im direkten Austausch mit WDR-Geschäftsleitung und Rundfunkrat
Ein besonderer Programmpunkt schafft direkten Austausch mit dem Sender: Schülerinnen und Schüler eines Oberstufenkurses der Fächer Geschichte und Politik können mit WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau, WDR-Programmdirektor für Information, Fiktion, Unterhaltung Ingmar Cario sowie dem Vorsitzenden des WDR-Rundfunkrats Rolf Zurbüggen ins Gespräch kommen.
Damit treffen die Jugendlichen zugleich auf die oberste Führungsspitze des WDR und das zentrale Aufsichts- und Kontrollgremium des Senders – eine Gelegenheit, Fragen zu Medien, Demokratie und der Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks direkt dort zu stellen, wo Programmverantwortung und gesellschaftliche Kontrolle zusammenkommen. Im Anschluss ist vorgesehen, dass die Jugendlichen als Gäste eine Sitzung des WDR-Rundfunkrats verfolgen.
Social Media verstehen und selbst gestalten
Im Mittelpunkt stehen die Chancen und Herausforderungen sozialer Medien. Das Team des WDR-Angebots nicetoknow zeigt, wie journalistische Nachrichten für TikTok entstehen und wie es gelingt, junge Zielgruppen mit verlässlichen Informationen zu erreichen. In einem Workshop der WDR-funk-Redaktion analysieren Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Social-Media-Feeds und Inhalte. Bei Quarks entwickeln sie eigene Kurzskripte für Wissenschaftsvideos und erfahren, wie komplexe Themen verständlich und aufmerksamkeitsstark für TikTok erzählt werden können.
Auch Fragen nach der gesellschaftlichen und politischen Bedeutung sozialer Medien werden aufgegriffen. In einem Weltspiegel-Livestream „Social Media und Politik“ berichten ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten aus Frankreich und der Türkei darüber, wie junge Menschen Social Media nutzen, welche politischen Einflüsse dort sichtbar werden und wie staatliche Regelungen den Zugang zu Plattformen verändern. Die Jugendlichen können ihre Fragen direkt in die Diskussion einbringen.
Journalismus erleben und ausprobieren
Zahlreiche Angebote zeigen ganz konkret, wie der WDR arbeitet. In Workshops von 1LIVE, WDR 2 und weiteren Redaktionen lernen Jugendliche, wie Radiomoderation, Radionachrichten und Programmentscheidungen funktionieren. Sie recherchieren Themen, prüfen Quellen, schreiben eigene Meldungen und präsentieren ihre Texte im Studio.
Im WDR STUDIO ZWEI produzieren Schulklassen eigene Radio- oder Fernsehsendungen. Sie entwickeln Themen, moderieren, schreiben Nachrichten, bedienen Studiotechnik und erstellen Social-Media-Clips. Unterstützt werden sie unter anderem von den 1LIVE-Hosts Jule Blaase und Celina Pegel sowie von Noel Dederichs, Host des jungen ARD-Reportageformats „POV – Deine Geschichte zählt“. Eine Live-Schalte zum ARD-Korrespondenten Vassili Golod in Kiew ergänzt die beiden Produktionstage.
Weitere Workshops vermitteln, wie die Echtheit von Bild- und Videomaterial geprüft wird, wie investigativer Journalismus bei MONITOR funktioniert und wie Wissenschaftsthemen, regionale Nachrichten oder Sportberichterstattung crossmedial aufbereitet werden. Beim WDR 5 Tagesgespräch wird ein Oberstufenkurs für einen Tag Teil der Redaktion und bringt die eigene Perspektive in eine Live-Radiosendung ein.
WDR-Angebote in ganz Nordrhein-Westfalen
Der Jugendmedientag findet nicht nur in den WDR-Funkhäusern und Studios statt. Mit Angeboten wie „Stolpersteine NRW“, der Augmented-Reality-App „OstWest – Zeitzeugen der Mauer“, Schulbesuchen von Journalistinnen und Journalisten und einem Musik-Battle mit Unterstützung des WDR Funkhausorchesters kommt der WDR auch direkt zu Schülerinnen und Schülern in die Schulen. Ergänzend sind digitale Workshops und Livestreams geplant. Ein digitaler Elternabend in Kooperation mit der Landesanstalt für Medien NRW greift das Thema „Wenn der Klassenchat zum Problem wird – Was Eltern wissen sollten“ auf.
Das vollständige Programm ist ab dem 23. September 2026 unter www.jugendmedientag.net abrufbar. Gleichzeitig öffnet dort das Buchungstool für die Anmeldung zu den kostenfreien Angeboten. Der Jugendmedientag stärkt die Medienkompetenz junger Menschen, macht journalistische Arbeitsweisen transparent und schafft Räume für Austausch, Beteiligung und eigene Medienproduktion.
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