Olympia, Wintersport

Sieben Strafrunden: Preuß verlässt ohne Happy End die Bühne

21.02.2026 - 15:14:38 | dpa.de

Sieben Strafrunden, Platz 28 - das war's. Für Franziska Preuß endet die Karriere ohne olympische Einzelmedaille. Lachen kann sie trotzdem.

  • Kann trotz Platz 28 lachen: Franziska Preuß - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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  • Blieb auch in ihrem letzten Rennen ohne Olympia-Einzelmedaille: Franziska Preuß - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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  • Kann trotz Platz 28 lachen: Franziska Preuß - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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  • Blieb auch in ihrem letzten Rennen ohne Olympia-Einzelmedaille: Franziska Preuß - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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Kann trotz Platz 28 lachen: Franziska Preuß - Foto: Hendrik Schmidt/dpaBlieb auch in ihrem letzten Rennen ohne Olympia-Einzelmedaille: Franziska Preuß - Foto: Hendrik Schmidt/dpaKann trotz Platz 28 lachen: Franziska Preuß - Foto: Hendrik Schmidt/dpaBlieb auch in ihrem letzten Rennen ohne Olympia-Einzelmedaille: Franziska Preuß - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Im dichten Schneetreiben winkte Franziska Preuß ins Publikum und konnte trotz einer weiteren sportlichen Enttäuschung lachen. Anschließend schnappte sie sich eine Deutschland-Fahne - und verabschiedete sich endgültig von der Biathlon-Bühne. Das Happy End im letzten Rennen ihrer Karriere blieb bei den Olympischen Winterspielen allerdings aus. Die Ausnahmesportlerin belegte nur Platz 28 nach sieben Strafrunden im Massenstart über 12,5 Kilometer in Antholz. Damit verpasste sie die erhoffte Einzelmedaille deutlich.

Preuß war mit sich aber im Reinen. «Bei den Olympischen Spielen die Karriere zu beenden, ist schon etwas Spezielles», sagte sie der ARD: «Nach dem ersten Fehler habe ich es gelassen gesehen. Es war halt egal, was da rauskommt. Ich wollte es nur noch aufsaugen. Das ist mir gelungen, es war ein cooler Abschluss.»

So blieben die einst erfolgsverwöhnten deutschen Biathletinnen ohne Medaille, stattdessen setzte Oceane Michelon die französischen Biathlon-Festspiele in Antholz fort und gewann Gold vor Teamkollegin Julia Simon und der Tschechin Tereza Vobornikova. Es waren bereits das 6. Gold und die Medaillen Nummer 12 und 13 für die Équipe Tricolore in Antholz. 

Beste Deutsche war Vanessa Voigt, die bis zum letzten Schuss sogar von einer Medaille träumen durfte. Doch die Strafrunde bedeutete am Ende Platz sieben für die Thüringerin. «Da war ich eine Sekunde gar nicht bei mir. (...) Ich fahre mit einer Medaille und ein bisschen Blech nach Hause», haderte Voigt. Janina Hettich-Walz belegte Platz 17.

Preuß: «Es fühlt sich gut an»

Als bei Schneefall der Startschuss in der Antholz Biathlon Arena erfolgte, waren alle Augen auf Preuß gerichtet. Viele Hände musste die Gesamtweltcupsiegerin schütteln, äußerlich locker nahm sie ihr letztes Rennen mit der Startnummer 13 in Angriff. «Es fühlt sich gut an. Ich freue mich auf das Rennen, genauso wie auf das Ende vom Rennen. Ich versuche nicht allzu viel darüber nachzudenken, was dann ist, sondern jeden Moment bewusst wahrzunehmen. Denn das wird es nicht mehr geben», sagte Preuß.

Doch ihre Misere am Schießstand blieb Preuß auch im letzten Rennen treu. Ein Fehler im ersten Liegendschießen, ein weiterer beim zweiten - der Traum von einer Medaille war quasi schon vor der Halbzeit dahin. Und es kam noch schlimmer. Beim ersten Stehendschießen folgten weitere vier Patzer. Danach war es für die Gesamtweltcupsiegerin des vergangenen letzten Jahres nur noch eine lockere Abschiedstournee durch die italienische Winterlandschaft.

Karriereende direkt nach Olympia

Preuß hatte am Freitag angekündigt, nur noch den Massenstart zu bestreiten und anschließend sofort zurückzutreten. Die Bayerin nimmt nicht mehr an den verbleibenden drei Weltcups in Estland, Finnland und Norwegen teil. Damit verliert das deutsche Team die erfolgreichste Biathletin der vergangenen Jahre.

«Ich wusste es schon länger, dass es heute mein letztes Rennen ist. Es hätte ein Wunder passieren müssen, dass ich mich doch noch irgendwie motivieren könnte», sagte Preuß zu ihrer Entscheidung. In der vergangenen Saison hatte sie erstmals den Gesamtweltcup gewonnen und sich in der Schweiz zur Weltmeisterin in der Verfolgung gekrönt. 

Die Hoffnung, dass es auch bei Olympia ähnlich glänzend läuft, erfüllte sich aber nur bedingt. Mixed-Bronze war ein starker Auftakt, doch ihre unerklärliche Schwäche beim Stehendschießen kosteten weitere Medaille. Im Einzel und der Verfolgung war weiteres Edelmetall greifbar, doch Fehler im letzten Schießen verhinderten den Sprung auf Podium. Der bitterste Moment in Südtirol war dann eine Strafrunde in der Frauenstaffel. Anstatt der Medaille gab es nur Rang vier, hinterher vergoss Preuß Tränen und braucht lange, sich wieder zu fangen.

«Die letzten Wochen hier in Antholz bei Olympia sind definitiv nicht so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte und wofür ich nach dem Gewinn des Gesamtweltcups noch einmal so hart gearbeitet habe», hatte Preuß vor dem Start gesagt: «Ich habe immer hundert Prozent gegeben. Aber im Moment merke ich, dass ich diese hundert Prozent für die letzten Weltcupstationen nicht mehr aufbringen würde.» Deshalb ziehe sie «jetzt ganz bewusst und konsequent einen Schlussstrich».

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