Richard Vogel, Spruce Meadows

Richard Vogel verpasst Grand-Slam-Jackpot in Calgary

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 07:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Richard Vogel hat den Grand-Slam-Jackpot in Calgary verpasst, bleibt nach seinen Siegen in Aachen und ’s-Hertogenbosch aber weiter hoch im Rennen. Der Deutsche nahm beim Großen Preis von Spruce Meadows trotzdem noch ein stattliches Preisgeld mit.

Richard Vogel hatte durch den Sieg beim Großen Preis von Aachen die Chance auf den Jackpot. - Bild: Stefan Lafrentz/dpa
Richard Vogel hatte durch den Sieg beim Großen Preis von Aachen die Chance auf den Jackpot. - Bild: Stefan Lafrentz/dpa

Richard Vogel hat den Grand-Slam-Jackpot im kanadischen Calgary verpasst und beim Großen Preis von Spruce Meadows mit United Touch Platz fünf belegt.

Stechen in Calgary entscheidet

Der deutsche Springreiter hatte als einer von sechs Paaren das Stechen erreicht, kassierte dort aber einen Abwurf. Den Sieg sicherte sich der Brite Ben Maher mit Enjeu als schnellster fehlerfreier Reiter im entscheidenden Umlauf.

Mit einem Sieg hätte Vogel den Bonus von einer Million Euro aus der Serie erhalten. Durch seine Erfolge in Aachen und im niederländischen ’s-Hertogenbosch hatte er sich zuvor bereits 500.000 Euro gesichert.

Deutscher Erfolg am Vortag

Am Tag vor dem Grand Prix hatte Vogel in Calgary mit der deutschen Mannschaft auch den Nationenpreis von Kanada gewonnen. Im Sattel von Cloudio kam er dabei in zwei Runden auf einen Abwurf.

Zum siegreichen Team gehörten außerdem Sophie Hinners, Daniel Deußer und Jörne Sprehe. Hinners blieb mit My Prins als einzige Reiterin im Feld von 36 Paaren fehlerfrei.

Calgary als Prüfstein der Grand-Slam-Serie

Der Große Preis von Spruce Meadows gehört zu den vier Majors des Springsports und ist damit einer der wenigen Wettbewerbe, in denen nicht nur ein Tagessieg, sondern auch ein Serienbonus auf dem Spiel steht. Für Richard Vogel war der Auftritt in Calgary deshalb mehr als ein weiterer Grand Prix: Nach den Erfolgen in Aachen und in ’s-Hertogenbosch ging es um den großen Jackpot, der die sportliche Leistung zusätzlich aufwertet.

Dass Vogel am Ende trotz eines Abwurfs im Stechen Platz fünf belegte, verändert die Gesamtbilanz der Serie nur teilweise. Der Deutsche hat bereits den Bonus von 500.000 Euro sicher und zählt damit weiter zu den prägenden Reitern der Saison. Der verpasste Millionengewinn zeigt zugleich, wie schmal der Abstand zwischen einem historischen Serienerfolg und einem sehr guten, aber eben nicht maximalen Ergebnis ist.

Mehr als ein einzelnes Ergebnis

Für den deutschen Springsport ist der Auftritt in Calgary ein weiterer Beleg für die aktuelle internationale Konkurrenzfähigkeit. Vogel hatte zuvor schon die größten Prüfungen in Aachen und im niederländischen ’s-Hertogenbosch gewonnen; gemeinsam mit dem Nationenpreis-Erfolg am Vortag unterstreicht das die Breite des deutschen Teams bei diesem Turnier.

Sportlich bleibt die Grand-Slam-Serie damit offen für den nächsten Höhepunkt in Genf. Dort entscheidet sich, ob Vogel den Weg in Richtung der noch größeren Bonusstufe fortsetzt. Für Leser zeigt der Fall vor allem, wie stark moderne Reitsportserien über Preisgeld, Prestige und Serienlogik erzählt werden: Nicht nur der einzelne Ritt zählt, sondern auch die Abfolge der Ergebnisse über mehrere Topturniere hinweg.

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