Volleyball-EM, Deutschland gegen Bulgarien

Volleyball-EM: Deutsches Team dreht 0:2 gegen Bulgarien und erreicht Viertelfinale

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 20:46 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft hat bei der EM in Sofia ein 0:2 gegen Gastgeber Bulgarien gedreht und steht nach einem Fünf-Satz-Krimi im Viertelfinale. Dort trifft das DVV-Team nun auf Titelverteidiger und Weltranglistenersten Polen.

  • Röhrs ging bei der deutschen Aufholjagd voran. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa
    Röhrs ging bei der deutschen Aufholjagd voran. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa
  • Bottis Team lief in den ersten beiden Sätzen immer wieder Rückständen hinterher. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa
    Bottis Team lief in den ersten beiden Sätzen immer wieder Rückständen hinterher. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa
Röhrs ging bei der deutschen Aufholjagd voran. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa Bottis Team lief in den ersten beiden Sätzen immer wieder Rückständen hinterher. (Archivbild) - Bild: Julius Frick/dpa

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Sofia ein 0:2 gegen Gastgeber und Vizeweltmeister Bulgarien gedreht und sich mit einem 3:2-Sieg ins Viertelfinale gekämpft.

Comeback im Hexenkessel von Sofia

Vor mehr als 10.000 lautstarken bulgarischen Fans in der Arena 8888 geriet das Team des Deutschen Volleyball-Verbandes zunächst deutlich in Rückstand. Die DVV-Auswahl verlor die ersten beiden Sätze mit 21:25 und 21:25, nachdem der eigene Aufschlag zu fehleranfällig gewesen war und Bulgariens Außenangreifer Aleksandar Nikolov mit Angriffen über 120 km/h für Druck gesorgt hatte. Auch im zweiten Durchgang liefen die Deutschen einem Rückstand hinterher, ehe sie trotz starker Zuspiele von Simeon Nikolov den Anschluss hielten.

Deutsche Wende nach 0:2-Rückstand

Im dritten Satz konnten die Deutschen erstmals mit einer Führung im Rücken agieren. Die Bulgaren leisteten sich vermehrt Fehler, Erik Röhrs stellte nach Zuspiel von Kapitän und Zuspieler Jan Zimmermann auf 18:15. Mittelblocker Anton Brehme und Außenangreifer Tobias Brand setzten weitere wichtige Punkte, ein Ass von Brand brachte den Anschluss im Satzverlauf. Der dritte Durchgang ging mit 25:19 an das DVV-Team.

Blockstärke und Aufschlagserien als Schlüssel

Der vierte Satz entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Aleksandar Nikolov kam kaum noch zur Geltung, während die deutsche Mannschaft mit einem Dreierblock die 17:16-Führung erkämpfte. Eine Aufschlagserie von Spezialist Tim Peter verschaffte ein Polster, und Brand nutzte die Hände der bulgarischen Abwehr zum Satzgewinn bei 25:23. Damit erzwang Deutschland den Tie-Break.

Entscheidung im Tie-Break und überragende Rettungsaktion

Im entscheidenden fünften Satz harmonierte der Angriff der deutschen Mannschaft, allen voran Röhrs mit zahlreichen erfolgreichen Aktionen. Die Bulgaren punkteten zwar weiter in schwierigen Situationen, doch ein Block von Brand brachte das 10:8. Eine herausragende Rettungsaktion von Moritz Reichert eröffnete die Chance auf Matchbälle für das DVV-Team. Den letztlich entscheidenden Punkt zum 15:12 und damit zum 3:2-Erfolg bescherte ein Aufschlagfehler der Bulgaren.

Viertelfinale gegen Titelverteidiger Polen

Mit dem Comeback-Sieg gegen Bulgarien steht Deutschland im EM-Viertelfinale und trifft dort am Dienstag auf den Weltranglistenersten und Titelverteidiger Polen. Erfolgreichster Angreifer im Team von Bundestrainer Massimo Botti war Erik Röhrs mit 20 Zählern. Mittelblocker Anton Brehme hob nach dem Spiel die Geschlossenheit der Mannschaft hervor und sprach von großer Energie auf dem Feld. Überschattet wird der Erfolg vom Ausfall des Weltklasse-Zuspielers Johannes Tille, der wegen eines Mittelfußbruchs nicht mitwirken konnte und von Kapitän Jan Zimmermann vertreten wurde.

