Gesellschaft, TV-Ausblick

3sat: NANO Doku: Let's sweat! und NANO Talk: Neues Arbeiten

23.04.2026 - 15:00:41 | presseportal.de

Mainz - Schwitzen wird nur wenig geschätzt. Zu Unrecht. Unser Körper verfügt über ein Kühlsystem, das lebenswichtig ist. Es reguliert die Körpertemperatur, schützt vor Überhitzung – und kann mehr, als lange angenommen. Forschende entdecken den Schweiß als wertvolle Informationsquelle, die Hinweise gibt auf Krankheiten, Ernährung, Fitness und unsere DNA. Host und Wissenschaftsjournalist Anthony Morgan begibt sich am Donnerstag, 30. April 2026, 20.15 Uhr, in der NANO Doku "Let's sweat! – Warum Schwitzen gesund ist" auf eine schweißtreibende Reise. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Stephanie Rohde im "NANO Talk" mit ihren Gästen über "Neues Arbeiten – Zwischen KI, Care und Kapital". Die "NANO Doku" ist ab Sonntag, 26. April 2026, in der 3satMediathek zu sehen.

3sat: NANO Doku: Let's sweat! und NANO Talk: Neues Arbeiten - Foto: presseportal.de
3sat: "NANO Doku: Let's sweat!" und "NANO Talk: Neues Arbeiten" - Foto: presseportal.de

Schweiß als Informationsquelle

An der University of South Wales untersucht der Physiologe Damian Miles Bailey, was extreme Hitze mit dem Körper macht. Host Anthony Morgan geht dabei an seine körperlichen Grenzen: In einem überhitzten Raum wird seine Feuchtkugeltemperatur gemessen – ein Wert, der im Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit eine wichtige Rolle spielt. Schwitzen kann auch krankhaft sein. In Toronto operiert Thoraxchirurg Kashif Irshad eine junge Patientin, die an Hyperhidrose – übermäßigem Schwitzen – leidet. Die Krankheit belastet die Betroffenen stark und prägt ihren Alltag. Schweiß hat ein Stigma, selbst wenn man nicht literweise schwitzt. Es gilt vielen als unangenehm – oft wegen des Geruchs. Verschiedene Faktoren wie Krankheiten, Ernährung oder hormonelle Veränderungen können diesen Geruch verändern. Psychologe Johan Lundström und Experimentalpsychologe Mats J. Olsson erforschen am Karolinska Institut Stockholm, was unser Schweißgeruch über uns verrät. Die Forscher sind zuversichtlich, dass wir über den Schweiß bald zuverlässig Krankheiten diagnostizieren können.

Radikaler Wandel der Arbeitswelten

"New Work" klingt nach einer freundlichen Modernisierung der bestehenden Arbeitswelt. Doch diese Phase ist vorbei. Künstliche Intelligenz und Plattformökonomie stellen die Frage nach der Arbeit der Zukunft grundlegend neu. Tech-Optimisten und -Optimistinnen erwarten einen Produktivitätssprung. Automatisierung soll Routinen ersetzen, neue Jobs schaffen, Wohlstand mehren. Die Anforderungen steigen: Beschäftigte müssen schneller lernen, Organisationen müssen transformiert werden, Kompetenzen lebenslang wachsen. Im Gegensatz dazu stellen viele nicht nur die Arbeitsformen, sondern das Wachstumsmodell selbst radikal in Frage: Warum definieren wir den Wert von Arbeit ausschließlich über Erwerbstätigkeit? Warum bleibt Sorgearbeit unsichtbar? Darüber spricht Moderatorin Stephanie Rohde im "NANO Talk" mit ihren Gästen: Fabian Braesemann, Dozent für Künstliche Intelligenz & Zukunft der Arbeit am Oxford Internet Institute der Universität Oxford, Simon Schaupp, Soziologe an der KU Leuven und am Institut für Sozialforschung in Frankfurt, sowie Eva von Redecker, Gastprofessorin für Philosophie an der HFBK in Hamburg.

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HA Kommunikation/3sat Presse
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