Tischtennis-EM, Nina Mittelham

Tischtennis-EM: Mittelham und Duda im Mixed-Finale

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 14:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nina Mittelham und Benedikt Duda greifen nach dem EM-Titel im Mixed. Parallel sicherte sich Mittelham mit Annett Kaufmann eine weitere Medaille im Frauen-Doppel, während das Männer-Doppel nach Führung ausschied.

Deutsche Doppelkonkurrenzen in Ljubljana

  • Mittelham und Duda bezwangen Szöcs und Ionescu aus Rumänien in drei Sätzen.
  • Das Mixed-Finale gegen Lebrun und Lutz ist für Freitag um 20.15 Uhr angesetzt.
  • Mittelham und Kaufmann erhalten nach dem Halbfinale unabhängig vom Ergebnis eine Medaille.
Zwei Medaillen sind sicher: Nina Mittelham bei der Tischtennis-EM (Archivbild). - Bild: Manfred Schillings/dpa

Mittelham und Duda greifen nach dem EM-Titel

Nina Mittelham und Benedikt Duda haben bei den Tischtennis-Europameisterschaften in Slowenien das Endspiel im Mixed erreicht. Das deutsche Duo besiegte Bernadette Szöcs und Eduard Ionescu aus Rumänien überraschend deutlich mit 3:0 Sätzen.

Im Finale treffen die Deutschen am Freitagabend auf Alexis Lebrun und Charlotte Lutz aus Frankreich; das Spiel ist für 20.15 Uhr angesetzt.

Finale gegen französisches Duo

„So kann es weitergehen. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Mittelham nach dem Halbfinale. Die 29-Jährige vom TTC Eastside Berlin gewann den EM-Titel im Mixed bereits 2021 gemeinsam mit Dang Qiu.

Das gemischte Doppel ist im Tischtennis seit der olympischen Premiere 2020 deutlich aufgewertet. Bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles soll es zudem ein Mixed-Mannschaftsturnier anstelle der bisherigen Team-Wettbewerbe geben.

Mittelham holt zweite Medaillenchance

Im Frauen-Doppel hat Mittelham bei dieser EM ebenfalls eine Medaille sicher. Zusammen mit der Junioren-Weltmeisterin Annett Kaufmann setzte sie sich im Viertelfinale mit 3:1 gegen Izabela Lupulesku und Sabina Surjan aus Serbien durch.

Im Halbfinale treffen Mittelham und Kaufmann am Freitag auf die Polinnen Anna Brzyska und Zuzanna Wielgos. Ein Spiel um Platz drei wird bei Welt- und Europameisterschaften nicht ausgetragen; beide Halbfinal-Verliererinnen erhalten Bronze.

Männer-Doppel verspielt Führung

Sabine Winter und Ying Han verloren ihr Viertelfinale gegen Elizabeta Samara und Bernadette Szöcs aus Rumänien mit 1:3. Damit verpassten sie den Einzug in die Medaillenränge.

Besonders bitter endete der Wettbewerb für das deutsche Männer-Doppel Duda und Dang Qiu. Die Medaillenkandidaten unterlagen den schwedischen Bundesliga-Profis Anton Källberg und Kristian Karlsson nach einer 2:0-Satzführung noch mit 2:3.

„Das ist extrem bitter. Jeder Satz war sau-eng und sau-umkämpft“, sagte Dang Qiu. „Die entscheidenden Momente liefen leider gegen uns. Am Ende war es ein Riesenkampf, der leider nicht belohnt wurde. Das ist sehr, sehr, sehr ärgerlich.“

Das Mixed hat bei Europameisterschaften im Tischtennis seit Jahren einen hohen Stellenwert. Nina Mittelham knüpft mit ihrem zweiten möglichen EM-Titel in dieser Disziplin an ihren Erfolg von 2021 an, damals noch an der Seite von Dang Qiu.

Die Entwicklung des Wettbewerbs reicht über die kontinentalen Titelkämpfe hinaus. Seit der Aufnahme ins olympische Programm für Tokio 2020 ist das gemischte Doppel deutlich stärker in den Mittelpunkt gerückt. Für die deutschen Spielerinnen und Spieler bedeutet das zusätzliche Chancen auf Medaillen, zugleich aber auch eine größere Belastung durch Einsätze in mehreren Konkurrenzen.

Mehrere Chancen für Mittelham

Mittelham steht in Slowenien sowohl im Mixed als auch im Frauen-Doppel vor einem weiteren wichtigen Spiel. Zusammen mit Annett Kaufmann hat sie mindestens Bronze sicher; bei Welt- und Europameisterschaften werden die Halbfinal-Verliererinnen nicht in einem separaten Spiel um Platz drei ausgespielt.

Für das deutsche Team fällt die Bilanz im Doppel damit gemischt aus. Während das Frauen-Doppel und das Mixed ihre Medaillenchancen wahrten, verpassten Duda und Dang Qiu nach einer 2:0-Führung den Einzug ins Halbfinale. Der nächste sportliche Fixpunkt ist das Mixed-Finale gegen Frankreich am Freitagabend.

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