10 Jahre funk: Social-Media-Plattformen kommen und gehen, der Auftrag bleibt
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 07:00 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Vor zehn Jahren ging es bei der Gründung von funk vor allem darum, junge Menschen wieder mehr mit öffentlich-rechtlichen Inhalten zu erreichen. Heute steht im Vordergrund, ihnen in einer Welt von künstlicher Intelligenz, Desinformation und wechselnden Regeln der Social-Media-Algorithmen verlässliche Inhalte anzubieten.
Ein Markt, der sich täglich neu erfindet
Der Medienmarkt hat sich verschoben: Auf Plattformen wie TikTok, YouTube oder Instagram entschieden früher vor allem Followerzahlen und Vernetzung darüber, welche Inhalte Menschen erreichen. Die Größe und Aktivität der Community standen dabei im Mittelpunkt und sicherten Inhalten die notwendige Aufmerksamkeit. Heute entscheiden Interaktionsraten, Watchtime und vor allem Trends, welche Inhalte ausgespielt werden. Neue Formate können so aus dem Stand viral gehen, müssen sich aber auch jeden Tag neu behaupten.
Verschärft wird dieser Wettbewerb durch generative KI: Wo früher vor allem Kamera, Schnittplatz und Produktionswissen nötig waren, ermöglicht generative KI heute die schnelle Erstellung professionell wirkender Inhalte. Die Folge ist eine Content-Flut, in der Aufmerksamkeit zur knappsten Ressource wird und Öffentlichkeit immer stärker in viele einzelne Communities zerfällt.
Was sich in zehn Jahren nicht geändert hat: der grundlegende Auftrag von funk. Verändert haben sich die Wege, über die funk junge Menschen erreicht. funk richtet seine Verbreitung konsequent an journalistischen Qualitätskriterien und den Logiken der jeweiligen Social-Media-Plattformen aus. Gleichzeitig arbeitet funk daran, Reichweite unabhängiger von einzelnen Plattformen aufzubauen, etwa mit eigenen Open-Feed-Ansätzen, unter anderem auf Mastodon. funks Multiplattformstrategie ist die Voraussetzung dafür, eine Zielgruppe zu erreichen, die sich flexibel zwischen verschiedenen Plattformen bewegt und Inhalte je nach Alltagssituation unterschiedlich konsumiert.
Menschen vertrauen Menschen: das journalistische Talentnetzwerk
Laut Reuters Institute Digital News Report 2026 sind soziale Medien für viele junge Menschen die wichtigste Quelle für Nachrichten und sie öffnen sich zunehmend für Nachrichteninhalte einzelner, nicht-journalistischer Persönlichkeiten. funk hat diese Entwicklung schon sehr früh erkannt und bereits 2025 ein journalistisches Talentnetzwerk gegründet. Innerhalb dieses Netzwerkes werden kreative Köpfe aufgebaut, die sich für den öffentlich-rechtlichen Auftrag begeistern.
17 junge Journalistinnen und Journalisten hat funk seit Start des Programms begleitet: zu Themen von europäischer Sicherheitspolitik über Musiktheorie bis Wissenschaftsjournalismus. Sie entwickeln Themen, Skripte, Community-Arbeit und Produktion eigenständig, begleitet durch individuelles Coaching von funk; die inhaltliche Abnahme bleibt bei der funk-Redaktion. Vier der Talente haben sich bisher so weit entwickelt, dass aus ihren Konzepten eigenständige, langfristig angelegte Formate wurden.
Zehn Jahre und noch lange nicht fertig
funk hat den Auftrag, immer wieder neue, junge Generationen mit neuen Bedürfnissen und Nutzungsgewohnheiten zu erreichen. Das bedeutet: funk ist nie "fertig" und genau darin liegt die Stärke. funk prüft stetig, wie öffentlich-rechtliche Inhalte junge Menschen auf vielfältige Weise erreichen können. Trotz neuer Plattformen und sich wandelnder Mediennutzungsgewohnheiten hält funk seine Nutzungs- und Bekanntheitswerte auf hohem Niveau und erreicht monatlich ca. 440 Millionen Views.
"Der Erfolg von funk beruht nicht darauf, vor zehn Jahren die richtige Idee gehabt zu haben, sondern darauf, uns seit zehn Jahren kontinuierlich weiterzuentwickeln. Plattformen, Formate und Mediennutzung verändern sich ständig. Unser Auftrag bleibt derselbe: öffentlich-rechtliche Inhalte für junge Menschen relevant zu machen. Diese Verbindung aus Veränderungsbereitschaft und klarem Programmauftrag trägt funk seit einem Jahrzehnt", sagen Philipp Schild, Programmgeschäftsführer von funk, und Kristin Blum, stellvertretende Programmgeschäftsführerin von funk.
"funk versorgt junge Menschen genau dort, wo sie nach Informationen suchen. Für diesen Kern des öffentlich-rechtlichen Auftrags haben ARD und ZDF vor zehn Jahren gemeinsam ein Angebot geschaffen, das sich immer wieder neu erfindet. funk schafft Verbindungen in einer zunehmend fragmentierten Medienwelt, bietet Orientierung und ermöglicht informierte gesellschaftliche Teilhabe. Auf diese Erfolgsgeschichte können wir stolz sein", sagt Kai Gniffke, SWR-Intendant.
"funk zeigt seit zehn Jahren, wie wandelbar und anpassungsfähig öffentlich-rechtliche Medienangebote sind. Das Angebot entwickelt sich mit den Mediengewohnheiten seiner jungen Zielgruppen stetig weiter und bleibt dabei seinen öffentlich-rechtlichen Werten verpflichtet. Gerade diese Verbindung aus Innovationskraft und Verlässlichkeit macht funk zu einer Erfolgsgeschichte", sagt Norbert Himmler, ZDF-Intendant.
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