Volleyball-EM, Deutsche Volleyball-Nationalmannschaft

Volleyball-EM: Deutschland scheitert im Viertelfinale klar an Polen

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 20:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die deutschen Volleyballer sind im EM-Viertelfinale ausgeschieden. Gegen Titelverteidiger Polen verlor das Team in Sofia klar mit 0:3 und verpasste damit den Einzug ins Halbfinale.

  • Die deutschen Volleyballer unterlagen dem großen Favoriten. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa
    Die deutschen Volleyballer unterlagen dem großen Favoriten. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa
  • Röhrs (M) und das deutsche Team konnten den Gegner zu selten stoppen. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa
    Röhrs (M) und das deutsche Team konnten den Gegner zu selten stoppen. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa
  • Bottis Team verlor den zweiten Satz deutlich. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa
    Bottis Team verlor den zweiten Satz deutlich. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa
Die deutschen Volleyballer unterlagen dem großen Favoriten. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa Röhrs (M) und das deutsche Team konnten den Gegner zu selten stoppen. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa Bottis Team verlor den zweiten Satz deutlich. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa

Die deutschen Volleyballer sind bei der Europameisterschaft im Viertelfinale am Titelverteidiger Polen gescheitert und unterlagen in Sofia mit 0:3 (23:25, 17:25, 17:25).

Polen nutzt den Aufschlagdruck

Die Mannschaft von Bundestrainer Massimo Botti hielt den ersten Satz lange offen, musste sich aber nach einem Aufschlag von Erik Röhrs ins Aus mit 23:25 geschlagen geben. Röhrs war mit zwölf Punkten bester deutscher Angreifer.

Im zweiten Durchgang setzte sich Polen deutlicher ab. Deutschland erarbeitete sich zwar lange Ballwechsel, nutzte aber mehrere Chancen nicht konsequent. Nach einem Aufschlagfehler von Kapitän Jan Zimmermann lag das DVV-Team 12:20 zurück und verlor den Satz mit 17:25.

Keine zweite Aufholjagd

Im dritten Satz sorgten ein Ass und mehrere wuchtige Angriffe von Röhrs zunächst für Hoffnung. Anders als im Achtelfinale gegen Bulgarien blieb die große Aufholjagd jedoch aus. Der polnische Aufschlagdruck nahm weiter zu, Wilfredo Leon brachte den Europameister mit 18:16 in Führung.

„Der größte Unterschied war heute der Aufschlag. Sie haben sehr konstant aufgeschlagen und machen wenig Fehler. Und wir schaffen es halt nicht, konstant aufzuschlagen“, sagte Zimmermann. Deutschland hatte zuvor Bulgarien nach einem 0:2-Satzrückstand noch mit 3:2 besiegt.

Zimmermann zieht positives Fazit

Der Kapitän bewertete den Turnierverlauf trotz des Ausscheidens positiv. Deutschland sei sehr gut aus der Gruppenphase gekommen; durch die 0:3-Niederlage gegen Olympiasieger Frankreich sei der Weg durch das Turnier anschließend aber deutlich schwerer geworden.

Polen gewann bei 14 der vergangenen 15 großen Turniere eine Medaille. Deutschland hatte zuletzt 2017 das EM-Halbfinale erreicht.

Polen bestätigt seine Ausnahmestellung

Das Viertelfinale in Sofia ordnet sich in eine außergewöhnlich stabile Erfolgsserie Polens ein. Der Titelverteidiger gewann 3:0 und ließ dem deutschen Team nach dem ausgeglichenen ersten Satz nur wenige Möglichkeiten. Besonders der Aufschlag wurde zum entscheidenden Faktor: Polen erzeugte konstant Druck, während Deutschland diese Qualität nicht über die gesamte Partie halten konnte.

Für die deutsche Auswahl endet damit ein Turnier, das trotz des Ausscheidens einen Fortschritt im Vergleich zu den vergangenen Jahren erkennen lässt. Der Sieg gegen Bulgarien nach einem 0:2-Satzrückstand zeigte, dass die Mannschaft auch unter hoher Belastung konkurrenzfähig bleiben kann. Zugleich machten mehrere Ausfälle und die Niederlage gegen Frankreich in der Gruppenphase den weiteren Weg deutlich schwieriger.

Viertelfinale als Standortbestimmung

Der Blick auf die jüngere EM-Geschichte unterstreicht die Bedeutung des Ergebnisses: Deutschland erreichte zuletzt 2017 ein Halbfinale. Gegen die europäischen Spitzenmannschaften fehlt derzeit vor allem die Konstanz in den entscheidenden Elementen. Für die weitere Entwicklung werden daher stabile Aufschlagserien, weniger Eigenfehler und mehr Tiefe im Kader wichtig sein. Für Zuschauer und Fans bleibt die EM dennoch ein Signal, dass das DVV-Team Anschluss an die internationale Spitze hält, auch wenn der Schritt ins Halbfinale gegen Polen noch zu groß war.

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