Ski-Weltcup: Emma Aicher wird Dritte beim Auftakt in Sölden
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 14:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWSErgebnisse aus Sölden und deutscher Auftakt
- Paula Moltzan aus den USA gewann den Riesenslalom beim Weltcup-Auftakt in Sölden.
- Lara Colturi für Albanien wurde Zweite, Emma Aicher belegte Rang drei.
- Mikaela Shiffrin fiel nach der Führung im ersten Durchgang auf Platz sieben zurück.
Emma Aicher fährt in Sölden auf Rang drei
Emma Aicher ist beim Weltcup-Auftakt im Riesenslalom von Sölden auf das Podest gefahren. Die 22 Jahre alte Deutsche wurde Dritte hinter der US-Amerikanerin Paula Moltzan und der für Albanien startenden Lara Colturi.
Aicher verbessert sich im zweiten Durchgang
Für Aicher ist es das beste Karriere-Ergebnis in dieser Disziplin. Zur Halbzeit lag sie noch auf Rang neun, ehe sie sich im zweiten Lauf deutlich nach vorn arbeitete.
Moltzan feiert ersten Weltcup-Sieg
Moltzan gewann erstmals ein Weltcup-Rennen. Aicher jubelte ausgelassen, als sie die Ziellinie auf dem Rettenbachferner passierte. Nach einer starken Vorsaison gilt sie in diesem Winter als Anwärterin auf den Sieg im Gesamtweltcup.
Shiffrin verpasst den 111. Sieg
Mikaela Shiffrin musste sich trotz der Führung nach dem ersten Durchgang mit Platz sieben begnügen. Die sechsmalige Gesamtweltcupsiegerin verpasste damit ihren 111. Weltcup-Sieg.
Österreichs Vorjahressiegerin scheidet aus
Shiffrin hatte angekündigt, in diesem Winter weniger Slaloms zu bestreiten und den Schwerpunkt auf Riesenslalom und Super-G zu legen. Ihre Teamkollegin Lena Dürr wurde 22., Kira Weidle-Winkelmann belegte Rang 26.
Die Österreicherin Julia Scheib, Vorjahressiegerin und beste Riesentorläuferin des vergangenen Winters, stürzte im ersten Durchgang und schied aus.
Emma Aichers Podestplatz in Sölden fällt in eine Saison, in der sie zu den aussichtsreichsten deutschen Kandidatinnen für den Gesamtweltcup zählt. Der Riesenslalom gilt dabei als ihre schwächste Disziplin. Dass sie sich nach Rang neun zur Halbzeit noch auf Platz drei vorarbeitete, verleiht dem Ergebnis zusätzliches Gewicht.
Die Ausgangslage im Gesamtweltcup wird durch Mikaela Shiffrins veränderte Rennplanung beeinflusst. Die US-Amerikanerin will im Winter weniger Slaloms bestreiten und den Riesenslalom sowie den Super-G stärker in den Mittelpunkt rücken. Dadurch dürfte der Kampf um die Gesamtwertung breiter verteilt sein, auch wenn Shiffrin nach wie vor in mehreren Disziplinen zu den stärksten Fahrerinnen gehört.
Deutsches Team setzt auf Aicher
Für den Deutschen Skiverband ist Aicher die zentrale Hoffnung im Frauen-Team. Lena Dürr und Kira Weidle-Winkelmann belegten in Sölden die Plätze 22 und 26, womit Aicher den mit Abstand besten deutschen Saisonstart hinlegte. Ihre Vielseitigkeit bleibt ein wichtiger Vorteil, weil sie in mehreren Disziplinen Punkte sammeln kann.
Der Auftakt zeigt zugleich, dass die Saison nicht allein von den etablierten Namen geprägt werden muss. Paula Moltzan feierte ihren ersten Weltcup-Sieg, Lara Colturi wurde Zweite, während Vorjahressiegerin Julia Scheib nach einem Sturz ausschied. Für Aicher bietet das Podest nun Rückenwind, zugleich steigt mit den nächsten Rennen die Erwartung an konstante Ergebnisse.