Historischer Erfolg für das deutsche Volleyball-Team

Der Einzug der deutschen Volleyballer ins EM-Viertelfinale nach dem Fünf-Satz-Comeback gegen Bulgarien markiert einen sportlich bedeutsamen Erfolg. Die Mannschaft von Bundestrainer Massimo Botti hatte bereits eine starke Vorrunde mit vier Siegen aus fünf Spielen absolviert und bestätigte diese Entwicklung nun in einem hochdruckvollen K.-o.-Spiel vor mehr als 10.000 gegnerischen Fans in Sofia. Die Wende nach einem 0:2-Rückstand unterstreicht die gewachsene mentale Stärke und Tiefe im Kader.

Besonderer Stellenwert angesichts der Personallage

Die Partie erhält zusätzliches Gewicht durch den Ausfall von Zuspieler Johannes Tille, der mit Mittelfußbruch fehlte. Dass Kapitän Jan Zimmermann als Regisseur einspringt und das Team dennoch gegen einen Vizeweltmeister die Partie drehen kann, zeigt die Belastbarkeit des Systems und die Qualität der Breite im deutschen Aufgebot. Angreifer Erik Röhrs, der 20 Punkte erzielte, sowie Mittelblocker Anton Brehme und Außenangreifer Tobias Brand stehen exemplarisch für eine Generation, die sich im internationalen Spitzenfeld etablieren will.

Herausforderung Viertelfinale gegen Titelfavorit Polen

Im Viertelfinale wartet mit dem Weltranglistenersten und Titelverteidiger Polen nun eine maximale sportliche Herausforderung. Polen gehört seit Jahren zur absoluten Weltspitze und geht als Favorit in das Duell. Für die deutsche Mannschaft bietet die Partie die Chance, den Aufwärtstrend auf höchstem Niveau zu bestätigen und wichtige Erfahrung für kommende Turniere zu sammeln. Für Fans in Deutschland zeigt der Sieg gegen Bulgarien, dass das DVV-Team auch unter extremen Bedingungen konkurrenzfähig ist und Überraschungen gegen Topnationen möglich sind, wenn Aufschlagdruck, Blockarbeit und Teamenergie wie in Sofia zusammenpassen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

FR: „Deutschland gegen Bulgarien live im TV und Stream: Hier läuft das Achtelfinale der Volleyball-EM“ (19.09.2026)

Der Bericht stelle heraus, dass Deutschland nach einer starken Vorrunde als Gruppenzweiter ins Achtelfinale gegangen sei und dort gegen Co-Gastgeber Bulgarien um den Einzug ins Viertelfinale gespielt habe. Er betone, Bulgarien habe in seiner Gruppe zuvor Titelverteidiger Polen geschlagen und damit die Rolle des Gastgebers gestärkt, während das deutsche Team ohne Free-TV-Präsenz vor allem über einen kostenpflichtigen Livestream zu verfolgen gewesen sei. Im Vergleich zur Agenturmeldung setze der Artikel einen Schwerpunkt auf die Ausgangslage und die mediale Übertragung, während der sportliche Verlauf des Comebacks erst durch die dpa-Meldung präzise ergänzt werde.

Medienübergreifend werde deutlich, dass der Erfolg der deutschen Volleyballer gegen Bulgarien vor dem Hintergrund einer anspruchsvollen Vorrunde und starker Gegner zu bewerten sei. Während der Bericht der FR die statistische und organisatorische Ausgangslage mit Gruppenplatzierungen und Übertragungswegen hervorhebe, zeichne die dpa-Schilderung den konkreten Spielverlauf und die individuelle Leistungsträger nach. Gemeinsam bestätigten beide Perspektiven die Bedeutung des Achtelfinals als Schlüsselspiel auf dem Weg ins EM-Viertelfinale.

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