Verdienter Bayern-Co-Trainer Peter Hermann mit 74 Jahren gestorben
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 21:33 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDer frühere Co-Trainer des FC Bayern München, Peter Hermann, ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Der Rekordmeister teilte am Samstagabend mit, dass Hermann am Samstag verstorben ist.
FC Bayern würdigt langjährigen Co-Trainer
Hermann war beim ersten Triple-Sieg des FC Bayern im Jahr 2013 Co-Trainer unter dem damaligen Cheftrainer Jupp Heynckes. Vereinspräsident Herbert Hainer betonte, das historische Triple sei auch mit seinem Namen verbunden und würdigte Hermanns Fachwissen sowie seine bodenständige Art.
Der ehemalige Profi spielte einst unter Dettmar Cramer und arbeitete später als Co-Trainer an der Seite von Trainergrößen wie Jupp Heynckes, Dragoslav Stepanovic und Berti Vogts. Der FC Bayern spricht von seinem tiefen Mitgefühl für Hermanns Familie, Angehörige und die vielen Weggefährten.
Erfolge mit dem FC Bayern
In seiner Zeit als Co-Trainer beim FC Bayern gewann Hermann einmal die Champions League, drei deutsche Meisterschaften, zwei DFB-Pokale und zwei deutsche Supercups. Diese Titelbilanz unterstreicht seine Bedeutung innerhalb des Trainerstabs des Vereins.
Im Oktober 2017 kehrte Hermann ein zweites Mal zu den Münchnern zurück und arbeitete erneut unter Heynckes. Er blieb auch nach dessen Abschied im Sommer 2018 beim Club und war anschließend ein Jahr lang Co-Trainer unter dem damaligen Cheftrainer Niko Kovac.
Station bei Borussia Dortmund
Zuletzt war Hermann bis Ende 2022 als Co-Trainer bei Borussia Dortmund tätig. Dort arbeitete er unter Cheftrainer Edin Terzic und brachte seine langjährige Erfahrung in den Trainerstab des BVB ein.
Mit seinem Tod verliert der deutsche Fußball eine prägende, oft im Hintergrund wirkende Persönlichkeit, deren Arbeit sich in zahlreichen Titeln und vielen prägenden Jahren im Profifußball widerspiegelt.
Der Tod von Peter Hermann trifft den deutschen Profifußball in einer Phase des ständigen Wandels, in der erfahrene Trainerpersönlichkeiten eine wichtige Konstante darstellen. Hermann gehörte über Jahrzehnte zu jener Generation von Fachleuten, die oft abseits des Rampenlichts arbeiteten, aber maßgeblich zur Leistungsfähigkeit ihrer Teams beitrugen. Sein Name ist eng mit dem modernen Erfolg des FC Bayern München verbunden, der sich seit den 2000er Jahren als dominierende Kraft im deutschen und europäischen Fußball etabliert hat.
Rolle im deutschen Profifußball
Als Assistent von Trainergrößen wie Jupp Heynckes, Dragoslav Stepanovic und Berti Vogts verkörperte Hermann den Typ des akribischen Co-Trainers, der Spiele detailliert vorbereitet, Abläufe strukturiert und den Alltag der Mannschaft organisiert. Gerade beim historischen Triple des FC Bayern 2013 stand hinter den Titeln eine ausgeprägte Trainerteam-Struktur, in der Hermann eine zentrale Rolle spielte. Auch seine Stationen bei Borussia Dortmund und anderen Klubs zeigen, wie sehr seine Expertise im Oberhaus gefragt war.
Bedeutung für Vereine und Spieler
Für FC Bayern und Borussia Dortmund verliert der Profibereich mit Hermann einen anerkannten Fachmann, der viele Generationen von Spielern begleitet und mitgeformt hat. Co-Trainer wie er sind oft wichtige Bindeglieder zwischen Cheftrainer und Mannschaft, moderieren Spannungen, geben taktische Impulse und prägen Trainingskultur. Sein Tod erinnert daran, wie sehr Erfolg im Spitzenfußball ein Produkt langjähriger, meist unsichtbarer Arbeit im Hintergrund ist.
Ausblick und Nachwirkung
In den kommenden Tagen ist mit weiteren Würdigungen aus Vereinen und von ehemaligen Weggefährten zu rechnen. Für Fans von Bayern, Dortmund und den von ihm betreuten Klubs dürfte Hermann vor allem als verlässliche, bodenständige Persönlichkeit in Erinnerung bleiben, deren Einfluss sich nicht nur in Titellisten, sondern im Vertrauen der Spieler und Kollegen spiegelte.
